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Eine typische Boo Williams-Platte ist die limitierte Nummer Acht auf Housewax. Die Glockenperkussionen, die Stakkato-HiHat und der bouncende Beat – diese Merkmale zeichnen den Sound des Amerikaners seit jeher aus, und er pflegt diese Tradition seit Jahrzehnten. Druckvoll fliegen Drums und Bässe auf dem Opener, der vielschichtig mit Klängen durchwebt ist – aber es wirkt etwas fahrig und nervös. Die europäischen Dancefloors mögen es strukturierter. Die Beats auf B2 donnern noch mehr, machen noch nervöser. Flächen und Acid runden eine Scheibe ab, die sich soundtechnisch treu bleibt, sehr progressiv gestaltet ist und Tech mit House verbindet. Das ist ein wenig das Dilemma, weil der Druck zwar hart, aber umgebungstechnisch housig angelegt ist. Respekt vor einem der ganz Großen der Branche lässt demütig ein wenig Kritik aufkommen. Mit historischem Bonus versehen vergebe ich. 7/10, Cars10.Becker.