
Die House-Musik-Szene Chicagos trauert um Joe Dale, den Mitbegründer des legendären Plattenladens Gramaphone Records.
Die Nachricht seines Todes wurde am 26. März von Gramaphone über soziale Medien bestätigt. In der Mitteilung bezeichnete das Label ihn als „unbesungenen Helden der House-Musik“. Die genaue Todesursache wurde nicht bekannt gegeben.
Gemeinsam mit Carl Borowski eröffnete Dale 1969 Gramaphone in Lincoln Park. Ursprünglich als allgemeiner Plattenladen konzipiert, entwickelte er sich unter Dales Führung in den frühen 1980er Jahren zu einem Hotspot für elektronische Musik.
Sein Fokus auf House, Techno, Drum & Bass, Disco und Hip-Hop machte Gramaphone zu einer zentralen Anlaufstelle für DJs und Musikliebhaber. Nun würdigten sie ihren Gründer mit den Worten:
„Seine Entscheidung, Gramaphone von einem gewöhnlichen Plattenladen zu einem Laden zu machen, der sich ausschließlich auf elektronische Musik konzentriert, hat Chicago und die Welt verändert.“
Über Jahrzehnte hinweg bildete Dale dort junge Musikbegeisterte aus und half dabei, die nächste Generation von DJs und Produzenten zu formen. Auch The Blessed Madonna fand bewegende Worte:
„Wenn die Leute davon sprechen, auf den Schultern von Giganten zu stehen, dann ist es das, was es bedeutet.“ Damit unterstreicht sie Dales nachhaltigen Einfluss auf die House-Musik-Kultur.
Auch Cassy, Paula Tape, Kaskade und viele weitere Künstler bekundeten in den Kommentarspalten ihr Beileid und zeigten sich betroffen. „Eine der coolsten und authentischsten Figuren der Chicagoer Musikkultur“, schreibt Ron Trent und führt fort:
„Er war immer sehr konsequent respektvoll zu mir und ich werde das nie vergessen. Ohne seine Hände hätten sich die vielen Talente aus Chicago nicht so entfalten können, wie sie es getan haben. Bescheidenheit und guter Charakter. Das werde ich an ihm immer in Erinnerung behalten. Möge sein Weg gesegnet sein.“
Quelle: Resident Advisor
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