Außer dem Coveralbum „Jukebox“ ist seit 2006 kein neues Material von Charlyn Marie Marshall aka Cat Power erschienen, umso mehr hat ihr neues und neuntes Werk „Sun“ unsere Aufmerksamkeit verdient. Das bekommt es schon durch die veränderte Optik der Künstlerin, die sich im Coverartwork niederschlägt. Die langen Haare sind einer Kurzhaarfrisur gewichen. Der ganze Look wirkt extrem unaufgeregt. Und auch akustisch ist einiges neu. Electropoppiges statt Lo-Fi-Singer/SongwriterÄsthetik, wäre Cat Power doch zu früheren Zeit wohl eher nicht in den regulären Reviews eines FAZEmag vertreten gewesen. Diesmal hat sie es „verdient“, was nicht allein daran liegt, dass Franzose Philippe Zdar (Cassius) hier seine Produktionsfinger im Spiel hatte. Und so gesellen sich zu Chans wohlklingender Stimme und einer teilweise zurückgenommenen Instrumentierung Synthesizer und elektronische Backings, wie z.B. beim Titeltrack „Sun“. All das gepaart mit ihren wie üblich ganz besonderen Songwriting-Künsten ergibt ein wundervolles Album, das sich ins Cat Power-Gesamtbild einfügt, und doch von ihm abhebt. 9 Points NicolA

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