Bremen will die Diskomeile verschönern

Bremen verfügt seit Jahren über eine ausgeprägte und stetig wachsende Club-Kultur. Auch wenn einige Aushängeschilder wie Oliver Huntemann oder Thomas Schumacher mittlerweile der Hansestadt den Rücken gekehrt haben, gibt es doch immer wieder neue vielversprechende Künstler und Party-Reihen.
Clubtechnisch spielt sich vieles im Bereich der sogenannten ‚Diskomeile‘ zwischen Bahnhofsvorplatz und Rembertistraße ab, an dem sich jedes Wochenende viele Partywütige treffen. So gibt es zum Beispiel den beliebten ‚Psst Heimlich‘-Club, in dem die Bremerin Bebetta für ausgelassene Partys sorgt. Allerdings gefällt das nicht jedem, denn der Bremer Senat, der sich heute zusammenfindet, um über eine Neugestaltung der Diskomeile zu befinden, nennt diese Anlaufstelle ‚Schmuddelecke‘. Zudem kommt es hier auch wiederkehrend zu Handgreiflichkeiten, was ein erhöhter Polizeieinsatz und die Hilfe von Streetworkern mittlerweile in den Griff bekommen haben. Trotzdem zählt die Diskomeile nicht zu den besten Aushängeschildern Bremens.

Das jedoch könnte sich bald ändern. Eine Arbeitsgruppe hat ein Konzept erstellt, das heute dem Senat vorgelegt wird und eine umfangreiche Neugestaltung vorsieht. So sollen breitere Gehwege, mehr Licht und eine freundlichere Gestaltung mit Bäumen und Bänken das Aggressionspotential verringern. Freitag- und Samstagnacht, wenn auf der Diskomeile am meisten los ist, soll die Straße für Autos gesperrt werden.

Auch bauliche Veränderungen soll es geben, die natürlich nicht umsonst sind. Das Auswechseln von Gehwegplatten oder das Pflanzen von Bäumen kostet rund eine Million Euro, und an diesen Kosten sollen auch die Clubbetreiber und Gastronomen beteiligt werden. Ob das auf breite Zustimmung trifft, werden wir sehen.

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Und wer wissen möchte, wie Bremen klingt, kann hier via Rdio in Bebettas großen Club-Hit „Herr Kapellmeister“ reinschnuppern.