CERRONELP231014

Den guten Cerrone aus den 70ern haben heute nur noch wenige auf dem Schirm. Dabei war er einer der Protagonisten, der, vergleichbar mir Giorgio Moroder, für einen speziellen, durch Synthies geprägten Disco-Sound stand. 30 Millionen verkaufter Tonträger sprechen, ebenso wie Sample Credits von RUN DMC oder den Beastie Boys, eine deutliche Sprache. Auf der Doppelcompilation finden sich neben den Hits “Supernature“ und “Love In C Minor“ auch Bearbeitungen von Beth Ditto mit The Shoes in schwülstiger Minimal-Perkussion-Optik und unterschiedliche Projekte von Cerrone wie Konga, Don Ray oder BOF Brigade Mondaine I. Mal perkussiv (“Africanism“), dann den dicken Disco-Bass stressend (“Club Underworld“), spielt er die Tastatur der 70er Tanzkultur perfekt. Kein Wunder, dass er auch als einer der Erfinder von Disco gehandelt wird. Denn, wer Disco sagt, muss auch Cerrone sagen. 8/10, Cars10.Becker.