V. A. – Winter Tales (Deutsche Grammophon)

  Das etwas andere Weihnachts- und Chanukka-Album aus dem Hause Deutsche Grammophon. Zwölf Acts aus dem Bereich „New Repertoire“ interpretieren alte Lieder auf ihre Art und sehr persönlich neu, dass hier sehr interessante Hybride zwischen Tradition und Moderne. Einen sehr intimen Einstieg liefern die Eno-Brüder Roger und Brian mit „Wanting to Believe“ (Oh Holy Night), Peter Gregson, der gerade sein Album „Patina“ veröffentlicht hat, folgt mit sphärischen, Engels-gleichen Klängen. Der isländische Pianost und Komponist Vikingur Ólafsson gibt sich mit dem traditionellen Liedgut seiner Heimat sehr zurückhaltend und umarmend, während Hania Rani & Dobrawa Czocher unbeschwert mit Streicher- und Pianoklängen...

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Disclosure – DJ Kicks (!K7 Records)

Dass man mit House einiges anstellen kann, haben Disclosure schon mehrfach in ihrer Vergangenheit bewiesen. Auf dem neuen DJ-Kicks-Mix wollen die britischen Brüder nun laut eigenen Aussagen ihre „verschwitzte Keller-Rave-Seite“ zeigen, und beweisen gemeinsam mit den anderen, von den zweien ausgesuchten Künstlern wie Arfa x Joe oder Harry Wolfman, wie vielfältig House sein kann. Die Platte beginnt mit dem atmosphärischen „Recollection“ von Pépe und zieht einen wie ein Strudel aus Synths dann in den Mix. Hört man sich einmal von Beginn bis Ende durch, fühlt man sich tatsächlich verschwitzt und wie nach einen Rave. Es wird viel mit Atmosphäre...

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V. A. – TOTAL 21 (Kompakt Records)

Alles Jahre wieder, mittlerweile im 21 Jahr, heißt es bei Kompakt Records: „TOTAL“. Und das finden wir total gut. Die Werkschau des Kölner Kultlabels gibt wie gewohnt musikalisch sehr bunt und abwechslungsreich, hier preschen nicht nur die Beats nach vorne, nein, hier geklöppelt, herumexperimentiert und akustisch gezupft – wie direkt beim Opener „La Guitarra Romantica“ von Kompakt-Urgestein Jürgen Paape. Danach geht es dann zügiger zur Sache, Michael Mayer gibt sich „Happy“ mit seinen blubbernden Soundscapes, Patrice Bäumel liefert einen berauschenden Remix von Kollmorgens „You Are The“ ab, Sascha Funke wogt sich elegant und melodiös durch „Fasson“ und Robag Wruhme...

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Jayda G – DJ-Kicks (!K7 Records)

  Die nächste Runde „DJ-Kicks“ liefert uns Jayda G. Die Kanadierin, die 2019 ihr gefeiertes Debütalbum „Significant Changes“ auf Ninja Tune veröffentlichte, nimmt uns mit auf eine Reise, die vor allem durch Nostalgie geprägt ist. Schon ihre Vorabsingle „All I Need“ ließ nicht nur musikalisch daran keinen Zweifel, zeigt der dazugehörige Videoclip doch auch Bilder eines Raves in den 90er-Jahren in ihrer Heimat British Columbia. Bei aller Nostalgie bleiben aber auf der „DJ-Kicks“ freshe und neue Tunes nicht außen vor. Jayda G, mittlerweile in Berlin ansässig, verbindet diese Tracks, die alle jeweils an eine gewisse Erinnerung geknüpft sind, sehr...

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V. A. – 20 Years Cocoon Recordings (Cocoon Recordings)

Das traditionsreiche Frankfurter Cocoon-Label blickt mit dem brandaktuellen Label-Sampler auf seine 20-jährige Erfolgsgeschichte zurück. Konzeptionell kommen dabei etablierte Weggefährten des Labels mit neuen, exklusiven Produktionen am Puls der Zeit zusammen, die in insgesamt 15 Stücken wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass die Marke Cocoon vordergründig vor allem für eines steht, nämlich die Weiterentwicklung der elektronischen Musik. Die musikalische Umsetzung beginnt mit Rampas „2000“ zunächst sehnsüchtig im Stile des Broken-Beat-Techno. Die Kernaussage „2000 – Unsere Zeit, unser Gefühl“ brennt sich dabei nachhaltig ins Gedächtnis. Das anschließende „Departure“ verharrt in dieser wehmütigen Stimmung, ehe Solomun sowie Gregor Tresher wunderbar zum...

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T99 – Anasthasia/The Remixes (Arkham Audio)

Die jüngeren unter euch werden T99, belgisches Techno-Duo bestehend aus Patrick de Meyer und Olivier Abbeloos, nicht kennen. Aber glaubt mir, Anfang der 1990er Jahre tanzte die ganze Rave-Welt zu den Sounds der Beiden. 1991 erschien ihr Überhit „Anasthasia“, der eine Mischung aus Klassik, Happy Hardcore und Techno bot und zu einer Rave-Hymne wurde. Für Radio-Sender gab es sogar eine Rap-Version. Zusammen mit Human Resource waren T99 die Helden dieser Zeit. Dieser Tage ist auf Arkham Audio ein gigantisches Remix-Paket mit Remixes von Dave Clarke, Chris Liebing, Truncate, Coyu, JoeFarr, Secret Cinema, Oliver Deutschmann, Madben, CYRK, D. A.V.E. The...

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Avalon Emerson – DJ-Kicks (!K7 Records)

Im Jubiläumsjahr der „DJKicks“-Reihe – 25 Jahre werden gefeiert – liefert die aus Arizona stammende US-Amerikanerin Avalon Emerson die neue Ausgabe ab und folgt damit auf Mr. Scruff. 20 Tracks hat Emerson versammelt, sie startet mit einer eigenen Coverversion des Songs „Long Forgotton Fairytale“ von The Magnetic Fields ganz entspannt singend in ihren Mix, der auch weitere eigene Tracks, Edit und Remixe umfasst und musikalisch einen Bogen zwischen House, Rave, Italo und Indie spannt, der sich zwischen Retro und Heute bewegt. Eine Essenz der letzten Jahre ihres Auflegens, wie sie anmerkt. Und das ist wirklich sehr gut anzuhören. Geschmackvoll...

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Kontor Top Of The Clubs – 80s Rare Grooves (Kontor Records)

Was wäre die heutige Tanzmusik – speziell House – ohne Disco, Soul und Funk? Ich beantworte die Frage mal für euch – NICHTS. Insofern ist es nur logisch und zu begrüßen, dass Deutschlands #1-Marke für Club Sound den funky und groovy Sound der 1980er Jahre in drei exklusiven DJ-Mixen präsentiert. Und hier reiht sich wirklich ein Klassiker an den nächsten. Ohne Witz, diese Zusammenstellung ist existentiell für den jeden Liebhaber zeitlos-guter Musik. Wir treffen hier auf legendäre Tracks von Gwen Guthrie, Chic, Jocelyn Brown, Earth, Wind & Fire, McFadden & Whitehead, Chaka Khan, Kool & The Gang, Donna Summer,...

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V. A. – TOTAL 20 (Kompakt Records)

Zwei Dekaden TOTAL – eine kölsche Tradition. Das Kölner Label Kompakt Records feiert ein kleines Jubiläum mit der neuen Ausgabe der TOTAL-Reihe. Eine kunterbunte Musikmischung von langjährigen Stammkünstlern, Neuzugängen und Freunden des Hauses. Robag Wruhme macht den Anfang mit „Calma Calma“, das mit seiner Spoken-Word-Einlage und seinen verträumten Beats eine epische Aura ausstrahlt – das ist schonmal ein guter Anfang. Und – es wird nicht schlechter. Der Amsterdamer David Douglas mit seinem verqueren Beats und Synthies knackt und knistert sich durch Gehölz, Kölsch mit seinem „Remind You“ versprüht seinen typisch-charmanten Sound as usual und wirk dennoch freeestyliger. Kittin und...

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Kemistry & Storm – DJ-Kicks (!K7 Records) (Reissue)

21 Jahre ist es her, dass Kemistry & Storm eine der, wenn nicht sogar die wichtigste Ausgabe der DJ-Kicks-Reihe zusammenstellten. Zum 25. Jubiläum der Serie legt !K7 ein Reissue nach, das auch als Reminiszenz an Kemistry, die wenige Monate nach der Arbeit an diesem Mix bei einem Autounfall ums Leben kam, verstanden werden kann. Der Mix selbst ist – und wir sprechen hier von einem reinen Vinyl-Mix – schlichtweg perfekt. Sauberes Handwerk trifft auf eine Selection, die Drumandbass in beinahe seiner ganzen Bandbreite präsentiert. Entsprechend subgenre-übergreifend lesen sich auch die Namen der vertretenen Artists, u. a. Dom & Roland,...

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V. A. – 001 VA Compilation (Operandi)

Mit Operandi geht ein neues Technolabel an den Start – ins Leben gerufen wurde es passenderweise vom amerikanischen Technohead Modus im März dieses Jahres. Die sieben folgenden Tracks dürften den meisten Ravern auch im Quarantäne-Off reinlaufen, denn hier bekommt man tooligen Druck serviert, bisweilen mit spacigen, aber auch stark funktionalen Anlei- hen. Auf jeden Fall Futter für die nächste Session im eigenen Wohnzimmer – oder wenn der Lagerkoller droht! Mit Allen Feytors „Nocturnal” und Vince Weyns Beitrag „In der Nacht” haben es auch zwei Acts aus Deutschland auf das erste Labelrelease geschafft. Übrigens, wer mehr über die Hintergründe des...

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John Digweed – Quattro (Bedrock Records)

Es ist ein bunter musikalischer Mix – bestehend aus vier Teilen und 45 Tracks –, der von House-Legende John Digweed zusammengestellt und gemixt wurde und das weite Spektrum seines Labels Bedrock Records repräsentiert. Die mit “Quattro” betitelte Compilation umfasst vier Teile, die trotz ihrer Diversität wie Puzzleteile zusammenpassen. Es ist naheliegend, weshalb die Nummer eins “Soundscape” heißt. Sie spielt mit Nuancen von Ambient, driftet über in Downtempo-Passagen und weist einen starken Filmmusik-Charakter auf. Alles Genres, die für eine gewisse Weite und Tiefe in ihrem Sound stehen. Eine Fusion aus Deep-Techno, rotzigen Nu-Disco und hypnotischen House bildet den zweiten Teil...

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