Ein angeblicher Dessous-Händler züchtete in seinem Betriebsgelände in Berlin Marzahn kiloweise Marihuana. Er bezog sogar tausende Euro an Corona-Soforthilfe für das Unternehmen.

Am 21. April diesen Jahres fand eine Razzia am Firmensitz „Zur Alten Börse“ von Ben K. (42) statt. Es wurden aber keine heißen Dessous gefunden, sondern 19 Säcke mit Cannabis und 973 Cannabis-Pflanzen, die prächtig vor sich hin wuchsen.

Der 42-Jährige kam am 19. Juni in Haft, weil zwei seiner „Mitarbeiter“ gegen ihn ausgesagt hatten. Die zwei Mädchen (16, 17) gaben an, dass der Beschuldigte ihnen Ecstasy („lila Barcelona“) gegeben hatte.

Für den Unternehmer, der bereits 18 Einträge in seinem Strafregister hat, sind das alles „minder schwere Fälle“. Die in Berlin geltende geringe Menge von 15 Gramm wurde aber deutlich überschritten: und zwar um das 120-fache!

Nach langen Verhandlungen stand schließlich fest, dass der Beschuldigte maximal drei Jahre und neun Monate ins Gefängnis muss. Aber nur, wenn er gesteht und mit der Einziehung des Anbau-Equipments und dem Geld einverstanden ist.

Die Staatsanwältin sagte: „Die Corona-Soforthilfe wurde Ihnen ja gelassen.“ Daraufhin nickte Ben K. und gab an, dass er diese wegen Umsatzeinbußen beantragt hatte. 14.000 Euro wurden genehmigt, wovon direkt 7.000 Euro bar abgehoben wurden. Mit 2.000 Euro davon hat er einen Rechtsbeistand beauftragt.

Ben K. Gab die Tat zu, sodass die minderjährigen Azubis nicht aussagen mussten. Mit einer machte er eine Bootsfahrt über die Spree. Die andere packte aus und sorgte für die Verhaftung. Vielleicht war sie ja eifersüchtig.

Quelle: bz-berlin.de

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