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Parookaville 2015


An diesem Wochenende ist zum ersten Mal das Parookaville-Festival in Weeze, unweit der niederländischen Grenze veranstaltet worden. Mit 25.000 Besuchern konnte der Veranstalter NEXT Events ‚Ausverkauft‘ verkünden. Für die Premiere eines solch großen und logistisch anspruchsvollen Festivals mehr als nur bemerkenswert.
Über die musikalische Ausrichtung von Parookaville hatten wir ja bereits im Vorfeld berichtet. Der gigantische Main Floor – die Bühne wurde von den Tomorrowland-Machern gestaltet – stand ganz unter dem Einfluss von EDM-Acts wie Steve Aoki, Fedde Le Grand, Armin van Buuren oder Dimitri Vegas und Like Mike. Auf anderen Floors wurden auch andere Spielarten der elektronischen Musik propagiert. So gab es am Freitag auf dem Warehouse-Floor Techno von Manuel Lauro, Mahssa Dadari, Kevin Witt, Dandi & Ugo oder Felix Kröcher und am Samstag spielten auf dem Bootshaus-Floor unter anderem Andhim, Super Flu und Oliver Koletzki.
Wir haben uns an beiden Tagen auf dem beeindruckenden Areal herumgetrieben, zusammen mit Künstlern im Backstage-Bereich Rumpsteak gegessen und Kay Shanghai als Ben Parooka zugejubelt. Nebenbei haben wir auch noch ein wenig gearbeitet.

So, kommen wir zum Thema, was kostete ein Wochenende auf dem Parookaville Festival?

Wie auch schon bei Time Warp, MAYDAY, PollerWiesen und Love Family Park haben wir hier Kosten für Anfahrt und bewusstseinserweiternde Substanzen nicht berücksichtigt, da diese Kosten sehr unterschiedlich sein können.

Das Camping für das komplette Wochenende kostete 24,90 EUR pro Person. Auf dem Camping-Gelände gab es eine Penny-Markt-Fillale, die von jedem der 12.000 Camper mehrmals besucht wurde. Hier gab es das Penny-Markt-Sortiment zu normalen Preisen zu erstehen.

Festival-Ticket: 89.- EUR

Zum Verständnis: Auf Parookaville wurden Wertmarken, sogenannte Token, verkauft, die man in Automaten ziehen konnte. Ein absoluter Pluspunkt gegenüber alteingesessenen Festivals, da es so gut wie keine Schlangen an den Token-Automaten gab. Ein Token hatte den Gegenwert von 3.- EUR und konnte in der Mitte geteilt werden. Assoziationen zu XTC-Pillen verbieten sich hier.

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Es gab keine Pfand-Regelung auf Parookaville. Das ist sehr angenehm für den Konsumenten, aber spät in der Nacht musste man auf dem Mainfloor gut auf seine Schritte aufpassen, um nicht inmitten von Plastikbechern zu ertrinken. Die Getränkepreise waren im Vergleich zu anderen Festivals spottbillig!

Getränke:
Cola / Fanta / O-Saft: 3.- EUR
Red Bull (verschiedene Sorten): 3.- EUR
Warsteiner (diverse Sorten): 3.- EUR
Wodka Energy / Rum Cola / Jägermeister Energy: 4,50 EUR
Gin Tonic (Tanqueray!!!): 4,50 EUR
Prosecco: 4,50 EUR

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Speisen & Snacks:
Zwei Bananen / Äpfel: 1,50 EUR
Geschnittene Früchte im Becher – Beispiel Ananas, Melone: 3.- EUR
Obstsalat: 4,50 EUR
Pommes Frites: 3.- EUR
Currywurst: 3.- EUR
Pizza: 4,50
Verschiedene Pasta-Sorten: 4,50 EUR

Was musste ein Pärchen mit normalen Trinkgewohnheiten ausgeben? Keine leichte Kalkulation, da es ja auf dem Camping-Platz einen Penny-Markt gab und nahezu jeder Camper grillte und jeder dort Getränke erwarb. Wir haben uns aber um ein Rechenbeispiel bemüht.

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Parken: 15.- EUR
Camping: 49,80 EUR
Schließfach für Wochenende: 17 EUR
Zwei Mal Eintritt = 188.- EUR
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50 Token (für jede Person 25 Token) = 150.- EUR
Penny-Markt-Einkäufe: 100.- EUR
Summa Summarum: 520 EUR EUR = ca. 260 EUR pro Person.

Eine ganze Menge Holz, aber dafür war man Teil einer besonderen Premiere. Und, wenn man für einen Tag auf ein Festival fährt, seht euch unsere Beispiele an, landet man auch locker bei einem Betrag von über 100.- EUR und zahlt oftmals das Doppelte für einen Longdrink.

Das Fazit ist also:
Festival-Ticket bei dem dem musikalischen Aufgebot = absolut okay im Preis
Camping mit Penny-Markt-Option = günstig
Getränke-Preise auf dem Festival = konkurrenzlos günstig

Daumen hoch!

Hier die Pressekonferenz zum Parookaville-Festival, die heute Nacht um 01:00 Uhr stattfand.

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