Symbolbild


Die Social-Network-App Clubhouse startete während der Coronakrise so richtig durch. Auf der Audio-Plattform mit innovativen Funktionen können Nutzer in digitalen Räumen live miteinander kommunizieren. Der Wert der App stieg rasant an, mittlerweile beträgt er rund 4 Milliarden Dollar (Stand: 17. Juni). Doch es gibt nicht nur Lob, sondern auch reichlich Kritik für Clubhouse: Wegen mangelndem Datenschutzes und weiterer rechtlicher Mängel wird die Plattform teilweise stark angeprangert. Ein neuer Vorfall könnte die Kritik nun noch einmal befeuern.

Wie das Portal „Golem“ berichtet, werden aktuell die Daten ALLER Clubhouse-Konten im Darknet angeboten. Dies entspreche etwa 3,8 Milliarden (!) Telefonnummern und Kontakten, so Security-Forscher Marc Ruef via Twitter.

In einem Darknet-Forum stehen die Telefonnummern nun offenbar zum Verkauf, und werden dabei nach ihrer Wichtigkeit eingestuft. Der Anbieter schreibt: „Mit dieser Punktzahl waren wir in der Lage, die Größe eines Netzwerks jeder Telefonnummer der Welt zu ermitteln. Wir können daher ein nationales und internationales Ranking jedes Menschen und jeder Organisation durchführen.“

Sollte sich dieses Datenleck tatsächlich bewahrheiten, wäre dies nicht der erste Vorfall dieser Art bei Clubhouse. Vor einigen Monaten wurden bereits einmal 1,3 Millionen Datensätze preisgegeben. Diese enthielten persönliche Informationen der User. Gemeinsam mit dem Leak der Telefonnummern könnten einige der betroffenen Konten theoretisch nun mit zusätzlichen Informationen angereichert werden.

Müssen Clubhouse-Nutzer sich jetzt also große Sorgen um ihre persönlichen Daten machen? Die Presseagentur der Plattform versucht jedenfalls die Gemüter zu beruhigen und hat sich mit folgendem Statement zu Wort gemeldet: „Es gab keinen Datenleak bei Clubhouse. Es gibt eine Reihe von Bots, die Milliarden von zufälligen Telefonnummern generieren. Für den Fall, dass eine dieser zufälligen Nummern aufgrund eines mathematischen Zufalls auf unserer Plattform existiert, gibt die API von Clubhouse keine benutzeridentifizierbaren Informationen zurück. Datenschutz und Sicherheit sind für Clubhouse von größter Bedeutung und wir investieren weiterhin in branchenführende Sicherheitspraktiken. Clubhouse verwendet keine Cookies, trackt keine Benutzer und verkauft keine persönlichen Daten an Dritte.“

Was meint ihr? Was ist dran an den Vorwürfen?

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Quelle: Golem