Summership Vol. 1 (ZYX)

Ich weiß nicht, wie viele ZYX-CDs ich aufzählen kann, bei denen ich mir wirklich an den Kopf gefasst habe, wie wenig Fingerspitzengefühl eine Plattenfirma in der Zusammenstellung ihrer Compilation-Tracks nur haben kann. Und auch bei der Summership war ich eingangs enorm skeptisch, was für obskure Titel ihren Weg auf die zwei Silberlinge gefunden haben, aber nach kurzem Überfliegen der Tracklist muss ich sagen: Alle Achtung! Alles, was zur Zeit Rang und Namen im elektronischen Musikzirkus hat, findet sich auf dieser Kopplung wieder. Villalobos, Andersson, Eulberg, Ananda, Dahlbäck, Bug, Özer, Tresher… you name it, alle sind sie da. Ideal für den CD-DJ ist hierbei auch die Tatsache, dass die Tracks ungemixt und (bis auf Villalobos´ Belle Epoque) in voller Länge vorhanden sind. Sehr gelungen und als momentanes Standardwerk uneingeschränkt zu empfehlen. [6/6]...

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Tobi Neumann in the Mix (Cocoon)

Mein lieber Tobi Neumann! Ich mag dich und viele deiner Mixe ja wirklich, aber sag doch mal deinen Kumpels bei Cocoon, dass ihre Promo-CDs schlimmer aussehen, als die Raubkopien, die der Typ zwei Straßen weiter so in den Umlauf bringt. Und die haben wenigstens separate Tracks. Außerdem hätte ich mir n bisschen mehr Infos als ne halb ausgedruckte Tracklist zu deiner neuen Mix-CD gewünscht. Aber weil ich gerade so gut gestimmt bin, sag ich dir trotzdem, dass mir der Mix – zumindest ab dem zweiten Drittel doch ganz gut gefällt. Der Anfang ist für meinen Geschmack zwar viel zu wischi-waschi-klicker-klacker und teilweise wirklich belanglos, doch spätestens bei Anja Schneiders „Rancho Relaxo“ im Jennifer (ja ist es denn die Cardini?)-Remix und den folgenden Tracks von Tobias und Alex Under stellt sich langsam ein Lächeln bei mir ein. Also: durchaus in Ordnung und gegen Ende wirklich stark, aber mit einigen Abzügen in der B-Note. [4/6]...

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The Hacker – A.N.D. N.O.W… (Uncivilized / Discograph)

Ich freue mich ja immer über Hacker-Mixes. Nicht aus dem Grund, weil man immer wieder aufs neue überrascht wird – ganz im Gegenteil, aber immerhin kann man vorher schon erahnen, was einen erwartet und das ist auch bei dieser Mix-Compilation der Fall. In einer wirklich gut gemixten 1-Take-Session (worauf Michel Amato, so Hackers bürgerlicher Name, besonders Wert legt: „No Computer, No Editing“) versammelt er seine Favourites aus Techno, Electro, Italo Disco und EBM von Artists wie Liaisons Dangereuses, Model 500, GTO oder auch aus eigener Produktion. Ziemlich düstere Mischung somit, aber das ist ja gerade der Grund, warum Fans und solche die es werden wollen immer wieder auf Hacker-Produktionen und Mixes zurückgreifen. Gelungen. [5/6]...

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Klang Elektronik – Freestyle Candies II (Klang 100)

Zum 100. Release des Labels hat man im Hause Klang ein wirklich attraktives Paket geschnürt. In diesem Doppelpack, bestehend aus Audio-CD und DVD mit eigens von Studenten der Hochschule für Gestaltung Offenbach produzierten Videos zu den Audio-Tracks, findet man einen gelungenen Querschnitt durch den Backkatalog des Klang-Labels, wobei weniger auf das Zusammentragen der größten Hits, sondern auf tolle und oft sperrige Musik mit Charakter Wert gelegt wurde. Kompiliert wurde das ganze übrigens von Roman Flügel und Jörn Elling Wuttke, die auch einen großen Teil der Tracks stellen, ob als Alter Ego oder in zwei Sensorama-Remixen. Die Videos auf der DVD unterstützen den positiven Gesamteindruck noch, obwohl hier die großen Überraschungen fehlen. Trotzdem alles in allem eine sehr empfehlenswerte Zusammenstellung. [6/6]...

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PM Comp 001 (Playmate Music)

Auf acht Tracks verteilt versammelt sich die Kiddaz.FM Posse, um auf dieser Compilation zu zeigen, was sie alles kann, bzw. vielleicht auch nicht kann. Denn die meisten der hier enthaltenen Tracks reißen mich leider nicht wirklich vom sprichwörtlichen Hocker, sind die Nummern doch größtenteils recht einfach und – man möge mir verzeihen – zu oft nach Schema F produziert. Minimal Techno hin oder her, ein bisschen wollen meine Synapsen aber doch stimuliert werden; leider plätschern viele Stücke nur sehr unmotiviert herum und wollen partout nicht in Ohr und Gedächtnis hängen bleiben. Immerhin ragen hier und da einzelne Tracks heraus und führen die Compilation doch noch ein bisschen aus dem Bereich der Mittelmäßigkeit weg. Als positives Beispiel sollen die Tracks der Herren ND, Niekisch und Hermann (aka Trick & Cubic) sowie DJ Emerson stehen, die mir immerhin ein kleines, dann aber auch wohliges Lächeln auf die Lippen zaubern. Nungut. (3/6) Sanomat Anspieltipps: ND – Beauty Free Niekisch & Hermann – Taiga Disco DJ Emerson –...

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Traum Schallplatten – Interkontinental 5 (Traum)

Es ist schon wieder ein Jahr vergangen und somit auch Zeit für die neue, mittlerweile fünfte Ausgabe der „Interkontinental“-Compilation-Serie aus dem Hause Traum Schallplatten. Diese erscheint zeitgleich sowohl auf Vinyl als auch auf CD, wobei die Tracks auf dem Silberling erstmals von Labelchef Riley Reinhold in einem zuckersüßen DJ-Mix nahtlos zusammengefügt wurden. Und gleich vom ersten Track nach dem Intro, dem herrlich schunkel-groovenden „Ghostrider“ von Lars Wickinger, wird man so liebevoll in die Arme genommen und bekommt eine interessante Geschichte aus Trance und Technofunk, ja sogar mit stellenweise leichten Goa-Anleihen erzählt, dass man bis zum Ende gar nicht mehr gehen will. Auf der CD-Version der Compilation gibts außerdem eine kleine Animation von Yvette Klein zu sehen, die zwar nicht sonderlich spektakulär ist, aber als nette Dreingabe immer gerne genommen wird. Rundum nett. (5/6) Sanomat Anspieltipps: Lars Wickinger – Ghostrider Adam Kroll – Stalker R.Reinhold & E. Geller – Men on...

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Frank Lorber In The Mix (Cocoon)

Frank Lorber hat sich an die Plattenspieler gestellt und eine neue Mix-Compilation für Cocoon aufgenommen. Auf insgesamt 13 Tracks gibts eine illustre Ansammlung von momentan aktuellen und State-of-the-Art-Minimal-Tracks von Fusiphorm, Raudive oder Heartthrob, die sich nicht damit zufrieden geben, ab und zu den ein oder anderen reduzierten Effektsound zum besten zu geben, sondern die Aufgabe, die sich Lorber selbst gestellt hat heißt: rock on, mein Lieber! So gibts über die komplette Spielzeit eine Bombe nach der anderen und nach Füllern sucht man vergebens. Lediglich der Tiefgang bleibt etwas auf der Strecke, befinden sich doch alle Tracks in etwa auf der gleichen Augenhöhe und die einzige Nummer, die wirklich als deep zu bezeichnen wäre, ist der hervorragende Carl Craig Remix von Theo Parrishs „Falling Up“, die den Mix eröffnet. Trotzdem werden sich alle Freunde der minimalen Klänge bestens mit der CD zurechtfinden und sich jetzt schon mal einen Platz im Regal freihalten. (4/6)...

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Cuts & Pieces (Kitty-Yo)

Oh ja, das macht Spaß! Kitty-Yo und ihr noch recht neues, cluborientierteres Sublabel Kitty-cuts, schmeißen die abstrusesten und abgefahrensten Remixe des Hauses in einen Topf, geben noch ein paar Neu-Signings wie Codec + Flexor oder auch mal nen älteren Track von Jahcoozi dazu und verquirlen das ganze zu einem schaumigen DJ-Mix, der unruhig wie frisch angerührte Ahoi-Brause im Ohr prickelt. Es ist Funk! Es ist Rock! Es ist Acid! Und sogar ein bisschen Electroclash (oh doch, es ist!). Auf alle Fälle sehr ungewöhnlich und genau deswegen sehr, sehr gut. Tanzen und Grinsen. [6/6]...

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V/A – Silk Pearls (Cocoon)

Nomen est omen – kühl und doch sanft gleitet „Silk“ aus dem Hause Cocoon daher, um fernab vom überstrapazierten Grabbeltisch-Chillout- und -Lounge-Einerlei den Soundtrack für heimische Sofa- und Hängematten-Sessions zu liefern. Frank´n, DJ Eastenders, Stereofreund und Stefan-x, Cocoon-Clubgängern bestens als DJs des Bed Restaurants bekannt, liefern auf zwei Mix-CDs eine meist geschmackvolle Melange aus einlullenden Dub-Delays, endlosen Hallräumen und sparsam eingesetzten Vocals, wobei insbesondere CD 2 durch eine gelungene, esoterikfreie Trackauswahl überzeugen kann. Da gibt sich der hier überraschend unalberne Beatfrickler Wruhme mit den routinierten Saafi Bros oder Aural Float ein entspanntes Stelldichein, aber auch unbekanntere Acts dürfen mal...

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MidiMusikanten (Connected/ZYX)

Berlin ist eine Reise wert, so sagt man. Für diejenigen, die lieber zu Hause bleiben und trotzdem auf den Klang der deutschen Hauptstadt nicht verzichten möchten, hat DJ I.C.O.N. die Compilation-Serie „MidiMusikanten“ ins Leben gerufen. Bei dieser Reihe geben sich zukünftig namhafte (meist Berliner) Producer die Klinke in die Hand und liefern ihre Definition minimaler elektronischer Tanzmusik. Dass sich das ganze Projekt weniger im LowSpirit-propagierten Technolectro-Kontext abspielt, wird dankbar aufgenommen; der geneigte Hörer wird vielmehr mit feinsten Klangerzeugnissen so illustrer Artists wie Quarks, Superpitcher, Ramona Forgo oder DJ S.P.U.D. verwöhnt. Bleibt zu hoffen, dass sich der vorgelegte hohe Standard auch bei den folgenden Compilations hält – viel guter Stuff auf zwei CDs. Zugreifen!...

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Elektronische Lieder (Low Spirit)

Low Spirit beschert uns die erste Ausgabe ihrer elektronischen Bravo Hits. Alles, was Rang und Namen in der Riege der Tanzmusikartisten hat, findet sich auf dieser Compilation. Namen wie Tok Tok, Westbam und Nena, 2raumwohnung, Märtini Brös, Jürgen Paape, Deichkind, Moguai, Turntablerocker und-und-und-und-und sprechen für sich. Wer also auf der Suche nach einer Sammlung der erfolgreichsten und dazu halbwegs crediblen Clubtracks ist, der sollte hier zuschlagen....

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Lounge Electrique IV – The Pro Vinyl Magic Sessions (ZYX)

Dusan Heric, der Besitzer des Frankfurter Plattenladens Pro Vinyl, hat ein wenig in seiner Plattenkiste gestöbert und seine Lieblingstracks zusammengetragen. Eigentlich ne tolle Sache, hat fast so viel Charme wie das alte Kassetten zusammenstellen, um irgendwelchen Mädchen zu imponieren – ob das jetzt der (heimliche) wahre Grund für die Existenz dieser Compilation ist, sei mal dahingestellt. Fakt ist: auf dieser Zusammenstellung gibt’s wirklich prima Musik zu hören. Auch wenn hier und da die verschiedensten Stilrichtungen aufeinandertreffen (oder fast -prallen). Sensoramas „Echtzeit“ macht Bekanntschaft mit „Redlight District“ von Anthony Rother; Senor Coconut gibt sich die Hand mit Akufen. Manchmal scheint es, als wollte Heric zeigen, wie viele verschiedenen Styles er bieten kann. Trotzdem: viel gute Musik auf einem Haufen und wer nicht so engstirnig ist wie der d2000-Musikrezensent, der freut sich sicherlich über diese Zusammenstellung....

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