Ich bin BRANDON und habe die Ehre, euch meine Lieblingslieder vorzustellen. Wer mich kennt, weiß, dass ich ein großer G-House-Fan bin und diesen Stil seit mehr als fünf Jahren in meinen Live-Sets spiele. Dabei gibt es Tracks, die zeitlos sind und irgendwie immer gut passen. Stellt euch vor, dass der Mainfloor eines großen Clubs oder Festivals gefüllt ist und die folgenden Tracks gespielt werden! Um dem Ganzen etwas Struktur zu verleihen, habe ich die Tracks nach Erscheinungsjahr geordnet. Wir beginnen 2016 – let’s go!

 

2016: Chris Lorenzo – Come Down
„Be Water My Friend!“ Dieses legendäre Vocal-Sample von Bruce Lee ist Teil des Tracks von Chris Lorenzo. Der Brite ist einer meiner absoluten Vorbilder, wenn es um Set-Aufbau, Innovation und Sounddesign geht. Sein Track „Come Down“ war sozusagen der Vorreiter für den heutigen UK-Basshouse, nur dass er den Style schon Jahre vorher geprägt hat – das wissen viele vermutlich nicht. Der Track ist ein fetter Opener für ein Set oder auch Mixtape und hat außerdem dazu beigetragen, dass sich mein Stil von EDM zu G-House gewandelt hat. Ich könnte an dieser Stelle noch weitere Tracks nennen, aber „Come Down“ ist für mich der bedeutendste Titel aus dem Jahr 2016.

 

2017: Fenk – Lost World
Der Track ist ein absolutes Brett und hat auch in meiner DJ-Karriere einen Meilenstein gesetzt. Ich habe ihn als Opening-Track beim „Bootshaus DJ Contest“ gespielt. Er besteht aus einem ziemlich energischen Build-up und dropt leicht verzögert. Erst kommt ein mystisches Vocal, dann schlagen ein verzerrter Saw-Bass und eine G-House-Bassline ein. Während ich den Track gespielt habe, ist auch eins der coolsten Live-Videos entstanden aus der Crowd, die vollkommen ausgeflippt ist. Seitdem darf der Track in keinem Set fehlen – er ist auch heute noch ein Klassiker, den ich gerne in einem Mashup mit Daddy Yankees „Gasolina“ spiele. Fenk und Chris Lorenzo solltet ihr unbedingt mal anhören auf Spotify.

 

2018: Riddim Commission – Battle (Cause & Affect V.I.P. Mix)
„Budebaba!“ Der Track ist vor allem durch dieses kleine Vocal-Sample bekannt, das niemand so richtig versteht. Cause & Affect ist ein Produzenten-Duo – mit dabei ist Chris Lorenzo –, das ebenfalls für sehr innovativen Sound steht. „Battle“ ist mehr ein Tool, das man immer einbauen kann. Die Bassline steht beim Drop zunächst für sich allein und bewirkt einen interessanten Überraschungseffekt bei der Crowd. Generell spiele ich gerne Lieder, die einen vorgezogenen Höhepunkt haben, mit dem keiner so wirklich rechnet. Auch dieser Track war zu dem Zeitpunkt „neu“ für die Szene. Danach konnte ich beobachten, wie immer mehr DJs diesen Stil adaptierten und Lieder mit diesen Strukturen produzierten. Es gibt von „Battle“ eine Weihnachtsvariante, bei der der Synthesizer die Melodie von „Jingle Bells“ spielt. Diese Variante kann man auch öfter in meinen Sets hören!

 

2019: Illusionize – Work
Ich glaube, dieses Lied hat bereits jeder in meinem Set gehört. Vor dem Drop kommt eine lange Pause, dann erst setzt das Vocal ein: „I want to take … take … take … take your Broom.“ Der perfekte Track, um einerseits die Crowd entspannen zu lassen und andererseits im Drop zu grooven. Illusionize ist ein weiteres Vorbild für mich neben Chris Lorenzo. Seine Tracks sind nicht zu „busy“ und funktionieren immer!

 

2020: Wax Motif – Keep Raving
In diesem Jahr gibt es, muss ich sagen, trotz der Corona-Situation viele Tracks, die im Sommer gut funktioniert hätten. „Keep Raving“ von Wax Motif ist auf jeden Fall einer der Tracks, der vor allem die großen Bühnen gerockt hätte. Der Drop beginnt mit einer geilen Bassline und geht in einen „Joyryde“-ähnlichen Teil über. Sehr überraschend und einprägsam, für mich einer der besten Tracks des Jahres.

 

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