
Ultravox, Gary Numans Tubeway Army, OMD, Tears For Fears … Die Liste einflussreicher 80er-Bands, deren erste Hits sich auf die charmanten Plockersounds der Roland CR-78 stützen, ließe sich seitenlang fortsetzen. Irrsinnig hoch sind die Preise für ein gebrauchtes Original heute auch, weil der „ComputerRhythm“ als erster programmierbarer Drumcomputer überhaupt und als direkter Vorläufer der TR-808 gilt. Wie schon bei anderen Klassikern entzieht Behringer auch dieser Preisentwicklung mit einem Clone den Boden. RD-78 heißt das Geschöpf des deutschen Herstellers, basierend auf den originalgetreuen analogen Schaltungen der CR, verpackt als handliches Pultgerät in Gestalt einer schwarzen TR-606.
Als Klänge besitzt es natürlich die stilprägenden 14 Instrumente des Originals, darunter die Bongos und Cangos, Cowbells, das Tamburin sowie die unverkennbare „Ratschgurke“ Guiro. Hinzu gesellt sich als Extra eine Clap im Stil der TR-909. Das integrierte 16-Step-Sequencer-System ermöglicht den Echtzeit-Zugriff auf bis zu 32 Patterns, die sich zu Songs mit bis zu 250 Takten Länge kombinieren lassen. Außerdem lassen sich Drum-Fills, Breaks, Fades, Balances, Akzente und Lautstärken direkt einstellen. Wer die Ausdruckskraft einzelner Klänge steigern möchte, kann sie über einen der insgesamt zehn Einzelausgänge ableiten und bearbeiten. Als Anschlüsse sind weiterhin ein Master- und Headphone-Out, MIDI als DIN und USB, Sync-In/Out sowie Fußschalter-Ports vorhanden. Die Kosten für eine RD-78 belaufen sich auf lediglich 180 Euro.
Aus dem FAZEmag 163/09.2025
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