V/A – Pop Ambient 2012 (KOMPAKT)

Seit 2001 veröffentlicht Kompakt nun schon alljährlich seine Pop Ambient-Reihe als Gegenpool zu seinen sonst eher club-orientierten Sounds. Künstler wie Labelmitbegründer Wolfgang Voigt, The Field (diesmal unter dem Pseudonym Loops Of Your Heat) oder zum ersten Mal auch Superpitcher präsentieren entschleunigte Sounds, die meist komplett auf Beat oder Rhythmuselemente verzichten. Klassische Ambient-Flächen gepaart mit jazzigen und experimentellen Momenten. Grundsätzlich sehr schön und verzaubernd; manchmal, auf sechs oder sieben Minuten gesehen, aber auch etwas monoton und einfältig. So könnte der Track „PAN“ von Morek auch dem künstlichen Wasserfall einer Sauna entsprungen sein. Dieser wartet anstelle von Streichern halt mit Vogelgezwitscher...

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Luciano In The Mix – Vagabundos (Cadenza Lab)

Drei Jahre hat es gedauert, bis Cadenza-Boss Luciano mal wieder eine Mix-CD veröffentlicht. Nach seiner viel umjubelten Fabric-Compilation 2008 war er wahrscheinlich einfach zu busy. Er reiste mit seinen Vagabundos rund um den Globus und machte in den Sommer-Monaten mit der gleichnamigen Partyreihe auf Ibiza Station. Die 24Tracks, die er hier in- und vor allem übereinander gemixt hat, spiegeln ziemlich gut den Sound dieser Partys und vor allem seine Art des Mixings wider. Digital gesteuert laufen oft mehrere Tracks zur selben Zeit, es entstehen sozusagen Live-Remixe. Die meist etwas düster und mysteriös anmutende Grundstimmung hellt er geschickt mit kurz...

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Kevin Saunderson In The House (Defected)

Kevin Saunderson ist kein x-beliebiger Produzent und DJ aus Amerika. Er ist eine Ikone, auch wenn das nicht immer jedem bewusst ist, wenn es um Detroit Techno geht. Dabei schaffte er in seiner inzwischen 25 Jahre andauernden Karriere den bemerkenswerten und bei vielen anderen Künstlern oftmals verrissenen Schritt zwischen Kommerzialität und Underground. Inner City und E-Dancer skizzieren diesen Unterschied des KMS Record Gründers in wohl deutlichster Weise. Und so kommt es auf dieser Compilation zum Battle zwischen House und Techno, live gemixt angesiedelt zwischen progressiven Beats und rauem Technosound. Kenny Larkin ist mit einem neuen Track ebenso vertreten wie...

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Johnny D presents – Disco Jamms Vol1 (BBE)

Hip Hop entstand aus Disco. Bei Johnny D handelt es sich um Johnny Demario, den Gründer des Kult-Labels Henry Street Music. Seinerzeit bekannt für extrem soulige House-Music, durch die Johnny D im New York der 80iger Jahre geprägt wurde. Angeblich hat er schon mit 12 Jahren angefangen aufzulegen und mit 15 schmuggelte er sich heimlich in Clubs wie das Studio 54 oder das Lovelight. Der Mann ist also schon ein Weilchen unterwegs und reich an musikalischer Erfahrung. Er betont immer wieder gerne, dass Hip Hop überhaupt erst entstehen konnte, weil es Disco-Musik gab. All das sollte man wissen, um...

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I-Robots presents – We Are Opelic …! (Opelic)

Disco so präsent wie selten zuvor und dann auch noch aus dem Mutterland der zweiten Discobewegung (der 80er), aus Italien. Opelic ist ein Schmelztiegel vieler Spielarten, der von House über Elektro und Krautrock bis hin zu Techno und auch Disco reicht. Letzteres ist das zentrale Thema dieser Doppel-CD. Dabei beschränkt sich die Künstlerauswahl keinesfalls nur auf den heimischen südländischen Bereich, sondern zeichnet sich auch durch Verpflichtungen von Todd Terje, Giorgio Moroder oder Orlando Voom auf internationalem Parkett aus. Dementsprechend wird ein facettenreiches Discobild gezeichnet. Von elektrogeprägten Stücken (The Units „High Pressure Days“), über Jean Michelle Jarre-liken Gebilden (Beppe Loda...

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Fritz Kalkbrenner – Suol Mates (Suol)

„Here Today, Gone Tomorrow“, trifft nicht auf Fritz Kalkbrenner zu. Nach seinem gleichnamigen begeisternden Album aus dem Herbst 2010 und diversen Single-Auskopplungen mit großartigen Remixen von Produzenten wie Henrik Schwarz erscheint Mitte des Monats endlich etwas Neues vom Berliner mit der sanften Stimme. Dieses Mal handelt es sich aber um eine Mix-CD, die auch prompt den Start einer ganz neuen Mix-Serie auf Suol darstellt. Fußend auf Soul-, Funk- und HipHop-Tunes von Acts wie Soul Phiction, Roy Ayers, J Dilla oder Pete Rock geht die Reise nach Kalkbrenners Track „Ruby Lee“, der das Bergfest der CD versinnbildlicht, in groovigen Housesound...

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DJ Sneak – Fabric 62 (Fabric/RTD)

DJ Sneak ist mit seinen regelmäßigen Gastspielen im The End und den Bugged Out Partys an der Seite von Norman Cook einer der bekanntesten amerikanischen DJs im englischen Königreich. Daher wird ihm auch jetzt die Ehre zu teil, die 62. Ausgabe der Fabric Reihe zu hosten. Er verzichtet auf einen Aufbau und legt gleich forciert mit (progressivem) House los. Markus Homm auf Highgrade und Basti Grub auf Desolat sind hier stellvertretend zu nennen. Im Verlauf wird das Bild verwaschener, die musikalischen Aussagen sind nicht mehr so klar (Arturo Garces, Tripmastaz). Doch Cadenza-Mann Mendo, Christian Burkhardt und Luca M (“Funky My Sax”) können gelegentliche Schwarten auswetzen und vermitteln letztendlich einen guten Gesamteindruck. Tip: Die schön schwingende Jazz-Housenummer von Cause & Affect “Beware Of The Swingers“. 7 Points Carsten...

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DJ-Kicks – The Exclusives (!K7)

Neben der eigentlich immer famosen Auswahl an Fremdmaterial ist ein weiteres Markenzeichen der unvergleichlichen DJ-Kicks-Reihe, dass der jeweilige Künstler, der mit der Zusammenstellung beauftragt wurde, auch immer einen eigenen, exklusiven Track beisteuert. Die zweite „The Exclusives“ Folge versammelt nun wieder eine Auswahl dieser. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Mit dabei Four Tet, Henrik Schwarz, Kode9, Holden, Motor City Drum Ensemble, Gold Panda, Apparat, Hot Chip, Scuba, Soul Clap und weitere Protagonisten. Exquisite Ware, die tatsächlich auch super als gesamter Hörvorgang funktioniert 9/10...

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Brodinski – FABRICLIVE 60 (Fabric/RTD)

Nummer 60 auf FabricLive kommt vom Franzosen Brodinski. Und der hat den Flow auf 23 Stücken gepachtet. In ersten Teil startet der Mann aus Reims bedächtig und mit SloMo-House: Bicep, Low Jack und Thomas Barfod sind die Protagonisten, mit denen er sich in die Welt des Hörers einschleicht. Bereits hier besticht ein funky Groove. Der kippt mit TWR72 und Sian ins Elektroide und leicht Experimentelle, um dann in der Verquickung von Techno und Elektro mit Samuel L Session, Gesaffelstein, Rejected, Riton und Switch ausdrucksstark in den Vollen zu gehen. Einige der Mixe kommen von Reboot, Paul Woolford oder Sam...

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Blank & Jones – so9os (Soundcolours)

Das halbe Dutzend 80er Jahre ist voll, nun widmen sich Blank & Jones der nächsten Dekade, den 90er Jahren. Auch hier gibt es noch einiges zu entdecken, was jahrelang in irgendwelchen Archiven oder auf längst versunkenen 12inches schlummerte. Dass es in den 90ern weit mehr als nur Eurodance gab, kann man sehr schön in dieser Box entdecken. Zwei CDs mit vielen spannenden Tracks plus die obligatorische Mix-CD. Dieses Mal mit dabei u.a. Saint Etienne (Yeah!), The Farm (Cooool), aber auch Simply Red (Ähem). Schöne Mischung, bei mir mit großem Nostalgiefaktor, und es sind ein paar echte Klassiker dabei. 8 points...

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Back On Track Nicholas: Nu Groove (Needwant)

Gut 20 Jahre nachdem Nu Groove aus New York 1992 seine Labeltätigkeit einstellte, greift der Italiener Nicholas Lammateo die Geschichte wieder auf. Aus über hundert Releases wählte er die für ein Set geeignetsten aus und überarbeitete sowie remasterte diese. Elf Interpreten und Stücke schafften es auf die Playlist für diese Werkschau. House amerikanischer Machart mit und ohne Vocals (Lisa Lee „When Can I Call You?”), mal clubbig (Bäs Noir „I’m Glad You Came To Me“, K.A.T.O. „The Booty Dance”), mal deep (N.Y. House Authority „APT1A“) oder auch mit einem Schuss Chicago versehen (Tech Trax Inc., Rodqui). Diese Zusammenstellung gewährt einen Blick in die Vergangenheit, der nostalgisch schön verklärt, für den Ausblick von House jedoch wenig beizutragen hat. Für Sammler, Historiker und erfahrene Tanzsemester jedoch sicher eine wertige Platte. Tip: Basil Hardhaus 2 Ft. Burrell „Black Man“. 6 Points...

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An-ten-nae Presents Acid Crunk Vol.4 (Muti Music)

Das geladene Gewehr in der Hand, den Grabstein mit der Aufschrift „R.I.P. Dubstep“ zu Füßen… Schon das Cover der „Acid Crunk Vol. 4“ scheut nicht vor Kampfansagen zurück. Was den musikalischen Inhalt betrifft, kann man sich todsicher darauf verlassen, nicht schon wieder mit dem Dogmatismus immer gleicher Wobblebässe konfrontiert zu werden. Vielmehr stehen die Tore erquickend weit offen. Call it Glitch-Hop, Crunk, Post-Dubstep, oder welche Schubladen man auch immer dafür aufziehen möchte. Die 16 Tracks von Griz, Oah, Lynx, Dubvirus, David Starfire. An-ten-nae und Konsorten überzeugen in mehrfacher Hinsicht und belegen, dass der Umgang mit dem futuristischen Bass eben doch weitaus kreativer sein kann, als es manch andere Zusammenstellung vorgaukelt. 7/10...

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