
Das Kölner Kollektiv LUST KLUB hat überraschend das Ende seiner Aktivitäten verkündet.
„Es wird künftig keine Events, Podcasts, Labelveröffentlichungen oder sonstigen Output von unserer Seite geben“, heißt es in einem offiziellen Instagram-Post. Der Schritt markiert das Aus einer Reihe, die in den letzten Jahren fester Bestandteil der lokalen Technoszene war.
Die Betreiber begründen die Entscheidung mit einem tiefen Bruch zur aktuellen Clubkultur. LUST KLUB wolle seine Ideale nicht kompromittieren und könne sich nicht länger mit der Szene in Köln identifizieren.
Hinzu komme der rasante Wandel seit Covid, mit dem man zunehmend Schwierigkeiten gehabt habe mitzuhalten. Besonders im vergangenen Jahr sei der Entschluss gereift. Auch ökonomischer Druck spielte eine Rolle.
„Wenn der Stress, eine bestimmte Anzahl an Tickets zu verkaufen, die Freude an der Party überwiegt“, so das Statement, verliere das Ganze seinen Sinn. Man sehe keine Zukunft in Projekten, die eher „Bauchschmerzen anstatt Freude“ verursachten.
Worte, die verdeutlichen, dass es nicht nur um Finanzen, sondern um Haltung und Authentizität geht. Von 2022 bis 2025 prägte LUST KLUB die Kölner Technolandschaft mit eigenen Partys und erweiterte das Konzept auf andere Städte, darunter Berlin.
Auf den Line-ups standen Artists wie Yanamaste, Amotik, Blasha & Allatt oder Lea Occhi. Damit bot die Serie nicht nur Plattformen für internationale Acts, sondern setzte auch Impulse innerhalb der deutschen Szene.
Mit dem Ende von LUST KLUB verliert Köln ein Projekt, das innerhalb kurzer Zeit überregionale Strahlkraft entwickelte. Gerade durch die Kombination aus Labelarbeit, Eventreihen und Podcasts galt es als vielseitige Adresse für Liebhaber elektronischer Musik.
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Quelle: Groove
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