Aus der Narkose frühzeitig aufzuwachen und die Operation live mitzubekommen, klingt nach einer Horrorvorstellung. Oder wie eine Szene aus dem Hollywoodfilm „Awake“. In der Realität passiert das zwar selten, dennoch ist es nicht unmöglich.

Die Forscher um Mark Twardowski von der Medical Associates in Grand Junction (Colorado, USA) berichteten, dass Menschen, die regelmäßig Cannabis konsumieren bei Operationen einen höheren Bedarf an Narkosemitteln haben. Bei dem Medikament Propofol kann es sogar mehr als die dreifache Dosis sein.

„Cannabis hat Effekte auf den Stoffwechsel, die unbekannt oder noch nicht erforscht sind. Der Konsum der Droge kann andere Medikamente möglicherweise weniger wirksam machen“, erklärt Mark Twardowski.

Das Ergebnis sei nicht überraschend, da auch Patienten, die psychoaktive Substanzen, wie auch Alkohol, zu sich nehmen, mehr Narkosemittel benötigen. Darum wird man ja auch stets beim Anästhesisten, über möglichen Drogenkonsum befragt. Auch Tranquilizer und andere Psychopharmaka können die Wirksamkeit von Narkosemitteln beeinflussen.

Wenn ihr also gerne ballert, egal was, solltet ihr das euren Anästesisten vor der nächsten OP wissen lassen…

Quelle: www.kn-online.de

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