DJ-Kicks – The Exclusives (!K7)

Neben der eigentlich immer famosen Auswahl an Fremdmaterial ist ein weiteres Markenzeichen der unvergleichlichen DJ-Kicks-Reihe, dass der jeweilige Künstler, der mit der Zusammenstellung beauftragt wurde, auch immer einen eigenen, exklusiven Track beisteuert. Die zweite „The Exclusives“ Folge versammelt nun wieder eine Auswahl dieser. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Mit dabei Four Tet, Henrik Schwarz, Kode9, Holden, Motor City Drum Ensemble, Gold Panda, Apparat, Hot Chip, Scuba, Soul Clap und weitere Protagonisten. Exquisite Ware, die tatsächlich auch super als gesamter Hörvorgang funktioniert 9/10...

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Brodinski – FABRICLIVE 60 (Fabric/RTD)

Nummer 60 auf FabricLive kommt vom Franzosen Brodinski. Und der hat den Flow auf 23 Stücken gepachtet. In ersten Teil startet der Mann aus Reims bedächtig und mit SloMo-House: Bicep, Low Jack und Thomas Barfod sind die Protagonisten, mit denen er sich in die Welt des Hörers einschleicht. Bereits hier besticht ein funky Groove. Der kippt mit TWR72 und Sian ins Elektroide und leicht Experimentelle, um dann in der Verquickung von Techno und Elektro mit Samuel L Session, Gesaffelstein, Rejected, Riton und Switch ausdrucksstark in den Vollen zu gehen. Einige der Mixe kommen von Reboot, Paul Woolford oder Sam...

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Blank & Jones – so9os (Soundcolours)

Das halbe Dutzend 80er Jahre ist voll, nun widmen sich Blank & Jones der nächsten Dekade, den 90er Jahren. Auch hier gibt es noch einiges zu entdecken, was jahrelang in irgendwelchen Archiven oder auf längst versunkenen 12inches schlummerte. Dass es in den 90ern weit mehr als nur Eurodance gab, kann man sehr schön in dieser Box entdecken. Zwei CDs mit vielen spannenden Tracks plus die obligatorische Mix-CD. Dieses Mal mit dabei u.a. Saint Etienne (Yeah!), The Farm (Cooool), aber auch Simply Red (Ähem). Schöne Mischung, bei mir mit großem Nostalgiefaktor, und es sind ein paar echte Klassiker dabei. 8 points...

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Back On Track Nicholas: Nu Groove (Needwant)

Gut 20 Jahre nachdem Nu Groove aus New York 1992 seine Labeltätigkeit einstellte, greift der Italiener Nicholas Lammateo die Geschichte wieder auf. Aus über hundert Releases wählte er die für ein Set geeignetsten aus und überarbeitete sowie remasterte diese. Elf Interpreten und Stücke schafften es auf die Playlist für diese Werkschau. House amerikanischer Machart mit und ohne Vocals (Lisa Lee „When Can I Call You?”), mal clubbig (Bäs Noir „I’m Glad You Came To Me“, K.A.T.O. „The Booty Dance”), mal deep (N.Y. House Authority „APT1A“) oder auch mit einem Schuss Chicago versehen (Tech Trax Inc., Rodqui). Diese Zusammenstellung gewährt einen Blick in die Vergangenheit, der nostalgisch schön verklärt, für den Ausblick von House jedoch wenig beizutragen hat. Für Sammler, Historiker und erfahrene Tanzsemester jedoch sicher eine wertige Platte. Tip: Basil Hardhaus 2 Ft. Burrell „Black Man“. 6 Points...

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An-ten-nae Presents Acid Crunk Vol.4 (Muti Music)

Das geladene Gewehr in der Hand, den Grabstein mit der Aufschrift „R.I.P. Dubstep“ zu Füßen… Schon das Cover der „Acid Crunk Vol. 4“ scheut nicht vor Kampfansagen zurück. Was den musikalischen Inhalt betrifft, kann man sich todsicher darauf verlassen, nicht schon wieder mit dem Dogmatismus immer gleicher Wobblebässe konfrontiert zu werden. Vielmehr stehen die Tore erquickend weit offen. Call it Glitch-Hop, Crunk, Post-Dubstep, oder welche Schubladen man auch immer dafür aufziehen möchte. Die 16 Tracks von Griz, Oah, Lynx, Dubvirus, David Starfire. An-ten-nae und Konsorten überzeugen in mehrfacher Hinsicht und belegen, dass der Umgang mit dem futuristischen Bass eben doch weitaus kreativer sein kann, als es manch andere Zusammenstellung vorgaukelt. 7/10...

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Boys Noize – The Remixes 2004–2011 (Boysnoize Records)

Wie schnell die Zeit vergeht, merkt man mal wieder, wenn man sich vor Augen führt, dass Alex Ridha bereits vor sieben Jahren seine Arbeit für und als Kid Alex an den Nagel hängte und sich stattdessen als Boys Noize unter die Leute wagte. Dem musikalischen Imagewechsel folgten zahlreiche Releases und eine beispiellose internationale Karriere, die man jetzt mit den gesammelten Remixen noch einmal Revue passieren lassen kann. Denn nicht nur seine Eigenproduktionen und Alben wie „Oi Oi Oi“ wussten zu überzeugen. Insbesondere Alex‘ Kunst, Tracks unterschiedlichster Herkunft auf seine ganz eigene, laute Art neu abzumischen, fand großen Anklang. Und...

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Forward To The Past 2 – The Acid Flashback (Poker Flat)

Teil Zwei von Steve Bugs Zeitreise. Haben er und seine Weggefährten auf dem ersten Teil noch hauptsächlich Richtung „Jack“ bewegt, so lässt der Untertitel dieser Ausgabe von Anfang keinen Zweifel zu, wohin die Reise dieses Mal geht. Aber wer hier einfache Old School-Bretter (ob echt alt oder neu gemacht) erwartet, der sieht sich getäuscht. Egal ob Motorcitysoul, Sasse, die Snuff Crew, KiNK & Neville Watson oder Bug selbst, die Mischung des alten Flavours mit modernen Stil- und Produktionsmitteln lässt die Tracks eher zeitlos als altbacken klingen. Das macht richtig Spaß und Zeitreise wird nicht zu einem öden eindimensionalen Spektakel....

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Dixon – Live At Robert Johnson Vol. 8 (Live At Robert Johnson)

Na, das nenn ich mal ein Ende mit Stil. Über die Hintergründe wurde ja schon viel gesprochen, aber sowohl für den Abschluss der LARJ-Reihe, als auch für Dixons letzte klassische Mix-CD ist es ein äußerst bemerkenswertes Werk, ein furioses Finale. Dass sowohl der Offenbacher Club, als auch der Berliner DJ für eine ganz besondere Qualität stehen, sollte klar sein und „Live At Robert Johnson Vol. 8“ dokumentiert das eindrucksvoll. Dixon startet behutsam, auf ganzer Linie, kein kurzes innehalten und Vollgas geben, er nimmt sich Zeit. Und so startet der Mix im tiefsten Ambient mit Folk und Kraut (Hauschka, Domenqiue,...

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Wareika – Per Aspera Ad Astra (Connaisseur)

„Durch Mühsal zu den Sternen“ oder „Ohne Fleiß kein Preis“, bedeutet ihr Albumtitel. Ein Motto, was sich das Trio aus Hamburg sehr zu Herzen nimmt. Viele Gigs, zwei Alben im letzten Jahr, diverse Singles und einige Remixe, die sie hier nun auf diesem Album versammeln inkl. einer exklusiven Nummer, ihrem Remix von Kollektiv Turmstrasses „Tristesse“. Fürs Album-Feeling haben sie noch Intro und Outro gezaubert und alle Tracks sorgsam in Reihenfolge gebracht. Was ihre Arbeit immer wieder auszeichnet, wie auch hier bei ihren Interpretationen der Tracks von u.a. Aufgang, GusGus, Mathias Kaden oder Kasper Björke, ist ein sehr organischer Flow,...

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Hands on Scooter (Sheffield Tunes)

Auch wenn Scooter in unserer sogenannten Szene nicht allzuviel Ansehen genießen, kann ich meine Sympathie zu den drei Hamburger Spaßvögeln nicht verheimlichen. Dies liegt nicht etwa an den immer mal wieder auftauchenden Singles, sondern vielmehr an der Konsequenz, mit der die Jungs ihr Ding durchziehen. Ein weiteres Produkt der Kategorie „konsequent“ ist die „Hands on Scooter“-CD, auf der allerlei aus Funk und Fernsehen bekannte Künstler wie die Bloodhound Gang, Sido, Knorkator oder Alexander Marcus sich an Neuinterpretationen der Band versuchen. Doch leider bleiben die meisten in punkto Originalität und Glamour weit hinter ihren Möglichkeiten, was diese Sammlung eher zu...

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Dessous – Best Kept Secrets (Dessous)

Pssst … Da kommt das Poker-Flat-Sublabel Dessous mit seinem großen Mantel die Straße entlang geschlichen, schaut sich kurz um und zieht eine Doppel-CD aus der Innentasche hervor, die mit einem wissenden Gesichtsausdruck überreicht wird. Hier – das gute Zeug. Ein bisschen aufgeregt, aber doch in freudiger Erwartung geht man nun eiligen Schrittes nach Hause und legt mit zittrigen Händen die erste CD in den Player. Und direkt bei den ersten Takten von Phoniques „Worked it Out“ im Charles Webster Remix ist klar: das IST das gute Zeug. Das ist sogar noch besser, als man erwartet hätte. Denn was sich...

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Karneval der Verpeilten – Mukke (Force Tracks)

Seltsames Ding, was sich Force Tracks da ausgedacht hat. Max und Moritz präsentieren: Karneval der Verpeilten – Mukke. Zugegeben nicht ganz mein Humor, aber wenn man sich die Compi mal anhört, erschließt sich das Konzept dann doch irgendwie. Denn die hier zusammengestellten Titel sind doch größtenteils irgendwie schräg, mal frickelt ein Rico Loop Beatbox-artige Schnipsel zusammen, mal schunkelt Sven Dohse einen Jahrmarkt-Loop übers Parkett, hier stellt Pilocka Krach fest, dass Prostituierte für Geld mit beliebigen Personen kopulieren, dort leben Girls United heimliche 80er-Jahre-Fantasien aus. Und so seltsam und sonderbar manche Beiträge doch auf den ersten Blick erscheinen mögen, so passen sie doch alle irgendwie zusammen. Für akustischen Tesafilm sorgen vielleicht auch die vielen, dann auch angenehm unalbernen Tracks von Autotune, Jake The Rapper, The Dose oder Metope, und wer hätte das gedacht? – Ist das doch ne wirklich runde und gut hörbare Compilation geworden, die vielleicht etwas… öhm… „anders“ ist, als das meiste, was so auf dem Markt ist, aber das muss ja nicht immer schlecht sein. Mir gefällts. (5/6) Sanomat Anspieltipps: Rico Loop – Wohin Du Willst Sven Dohse – Squash Jake The Rapper – Alpine...

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