Der Wuppertaler Charles Petersohn veröffentlicht nach 18-jähriger Pause wieder eine EP, die auf dem Münchner Compost-Label erscheint. Eine gute Wahl, denn die Petersohn’schen Klangkosmen passen hervorragend in das Setting des Labels. Er hat sich für de sechs Track der Vinyl-EP (digital gibt es drei weitere Versionen) teils prominente Unterstützung gesucht, so ist bei beim Titeltrack „Children Of Zu Zu“ neben People of Tala’aga und Samoa auch Roberto Di Gioia dabei, der im Compost-Universum auch kein Unbekannter ist. Der Track pendelt sehr smooth newjazzig und sehr deep durch Key-Wellen, geleitet von afrobrasilianischen Beats und entspannten Vocal-Fragmenten und einer herrlichen Sommeraura. Diese zieht sich eh durch die ganze EP, auch bei „Schmetterlinge Im Bauch“ – wieder mit Di Gioia -, das in ähnlich Fußstapfen tritt, aber etwas beatgetriebener, kosmischer ist. „Love In Space“ (feat. Jana) ist eine kleine Spielerei, Improvisation mit sanften Keybord- und Bläserfragmeten, bevor es dann mit „Zu Zu Music“ (feat. Mickey Neher, AdaSoul and Narjara Thamiz) Richtung Dancefloor bei Sonnenaufgang geht, mit hypnotischen Sounds, getriebenen Drums und einer funkelnden Atomsphäre. „Myth Versus Reality“ pulsiert rhythmisch zwischen Afro und Latin, auch fein mit deeper Note, bvor der zweite Teil von „Love in Space“ kommt – anknüpfend an Pt. 1 mit dezent aufploppenden Beats. 9/10 Tech Guardiola
