
Die Module sind zurück. Das Modul feierte in den 90er-Jahren einige große Chart-Erfolge mit ihren fröhlichen, kommerziellen Happy-Hardcore-Tracks. 24 Jahre nach ihrem letzten neuen Sound-Material erschien jetzt eine neue Single, die Sound-technisch wie eine Hommage an die 90er-Jahre klingt.
1995: Happy Hardcore, Eurodance, Rave, Hardtrance, Techno und co. sind der neue Shit. Überall läuft die neue Musik. Zu diesem Zeitpunkt: am besten schnell, fröhlich. In den Clubs, in den Charts, auf der Loveparade … Überall läuft der neue Sound. Elektronische Musik ist im Mainstream angekommen. Teilweise überschneidet sich das, was im Mainstream läuft, mit dem, was auf Raves gespielt wird. Teilweise gibt es aber auch Acts, die nur in einem von beiden stattfindet.
Mit Das Modul wurden eher der Mainstream und die Charts bedient. Ihren Durchbruch feierte das Projekt mit dem Track „Computerliebe“, der 1995 erschien und sich 23 Wochen in den deutschen Single-Charts hielt. Peak-Position: drei. Der Track war ein Cover im Happy-Hardcore-Stil des gleichnamigen 80er-Jahre-Tracks von Paso Doble. 440 000 Kopien verkauften sich in Deutschland, die Single erreichte beinahe Platinum-Status.
Das Musikvideo zum größten 90er-Hit von Das Modul, „Computerliebe“:
Hinter Das Modul verbarg sich Star-Produzent Felix Gauder, der zahlreiche Chart-Projekte im Dance-Bereich, wie etwa E-Rotic, Love Message, Novaspace oder auch Shanadoo produzierte, aber auch einige Rave-Projekte wie God’s Groove oder Neonrave. Zweiter Produzent: Olaf Roberto Bossi. Verkörpert wurde das Projekt auf der Bühne von den Sänger*innen Yasemin Baysal und Dierk.
Nach fünf Chart-Tracks und zwei Chart-Alben (das zweite Album erreichte die Charts nicht mehr) erschienen noch ein paar Singles, nach 1996 nur noch vereinzelt. Zuletzt erschien 2001 ein Remake von „Computerliebe“. Danach hörte man nichts mehr von Das Modul.
2023 feierten Das Modul dann ihr Bühnen-Comeback. Bei einem Event von Sunshine Live in Mannheim trat man zu dritt auf. Mit an Bord: die originalen Gesichter von damals sowie, als Bühnenpremiere, Produzent Felix Gauder. Eine neue Single erschien ebenfalls: „www.christkind.com“. Allerdings handelte es sich dabei lediglich um das Single-Release eines alten Album-Tracks aus den 90er-Jahren, sodass man nicht wirklich von einem neuen Track sprechen kann.
Brandneu hingegen ist der gerade erschienene Song „Virus“. Mit ähnlich hochgepitchten Vocals wie damals und einem flotten Happy-Hardcore-Attitüde wie aus den 90ern sowie SuperSaw-Elementen aus den 2000er-Jahren klingt der Track gleichzeitig wie ein Revival und wie eine Weiterentwicklung des alten Projekts, das seinen ersten Hit vor 30 Jahren landete. Wie heißt es noch? Alles kommt irgendwann wieder! PS: Blümchen lässt grüßen, auch wenn diese gerade nach ein paar Jahren Comeback schon wieder ihren Abschied verkündet hat.
Mit Das Modul und „Virus“ zurück in die 90er-Jahre:
Die Single „Virus“ von Das Modul ist am 28. März 2025 via RecordJet erschienen.
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