Crosstown Rebels Vol.1 – Mixed by Damian Lazarus (Crosstown Rebels)

Dienstag, 11:34 Uhr, Raveline-Redaktion Datteln. Herr Sanomat sitzt nichtsahnend vor seinem Rechner und surft heimlich privat im Internet, als nach der X-ten Klickerklacker-12″ plötzlich eine CD eingelegt wird. Schmoov gehts los, Ohren werden von Durchzug wieder auf Empfang gestellt – atmosphärisch, trotzdem funky und treibend – klasse! Was ist das? Crosstown Rebels Compilation? Gemixt von Damian Lazarus? Schick, schick. Gleich der erste Track, das bisher unveröffentlichte “City Boy” der schwedischen Formation Minilogue packt mich sofort und würde mich prinzipiell zu einem Druck auf die Repeat-Taste verleiten, wenn denn nicht noch so viel gutes Zeug mehr von Lazarus zusammengestellt worden wäre. Presslaboys, André Kraml, Frankie Flowerz, Kiki & Silversurfer, Jennifer Cardini, Pier Bucci im Eulberg Remix – alles da, was bei Crosstown Rebels irgendwann mal relevant war und natürlich immer noch ist. Ich gehe mit dem Begriff “Lieblingsplatte” in letzter Zeit ja wirklich etwas inflationär um, aber diese CD dreht sich nun auch schon einige Zeit in meinem heimischen Abspielgerät und ich kann wirklich nur sagen: tolle Zusammenstellung, perfekt gemixt, kurzweilig und doch nachhaltig. Unbedingt anhören. [6/6] Sanomat Anspieltipps: Minilogue – City Boy Matt Tolfrey & Craig Sylvester – Acix Pier Bucci – L´Nuit (Dominik Eulberg...

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Kassem Mosse and Boys ´r´ us – We call it Mikrodisko (Mikrodisko 01)

Soso, das nennen die Jungs also Mikrodisko. Ein nicht abwegiger Name, wenn man sich diese Erstling-Minicompi mit Tracks von Kassem Mosse, Volt.Ctrl und Boys´r´us anhört. Mal minimal, mal experimentell, aber leider nie wirklich so, dass ich die Platte unbedingt noch mal spielen will. Hier groovt nix, der Sound ist mupfelig und auch die Experimentaltracks machen mich leider gar nicht an. Der Waschzettel kündigt als nächste VÖ “empörend tanzbares” Material an – denn mal los Jungs, da muss einfach mehr kommen. [2/6]...

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Collectors Series Pt. 1 – The Modernist – Popular Songs (Faith / Roughtrade)

Jörg Burger alias The Modernist darf die neueste Compilation-Serie des DJ-Kicks-Erfinders Stefan Strüver eröffnen und macht daher seinen großen Plattenschrank auf um jede Menge schicker Dancefloor-Pop-Nummern herauszuziehen, die größtenteils das Zeug haben, sich auch beim Compilation-Käufer zu neuen Lieblingssongs zu entwickeln. “Popular Songs” wirkt dabei wie eine dieser Mix-Cassetten, die man früher für Mädchen aufgenommen hat, mit denen man eigentlich immer mehr machen wollte als nur Eis essen und es dann trotzdem meist nur für den Malaga-Becher gereicht hat. Im Zusammenspiel wirken die Songs von so einlullend und behutsam und sympathisch, dass man irgendwie das Gefühl bekommt, mit dem Modernist befreundet zu sein. Ich prophezeie, dass sich diese Compilation, ähnlich der legendären Kruder&Dorfmeister DJ-Kicks, zur idealen Geste an liebgewonnene Menschen mausern und im Laufe der Zeit in endlos vielen CD-Playern zu finden sein wird. Eine CD wie eine Umarmung. [6/6] Sanomat Anspieltipps: D´ntel – This is the Dream of Evan and Chan (Superpitcher Mix) Erlend Oye – Ghost Train Ada –...

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Harthouse – Electronic Injection (Harthouse)

Dass ich das noch erleben darf! Nicht nur das altbekannte und so vertraute Artwork der Compilation erhascht auf einen Schlag meine komplette Aufmerksamkeit, sondern auch das gelungene Tracklisting, das konsequent den damals so angesagten und hochqualitativen Sound des Traditionslabels in die heutige Zeit transferiert, tut seinen Teil dazu. Es steht nicht nur Harthouse drauf, es ist auch Harthouse drin! Zu den alten Heroen Hardfloor und dem Dritten Raum muss man ja schon gar nichts mehr sagen, neu im Rooster werden zudem Acts wie Extrawelt, Özgür Can, Zoo Brazil, Joel Mull, Stanny Franssen, Terence Fixmer, Gui Boratto und mehr begrüßt, die allesamt da weitermachen, wo Harthouse irgendwann mal aufgehört hat – mal technoid, mal etwas minimaler oder auch derbe ravig, siehe Human Resource´s “Dominator” im Hell Remix. Insgesamt höchst gelungen und voll auf der Höhe der Zeit. Ganz klar volle Punktzahl und eine große Empfehlung für diesen Monat. [6/6] Sanomat Anspieltipps: Human Resource – Dominator (Hell Remix) Stanny Franssen – Black isn´t Everything Der Dritte Raum –...

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Summership Vol. 1 (ZYX)

Ich weiß nicht, wie viele ZYX-CDs ich aufzählen kann, bei denen ich mir wirklich an den Kopf gefasst habe, wie wenig Fingerspitzengefühl eine Plattenfirma in der Zusammenstellung ihrer Compilation-Tracks nur haben kann. Und auch bei der Summership war ich eingangs enorm skeptisch, was für obskure Titel ihren Weg auf die zwei Silberlinge gefunden haben, aber nach kurzem Überfliegen der Tracklist muss ich sagen: Alle Achtung! Alles, was zur Zeit Rang und Namen im elektronischen Musikzirkus hat, findet sich auf dieser Kopplung wieder. Villalobos, Andersson, Eulberg, Ananda, Dahlbäck, Bug, Özer, Tresher… you name it, alle sind sie da. Ideal für den CD-DJ ist hierbei auch die Tatsache, dass die Tracks ungemixt und (bis auf Villalobos´ Belle Epoque) in voller Länge vorhanden sind. Sehr gelungen und als momentanes Standardwerk uneingeschränkt zu empfehlen. [6/6]...

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Tobi Neumann in the Mix (Cocoon)

Mein lieber Tobi Neumann! Ich mag dich und viele deiner Mixe ja wirklich, aber sag doch mal deinen Kumpels bei Cocoon, dass ihre Promo-CDs schlimmer aussehen, als die Raubkopien, die der Typ zwei Straßen weiter so in den Umlauf bringt. Und die haben wenigstens separate Tracks. Außerdem hätte ich mir n bisschen mehr Infos als ne halb ausgedruckte Tracklist zu deiner neuen Mix-CD gewünscht. Aber weil ich gerade so gut gestimmt bin, sag ich dir trotzdem, dass mir der Mix – zumindest ab dem zweiten Drittel doch ganz gut gefällt. Der Anfang ist für meinen Geschmack zwar viel zu wischi-waschi-klicker-klacker und teilweise wirklich belanglos, doch spätestens bei Anja Schneiders “Rancho Relaxo” im Jennifer (ja ist es denn die Cardini?)-Remix und den folgenden Tracks von Tobias und Alex Under stellt sich langsam ein Lächeln bei mir ein. Also: durchaus in Ordnung und gegen Ende wirklich stark, aber mit einigen Abzügen in der B-Note. [4/6]...

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The Hacker – A.N.D. N.O.W… (Uncivilized / Discograph)

Ich freue mich ja immer über Hacker-Mixes. Nicht aus dem Grund, weil man immer wieder aufs neue überrascht wird – ganz im Gegenteil, aber immerhin kann man vorher schon erahnen, was einen erwartet und das ist auch bei dieser Mix-Compilation der Fall. In einer wirklich gut gemixten 1-Take-Session (worauf Michel Amato, so Hackers bürgerlicher Name, besonders Wert legt: “No Computer, No Editing”) versammelt er seine Favourites aus Techno, Electro, Italo Disco und EBM von Artists wie Liaisons Dangereuses, Model 500, GTO oder auch aus eigener Produktion. Ziemlich düstere Mischung somit, aber das ist ja gerade der Grund, warum Fans und solche die es werden wollen immer wieder auf Hacker-Produktionen und Mixes zurückgreifen. Gelungen. [5/6]...

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Klang Elektronik – Freestyle Candies II (Klang 100)

Zum 100. Release des Labels hat man im Hause Klang ein wirklich attraktives Paket geschnürt. In diesem Doppelpack, bestehend aus Audio-CD und DVD mit eigens von Studenten der Hochschule für Gestaltung Offenbach produzierten Videos zu den Audio-Tracks, findet man einen gelungenen Querschnitt durch den Backkatalog des Klang-Labels, wobei weniger auf das Zusammentragen der größten Hits, sondern auf tolle und oft sperrige Musik mit Charakter Wert gelegt wurde. Kompiliert wurde das ganze übrigens von Roman Flügel und Jörn Elling Wuttke, die auch einen großen Teil der Tracks stellen, ob als Alter Ego oder in zwei Sensorama-Remixen. Die Videos auf der DVD unterstützen den positiven Gesamteindruck noch, obwohl hier die großen Überraschungen fehlen. Trotzdem alles in allem eine sehr empfehlenswerte Zusammenstellung. [6/6]...

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PM Comp 001 (Playmate Music)

Auf acht Tracks verteilt versammelt sich die Kiddaz.FM Posse, um auf dieser Compilation zu zeigen, was sie alles kann, bzw. vielleicht auch nicht kann. Denn die meisten der hier enthaltenen Tracks reißen mich leider nicht wirklich vom sprichwörtlichen Hocker, sind die Nummern doch größtenteils recht einfach und – man möge mir verzeihen – zu oft nach Schema F produziert. Minimal Techno hin oder her, ein bisschen wollen meine Synapsen aber doch stimuliert werden; leider plätschern viele Stücke nur sehr unmotiviert herum und wollen partout nicht in Ohr und Gedächtnis hängen bleiben. Immerhin ragen hier und da einzelne Tracks heraus und führen die Compilation doch noch ein bisschen aus dem Bereich der Mittelmäßigkeit weg. Als positives Beispiel sollen die Tracks der Herren ND, Niekisch und Hermann (aka Trick & Cubic) sowie DJ Emerson stehen, die mir immerhin ein kleines, dann aber auch wohliges Lächeln auf die Lippen zaubern. Nungut. (3/6) Sanomat Anspieltipps: ND – Beauty Free Niekisch & Hermann – Taiga Disco DJ Emerson –...

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Traum Schallplatten – Interkontinental 5 (Traum)

Es ist schon wieder ein Jahr vergangen und somit auch Zeit für die neue, mittlerweile fünfte Ausgabe der “Interkontinental”-Compilation-Serie aus dem Hause Traum Schallplatten. Diese erscheint zeitgleich sowohl auf Vinyl als auch auf CD, wobei die Tracks auf dem Silberling erstmals von Labelchef Riley Reinhold in einem zuckersüßen DJ-Mix nahtlos zusammengefügt wurden. Und gleich vom ersten Track nach dem Intro, dem herrlich schunkel-groovenden “Ghostrider” von Lars Wickinger, wird man so liebevoll in die Arme genommen und bekommt eine interessante Geschichte aus Trance und Technofunk, ja sogar mit stellenweise leichten Goa-Anleihen erzählt, dass man bis zum Ende gar nicht mehr gehen will. Auf der CD-Version der Compilation gibts außerdem eine kleine Animation von Yvette Klein zu sehen, die zwar nicht sonderlich spektakulär ist, aber als nette Dreingabe immer gerne genommen wird. Rundum nett. (5/6) Sanomat Anspieltipps: Lars Wickinger – Ghostrider Adam Kroll – Stalker R.Reinhold & E. Geller – Men on...

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Frank Lorber In The Mix (Cocoon)

Frank Lorber hat sich an die Plattenspieler gestellt und eine neue Mix-Compilation für Cocoon aufgenommen. Auf insgesamt 13 Tracks gibts eine illustre Ansammlung von momentan aktuellen und State-of-the-Art-Minimal-Tracks von Fusiphorm, Raudive oder Heartthrob, die sich nicht damit zufrieden geben, ab und zu den ein oder anderen reduzierten Effektsound zum besten zu geben, sondern die Aufgabe, die sich Lorber selbst gestellt hat heißt: rock on, mein Lieber! So gibts über die komplette Spielzeit eine Bombe nach der anderen und nach Füllern sucht man vergebens. Lediglich der Tiefgang bleibt etwas auf der Strecke, befinden sich doch alle Tracks in etwa auf der gleichen Augenhöhe und die einzige Nummer, die wirklich als deep zu bezeichnen wäre, ist der hervorragende Carl Craig Remix von Theo Parrishs “Falling Up”, die den Mix eröffnet. Trotzdem werden sich alle Freunde der minimalen Klänge bestens mit der CD zurechtfinden und sich jetzt schon mal einen Platz im Regal freihalten. (4/6)...

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Cuts & Pieces (Kitty-Yo)

Oh ja, das macht Spaß! Kitty-Yo und ihr noch recht neues, cluborientierteres Sublabel Kitty-cuts, schmeißen die abstrusesten und abgefahrensten Remixe des Hauses in einen Topf, geben noch ein paar Neu-Signings wie Codec + Flexor oder auch mal nen älteren Track von Jahcoozi dazu und verquirlen das ganze zu einem schaumigen DJ-Mix, der unruhig wie frisch angerührte Ahoi-Brause im Ohr prickelt. Es ist Funk! Es ist Rock! Es ist Acid! Und sogar ein bisschen Electroclash (oh doch, es ist!). Auf alle Fälle sehr ungewöhnlich und genau deswegen sehr, sehr gut. Tanzen und Grinsen. [6/6]...

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