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Ein wunderschönes Album liefert die französische Multiinstrumentalistin Cecile Schott mit ”Captain Of None“ dieser Tage ab. Mit ihrer fantastischen Stimme und einem barocken Saiteninstrument (Viola Da Gamba) umgarnt sie des Hörers Ohr und braucht sich mit warmen Klängen nicht einzuschmeicheln, das kommt von ganz allein (“I’m Kin“). Der zweite wichtige Aspekt ist die Rhythmik, die sich durch Perkussions und prominente Bässe manifestiert. Im Zusammenspiel mit der Stimme eine übersinnliche Erfahrung (“This Hammer Breaks“). Während auf ihren bisherigen Werken Loops und minimale Kompositionen das Klangbild prägten, besinnt sie sich hier auf die Stärke ihrer Stimme und das Instrument. In einem Popkontext gehalten, dringt sie in Dubwelten vor und erforscht Delay und Echoeffekte (“Eclipse“). Das macht sie wunderbar wie auf “Soul Alphabet“ und man ist erstaunt, dass nach acht Stücken in 40 Minuten schon alles vorbei sein soll. Ein außergewöhnliches Album einer außergewöhnlichen Künstlerin. 9/10, Cars10.Becker.