
Ein weiterer Rückschlag für das Nachtleben: Der Techno-Club B1 hat seine Türen endgültig geschlossen – aufgrund mangelnden Interesses und einer zunehmend ausgedünnten Clubszene. Betreiber Konstantin Bauer gab über den Instagram-Account des Clubs bekannt, dass sich der Betrieb in der Stadt wirtschaftlich nicht mehr lohne und das B1 daher aufgelöst wurde. Dies verdeutlicht erneut, wie schwer es Clubs außerhalb der Metropolen derzeit haben.
Das B1 war vor rund einem Jahr als Nachfolger der legendären Kultdisko Amadeus wiedereröffnet worden und sollte frischen Wind in die lokale Techno-Szene bringen. Trotz vielfältiger Veranstaltungsformate und teils bekannter Acts blieb der erhoffte Zuspruch laut Betreiber aus. Leere Straßen an den Wochenenden und ausbleibende Besucherzahlen setzten dem Konzept zunehmend zu.
In der Club-Mitteilung heißt es, man habe „alles Mögliche versucht“, um den Betrieb aufrechtzuerhalten – doch die Stadt biete derzeit zu wenig Grundlage für ein aktives Nachtleben. Ob und wann das B1 an einem anderen Standort wiedereröffnet wird, ist bislang unklar.
Die Schließung des B1 reiht sich in eine Serie weiterer Club-Aus in Ingolstadt ein: Nach dem Ende der Diskothek Suxul und weiterer Locations bleibt in der Innenstadt nur noch ein kleiner Rest an Ausgeh-Optionen. In Fachkreisen wird die Stadt inzwischen sogar als „No-Club-Zone“ bezeichnet.
Das Aus des B1 zeigt einmal mehr, wie fragil Clubkultur abseits der großen Metropolen geworden ist.
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