Peggy Gou – DJ-Kicks (!K7 Records)

Die Wahlberlinerin Peggy Gou, geboren und auf gewachsen in Südkorea, hat in den letzten zwei, drei Jahren einen kometenhaften Aufstieg hingelegt, der mit ihrer „DJ-Kicks”-Ausgabe – der 69. insgesamt – einen vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. 18 Tracks hat sie um sich gescharrt und dabei weder auf Alter, Tempo (90 bis 150 BPM) noch auf Genre Rücksicht genommen – Disco, House, Techno, Electro und ein bisschen Ambient. Damit beginnt dann auch ihre Reise, mit einem Track aus den frühen 90ern von Spacetime Continuum, mit breiten und epischen Flächen, etwas Gezwitscher, bevor sie den eigenen Track „Hungboo” einfließen lässt, der mit...

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V. A. – Digital Kabar (InFiné Music)

Get ready for some Groove! Diese Compilation kombiniert afrikanische Einflüsse mit treibendem Elektro-Sound und das Ergebnis begeistert mit Vielseitigkeit. Hier findet man Techno-, House-, Electronica- und Dubstep-Beats jeglicher Coleur, die alle unglaublich nach vorne gehen und mit Sounds des afrikanischen Kontinents die Soundpalette elektronischer Musik unglaublich bereichern. Viele der 18 Künstler auf dem Release sind afrikanischer Herkunft und deswegen ist der Sound nicht einfach nur „Afro-House“, also House mit ein paar Trommeln, sondern eine ganz eigene Interpretation des Dance-Sounds. Hier ist für wirklich jeden etwas dabei. 10/10 Basti...

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Djuma Soundsystem – Body Language Vol. 21 (Get Physical Music)

Die 21. Körpersprachen-Ausgabe kuratiert Djuma Soundsystem. Entsprechend darf sich der Rezipient nicht wundern, dass 16 der 19 Titel vom Norweger selbst stammen, häufig in Form von Remixen bedeutender Wegbegleiter des modernen Musikzirkus, aber auch eigene Tracksvon Malente, Oliver Schories oder Robosonic. Die Gesamtstimmung ist anfangs in ein ätherisches und moody Licht getaucht, nimmt danach schnell clubbige Fahrt auf, wenn Mo Black Hand an “Anyimo“ legt oder Tribals (“Drowning“) das Klangbild verändern. Erster Megakracker von Lars Moston & Malente, dessen “Near Me“ im „Benn Finn Remix“ durch die Decke geht! Tribals genießen höchsten Stellenwert und schimmern an jeder Stelle dieser...

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V. A. – 10 Years of Monkeytown (Monkeytown)

Irgendwie kommt es mir vor, als gäbe es Monkeytown schon immer, aber anscheinend sind es doch erst zehn Jahre. Zu diesem Anlass gibt es eine Compilation, die noch einmal zeigt, wie auf diesem Imprint Spaß an Experimenten und Floor-Funktionalität zusammengebracht wurde. Und wie vielschichtig dieses Spannungsfeld sein kann. Mit dabei sind Alex Banks, Robot Koch, Dark Sky, FJAAK, Shed, Redshape, Mouse On Mars, Siriusmo, Anstam, Otto Von Schirach und natürlich Modeselektor. Das heißt man kann sich verlässlich auf pulsierende Ambients, hybride Beatstrukturen, treibenden Electronica, galoppierenden Techno, verzerrte Grooves, spacige Sequenzen und bassgeschwängerte Dub- Tunes freuen. Wir brauchen nochmal zehn...

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Jochen Distelmeyer – Coming Home (Stereo Deluxe)

Der Sänger Jochen Distelmeyer wurde vor allem als Frontmann der einflussreichen Pop-Formation Blumfeld („Tausend Tränen Tief“) bekannt, ließ nach deren Auflösung auch noch Soloalben folgen. Die Compilation-Reihe „Coming Home“ präsentiert Musiker und ihre Lieblingssongs, die Songs, die einen großen Einfluss auf ihre eigene Musik und Musikerwerdung hatten und haben. Dabei ist es ganz egal, aus welchem Genre der Präsentator kommt, es geht um die Geschichte, die er erzählen kann. Bisher waren das u. a. DJ Hell, Nouvelle Vague, Tocotronic und Sven Väth. Nun also Blumfeld, der für seinen Start mit SYPH eine Punk-Combo der ersten Stunde auswählt und dann sehr elegant durch Epochen und Genres gleitet, um von seiner musikalischen Sozialisation zu erzählen. Und dazu gehören auch Andreas Donau, Missy Elliot, Kris Kristofferson oder Justus Köhncke. Immer die Augen auf das große Ganze gerichtet, nie den Tunnelblick, viele Facetten der Musik abgedeckt. Das ist großes Kino hier, fügen sich die Songs doch auch überraschend gut zusammen. Und das Finale, es ist eigentlich unfassbar, die ewige Doris Day (mit Paul Weston & His Music From Hollywood) singt „Dream A Little Dream Of Me“. Schnüff. 10/10 Cherry...

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fabric presents Kölsch (fabric)

Kölsch ist der zweite Artist, der die neue „fabrix presents“-Reihe kuratiert. Der dänische Musiker verfolgte dabei das Konzept, die viele Zeit im Flugzeug produktiv zu nutzen und in Reisehöhe zehn Tracks zu skizzieren. Diese sind auf der Compilation nach den Flugnummern benannt und in einer bezaubernden Art und Weise arrangiert. Kölsch lässt Raum für jegliche Emotion, schafft es dennoch, dass kein Fuß beim Hören stillhalten kann. Zwischen großen Flächen und überdimensionalen Soundscapes finden sich winzige Details und feinste, kleinteilige Spielereien. Die Track-Selection nimmt immer weiter an Fahrt auf, doch es bleibt Zeit zum Atmen. Kopfhörer auf und genießen! 10/10...

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V. A. – WAV10-95 (Modularz)

Die amerikanische Westküste, bekannt für ihre Hollywood-Produktionen, das Silicon Valley oder den ein oder anderen Synthesizer-Pionier, hatte lange Zeit eines nicht: ein ernstzunehmendes Techno-Label. Im Jahr 2009 sollte sich dieser Zustand jedoch ändern. Eine Gruppe aufstrebender Künstlern tat sich auf, um qualitativ hochwertigen Techno in die Welt zu tragen. Allen voran Mastermind Developer, der mit der Zusammenstellung der hier vorliegenden Label-Compilation das nunmehr 10-jährige Bestehen von Modularz zelebriert. Den Anfang macht dabei das Berliner Einmannprojekt CNCPT mit dem reduzierten Techno-Track „New Science And Telekinesis 10“. Der anschließende Beitrag von Merino fällt etwas hypnotischer aus und leitet das spacige „Mars...

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Purple Disco Machine – Glitterbox Discotheque (Glitterbox)

Tino Piontek aka Purple Disco Machine bringt uns den Sommer: Seine „Discotheque“-Mixcompilation ist voll mit funkigen, souligen Beats von Künstlern wie Bob Sinclair, Mousse T., Herbie Hancock oder Tiga. PDM selektierte hier eine Disco-Bombe nach der nächsten mit groovenden Drums, wirbelnden Stabs, bezaubernden Vocals und nostalgischen Chords. Breites Lächeln auf dem Floor gibt es hier auf Rezept! Das Mixtape ist mit großer Sorgfalt kuratiert und der deutsche Disco-Wizard outet sich als absoluter Connaisseur dieser Spielrichtung elektronischer Musik: Classics treffen auf brandneue Releases, offensichtliches trifft auf absolute Underground-Hits. Die perfekte Mischung von hookigen und undergroundigen Klängen gibt es auch in...

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V. A. – Parquet Recordings 200 (Parquet Recordings)

Vier Jahre ist es nun her, dass das Stuttgarter Label sein 100. Release veröffentlicht hat, zum 200. gibt es nun eine ganze Compilation. Veröffentlichungen wie am Fließband – ob da die Qualität wohl leidet? Keinesfalls, wie diese Platte beweist. Das mit zehn Tracks gefüllte Release gibt nicht nur bekannten Label-Gesichtern eine neue Chance, sondern bietet auch internationalen Newcomern eine große Bühne. Insgesamt erreichen die Titel, wie vom Label gewohnt, eine verträumte Ebene, die einen auf der Tanzfläche gern mal in Trance versetzen kann. Dennoch lassen sie sich in zwei formgebende Kategorien einteilen: zum einen sind es Tracks wie „White...

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WhoMadeWho – Watergate 26 (Watergate Records)

WhoMadeWho ist für seine vielseitige Musik bekannt, da sie von Indie über Pop zu Techno viele verschiedene Elemente in ihren Liedern verwenden. Deswegen ist keiner besser für Watergate 26 geeignet, als dieses Dreigestirn. Mit diesem 87-minütigen Mix präsentieren sie 19 brandneue und exklusive Lieder verschiedener Künstler, wobei auch welche von ihnen mit dabei sind. Die Klangpalette reicht von weiten Atmosphären und verhallten Flächen zu psychedelischen Klängen und himmlischem Gesang, der wohlgeformte Harmonien und Melodien bildet. Aber auch klassische Synthies wurden hier adäquat eingesetzt. Die Übergänge wurden ebenfalls grandios gestaltet. Alles fühlt sich an als wäre es aus einem Guss....

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Fabric presents Bonobo (Fabric Records)

„Fabric presents“ ist die nagelneue Mixreihe der britischen Technoinstitution, die nach 100 Editionen den „Fabric“- und „FabricLive“-Mix abgelöst hat. In jedem Quartal wird nun eine feine Selektion gemixt releast sowie die einzelnen Tracks ungemixt. Jetzt aber zur eigentlichen Sache: Multiinstrumentalist, Ausnahmeproducer und DJ Bonobo kuratiert die erste Ausgabe! Aus den Boxen tönen organische, verspielte, lebendige, groovige und pumpende Sounds. Den Anfang macht Bonobo selbst mit der House-Bombe „Boston Common“ und ab dann geben sich Künstler wie Âme (Nia), Will Saul (By Your Side), DJ Seinfeld (Stargard) oder Laurient Garnier die Klinke in die Hand um eine tolle Auswahl abzuliefern,...

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Two Tribes – An Intercontinental Journey In Rhythm (Agogo)

Die moderne Form kultureller Migration bescherte uns kurz nach Weihnachten diese großartige Zusammenstellung von Tobi Kirsch und Ubbo Gronewold. Geschmackvoll, zielsicher und sehr breit aufgestellt sind die beiden mit 12 in Europa lebenden Musikern, die die Wurzeln des afrikanischen Kontinents aufsaugen und mit modernen westlichen Ideen vermischen. Natürlich stehen perkussive Sounds im Vordergrund, die mal ganz klassisch, ursprünglich in der Tradition von Tony Allen polyrhythmisch klingen (Elias Agogo), dann, wie bei Jacob Mafuleni & Gary Gritness, elektronisch modern aufgepeppt werden. Neben Downbeats kommen auch clubbige Sounds nicht zu kurz, wenn Blay Ambolley im Manu Di Bango Stil dubbig trippt....

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