

Fatboy Slim: It Ain’t Over… ‘Til The Fatboy Sings
Mit „It Ain’t Over… ’Til The Fatboy Sings“ erscheint am 16. Oktober ein umfassender Bildband über das Leben und Wirken von Fatboy Slim alias Norman Cook. Auf 300 Seiten zeichnet das Buch in mehr als 1.000 Fotografien die außergewöhnliche Laufbahn des britischen DJs und Produzenten nach – von seinen Anfängen als Bassist der Housemartins bis zu weltweiten Big-Beat-Erfolgen als Solokünstler.
Der gebürtige Londoner, längst Wahl-Brightoner, mischte in diversen Bandprojekten Pop, Funk und Hip-Hop, bevor er mit Tracks wie „Praise You“ und „Weapon of Choice“ nicht nur die Charts, sondern auch die Ästhetik von Musikvideos prägte. Legendär: das riesige Strandrave-Spektakel Big Beach Boutique II mit 250.000 Fans. Persönliche Schlagzeilen – etwa seine Ehe mit Zoë Ball oder ein DJ-Set mit Sohn Wendy – fehlen ebenso wenig wie Anekdoten aus dem Clubleben. Kurz vor Release gab Cook bei einem moderierten Talk in Brighton Einblicke in das Buch und seine wilde Laufbahn – und versprach: „Ich hab noch ein paar Geschichten im Gepäck.“
„It Ain’t Over… ’Til The Fatboy Sings“ umfasst 304 Seiten und erscheint am 16. Oktober.

Manga Corps
Mit „Manga Corps“ öffnet das Kreativkollektiv Never Sleep – gegründet von Gabber Eleganza – eine visuelle Zeitschleuse in die japanische Gabber- und Hardcore-Szene der 2000er-Jahre. Das Buch versammelt aufwendig gestaltete Flyer, abgegriffene DIY-Fundstücke und grafische Artefakte zwischen Manga-Ästhetik, Rave-Utopie und digitaler Dystopie.
Die Bildwelten changieren zwischen Cyberpunk und Konsolen-Fieber, zwischen Betonhallen in Osaka und Subkultur-Explosionen in Tokio. „Manga Corps“ ist kein nüchternes Archiv, sondern eine visuelle Ekstase – ein Fanzine auf Steroiden, das mehr erzählt als nur Musikgeschichte. Für 30 Euro erhältlich, versteht sich das Buch als kollabierender Schmelzpunkt aus Pixelkunst, Körperpolitik und kollektivem Ausnahmezustand. Wer sich je gefragt hat, wie Techno und Anime gemeinsam eskalieren, findet hier die Antwort – in fluoreszierenden Fragmenten.
„Manga Corps“ umfasst 192 Seiten und ist am 26. Juni via Never Sleep erschienen. Der Preis liegt bei 30 Euro.

Berlin 1994-99
„Berlin 1994–99“ ist kein nostalgischer Rückblick – es ist ein Fotobuch wie ein Bassdruck: unmittelbar, verschwommen, echt. Mit 17 Jahren zog Christian Stemmler durch ein Berlin im Umbruch – bewaffnet mit einer Kleinbildkamera, getrieben von Basslinien, die in besetzten Häusern und illegalen Kellern vibrierten.
Die Bilder zeigen keine Inszenierung, sondern Zwischenmomente: verschwitzt, verstrahlt, verliebt – irgendwo zwischen Kippen in der Küche, Lichtern im Morgengrauen und tanzenden Körpern im Halbdunkel. Die Stadt selbst ist mit im Bild: roh, löchrig, voller Möglichkeiten. Was Stemmler dokumentiert, ist nicht einfach eine Szene, sondern ein Lebensgefühl – bevor Algorithmen das Feiern filterten. „Berlin 1994–99“ ist eine Hommage an den Kontrollverlust, ein analoger Gegenentwurf zur digitalisierten Selbstinszenierung. Und eine Erinnerung daran, wie viel Freiheit in einem heruntergekommenen Raum bei 130 BPM liegen kann.
„Berlin 1994-99“ ist auf 750 Exemplare limitiert und kann über Idea Now per Mail angefragt werden. Das Buch kostet 35 Euro und umfasst 192 Seiten.

The Odes of Orbyz
Mit „The Odes of Orbyz“ wagt Tomorrowland erstmals den Schritt ins Comic-Format – und öffnet ein neues Kapitel seines fantasievoll konstruierten Festival-Universums. Die 60-seitige Softcover-Ausgabe entführt in die unterirdische Eiswelt von ORBYZ, den Schauplatz der diesjährigen Storyline: eine versunkene Zivilisation, die im Auftauen ihrer Gletscher wieder zu sich findet.
Im Zentrum steht Tybla, einst Kriegerin, nun spirituelle Führungsfigur in der Stadt Nymbuz. Als in den Minenschächten Menschen verschwinden und eine Explosion das ewige Eis erschüttert, beginnt eine Reise zwischen Wahrheitssuche und innerem Konflikt. Die Bildwelt – gezeichnet von Nick Brokenshire und koloriert von Triona Farrell – nimmt dabei direkt Bezug auf die visuellen Motive des Festivals 2025. Geschrieben von Chris Roberson, ist der Comic nicht bloß ein Merchandise-Produkt, sondern integraler Teil der größeren Erzählstruktur rund um Tomorrowland.
„The Odes of Orbyz“ kann über den Tomorrowland-Store bestellt werden. Das Buch umfasst 64 Seiten und kostet 19,99 Euro.
Aus dem FAZEmag 162/08.2025
www.fatboyslimbook.com, www.neversleep.life, www.ideanow.online, www.store.tomorrowland.com