Auch Leute, die sich eigentlich nicht viel mit Musikproduktion beschäftigen, kennen dieses Gerät. Nun, wohl eher den Vorgänger. Denn dieser geistert seit Jahren als Bread-and-Butter-Tool sämtlicher Musik-YouTuber, DJs und Gitarristen durch das Internet. Trotz der umfassenden Möglichkeiten von DAWs hat sich der Boss RC-505 als beliebteste Loopstation durchgesetzt. Nach ein paar Jahren auf dem Buckel kommt nun das Update. Der Workflow bleibt natürlich unangetastet, aber die Anschlüsse und die digitalen Optionen sind an die heutige Zeit angepasst worden: Zwei XLR-Eingänge sowie zwei Klinkeneingänge werden vor allem Multiinstrumentalisten und größeren Besetzungen gefallen. Der Vorgänger hatte nur einen XLR-Eingang. Diese Erweiterung zeigt sich auch beim Rendern der Sessions: Das Ergebnis kann auch mit bis zu drei einzelnen Spuren als .wav gespeichert werden, um die roughe Jam in der DAW zu mixen. Also hat man als Ergebnis nicht nur das fertige Stereo-File, sondern kann noch stark in den Mixdown eingreifen. Etwas freier kann man jetzt auch mit den internen Effekten umgehen: Mit vier Effekten pro Track in freier Kombination kann man seinen eigenen Sound schnell finden. Vor allem, weil man seine eigenen Effektketten in vier Bänken speichern kann. Die Palette ist dabei sehr groß: 49 Input-Effekte, 53 Effekte auf den Spuren und zwei Master-Effekte können Klänge wohl umfassend manipulieren. Darüber hinaus ist auch der MIDI-Workflow zeitgemäßer ausgefallen, somit wird das Austauschen von Presets, Updates und Kontroll-Möglichkeiten mit dem PC deutlich intuitiver.

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Aus dem
FAZEmag 115/09.21