
„Normalerweise melde ich mich hier selten auf diese Weise zu Wort, aber momentan regt mich etwas auf“ – Danny Ávila gehört zu den erfolgreichsten elektronischen Acts Spaniens. Nun musste Ibizas Vollprofi einen üblen Rückschlag hinnehmen, wie er in einem Clip berichtet.
Der Headliner eines Festivals in Europa habe nach Aussage des DJs und Produzenten veranlasst, dass Avila aus dem Line-up gestrichen wird, um durch einen „Kumpel“ oder Label-Kollegen ersetzen zu lassen.
„Es ist traurig in welche Richtung sich die Szene momentan bewegt. Es geht nicht mehr um die Musik, sondern um Politik und Interessen, um Deals, die man mit bestimmten Leuten hat, um die Macht von Labels und einzelnen Artists.“
„Ich habe Verständnis dafür, wenn mächtige Artists kleinere pushen“, so Avila. „Aber andere Künstler dafür aus Line-Up schmeißen zu lassen, ist sehr aggressiv. Ich bin jetzt seit 15 Jahren in der Szene, toure seit 13 oder 14 Jahren. Damals war das wirklich anders.“
Es ist nicht das erste Mal, dass der 30-Jährige mit den harten Realitäten einer blitzschnellen Karriere konfrontiert wurde. Bereits im vergangenen Spätsommer legt er selbst eine Pause ein, um sich vor Erschöpfung zu schützen (FAZEmag berichtete). Leichter scheint es seit seiner Rückkehr nicht zu werden.
Früher sei es um Talent gegangen, die Musik und Menschen, die sich gegenseitig unterstützen. „Jetzt gibt die Szene Leuten eine Menge an Möglichkeiten, die nicht dieses Talent besitzen und wir vergessen, dass Talent das Wichtigste ist und nicht nur Politik und Interessen.“
„Und genau dort bewegt sich die Szene gerade hin. Das ist sehr enttäuschend und macht mich traurig.“ Unterstützung bekommt er in den Kommentarspalten auch von anderen Kollegen. Zum Beispiel Will Sparks.
„Es ist so lustig, wenn die großen Jungs nach mir einen Puffer-DJ oder eine 15-minütige Pause brauchen. Glaubst du, wir wissen nicht, was ihr da macht?“, schreibt er. „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus, und du bist einer der Echtesten in diesem Spiel voller Flops.“
Auch Joyhauser, Township Rebellion, Lauren Mia, Metodi Hristov, twoloud, Chapter & Verse, Chuckie und TIMBO meldeten sich zu Wort, drückten ihre Solidarität aus, berichten von ähnlichen Fällen und stimmten Avilas Beobachtungen zu.
„Die Industrie bekommt Plätze vor Leuten, die es verdient hätten“, schreibt Corey James. „Menschen sollten belohnt werden und durch harte Arbeit und jahrelanges Engagement große Erfolge erzielen können“, meint Darren Porter.
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