Brauerei will Hamburger Clubkultur retten

Brauerei will Hamburger Clubkultur retten/Bildquelle: Instagram

Auch die Hamburger Szene hat mit dem Clubsterben und immer weiter steigenden Mietpreisen zu kämpfen. Damit das Nachtleben nicht weiter dezimiert wird, kommt jetzt eine kreative Idee als Rettungsanker ins Spiel. Eine neue Kooperation zwischen der Ratsherrn Brauerei und dem Clubkombinat Hamburg e. V. soll dafür sorgen, dass der Tresen nun zur Spendenzentrale wird. Dafür soll ein Sonder-Pils ab sofort die finanziellen Löcher der Clublandschaft stopfen.

Deutschlandweit verzeichnet die Szene immer mehr Verluste innerhalb ihrer Clublandschaft. Besonders betroffen davon sind kleinere Betriebe, die dem ständigen Druck, bestehend aus steigenden Mieten, Betriebskosten und strukturellen Hürden, nicht mehr standhalten können. Damit geht einher, dass nicht nur Orte zum Tanzen und ausgelassen Feiern verloren gehen, sondern mit ihnen auch Orte, in denen sich die Szene und Subkultur sich frei entfalten kann.

Die Idee, die diesem Problem jetzt entgegenwirken soll, ist ganz einfach. Unter dem Motto der solidarischen Kulturförderung haben die Ratsherrn Brauerei und der Interessensverband Clubkombinat Hamburg e. V. ein gemeinsames Aktionspils auf den Markt gebracht. Die Flaschen, mit dem Logo des Verbands auf dem Etikett, spielen pro verkauftem Exemplar fünf Cent für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Clubkultur ein.

Was nach einem kleinen Betrag klingt, könnte in der Summe eine beachtliche Unterstützung für die Clubkultur bedeuten, da es sich hier um eine langfristige Partnerschaft handeln soll. So könnte dies langfristig finanzielle Sicherheit  für die Musikszene Hamburgs bedeuten.

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