Carl Craig inszeniert Kunstinstallation in ehemaligem Polizei-Lager

Carl Craig inszeniert Kunstinstallation in ehemaligem Polizei-Lager

Techno-Pionier Carl Craig und das Museum of Contemporary Art (MOCA) feiern dieses Wochenende mit Kunstinstallationen den Club als Ort der Gemeinschaft, der Befreiung und der Transzendenz feiert.

Genutzt wird dafür ein 40.000 Quadratmeter großes ehemaliges Polizeiautolager in Little Tokyo, Los Angeles. „Party/After-Party“ ist bereits Craigs zweite Auflage und nutzt Klang und Licht, um den Verlauf einer Nacht im Leben eines DJs zu skizzieren.

Thematisch bewegt sich das Ganze vom Auftauchen der Menschenmassen über das Pochen und Stroboskopieren der Party bis hin zur Einsamkeit und den körperlichen Auswirkungen – z.B. wie Tinnitus -, die damit einhergehen. Ein „Kontrast zur glamourösen Wahrnehmung des tourenden Musikers“, so Craig.

Das Werk basiert auf sich überschneidenden Klangschleifen, die über eine Reihe von Lautsprechern im Raum verteilt werden und so programmiert sind, dass jeder 30-minütige Zyklus anders ist. Vier LED-Säulen bilden ein minimales visuelles Gegenstück zur Musik.

„Ich möchte, dass die Leute von den Klängen angezogen werden“, sagt der 53-Jährige in einem Interview. „Es gibt Klänge, die aus fast jeder Ecke des Raumes kommen, Flüstern, Klänge, die über den Kopf fliegen. Ich hoffe, es überrascht die Leute.“

Obwohl „Party/After-Party“ seine Wurzeln in der Underground-Tanzkultur hat, stellt Craig klar, dass er das Museum nicht einfach in einen Club verwandeln will. Vielmehr ginge es um das Gefühl der Solidarität und Freiheit, das sie vor allem den schwarzen und queeren Gemeinschaften bot.

Um diese Verbindung zu festigen, wird die Show an drei Abenden musikalische Darbietungen von Craig und Freunden, Kollaborateuren und Partnern wie DJ Holographic, King Britt, Moritz von Oswald, Kenny Larkin und anderen bieten.

Quelle: Hyperallergic

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