Kokain


„Ich habe mir Pep an der Straßenecke gekauft, denn mit Speed bin ich dir immer eine Nasenlänge voraus“, rappt Karate Andi und spricht damit vielen aus der Seele. Fakt ist: Speed ist für viele Konsumenten die günstige Variante von Koks. Aber mindestens genauso gefährlich.

Wie euer Körper auf Speed reagiert, hängt von vielen Faktoren ab. – das ist Speed – Neben der Dosis spielt auch das Setting eine wichtige Rolle. Der Rausch kann sich zum Beispiel in einem gewohnten Umfeld anders entwickeln als in einem lauten Club. Gerade bei hoher Dosierung nehmen die gefährlichen Wirkungen zu, die im Ernstfall zu lebensbedrohlichen Umständen führen können. Aufgrund des unbekannten Reinheitsgehaltes von Speed können sich weitere unkalkulierbare Risiken ergeben.

Körperliche Risiken:

starkes Brennen an Nasen- und Rachenschleimhäuten (beim Sniefen)
wichtige Körpersignale wie Hunger, Durst oder Müdigkeit werden nicht mehr wahrgenommen.
Schwitzen oder Frösteln
trockener Mund
Verkrampfung der Kiefermuskulatur (Kiefermahlen)
Zittern, Muskelkrämpfe
Erhöhung der Körpertemperatur bis zum Hitzestau mit dem Risiko eines Kreislaufkollaps
Zerfall der Muskulatur mit dem Risiko des akuten Nierenversagens
Herzrasen oder auch Verlangsamung der Herztätigkeit
Schlaganfall
Herzinfarkt
Psychische Risiken:

Gereiztheit und Aggressionen, die zu Gewalttätigkeiten führen können
paranoide, angespannte Gefühlszustände
psychotische Symptome (Halluzinationen, Wahnvorstellungen) bis hin zur Ausbildung einer anhaltenden Amphetaminpsychose mit gravierenden psychischen und sozialen Folgen
Unruhe, Nervosität
depressive Verstimmung
Bewusstseinstrübung bis zum Koma
Zudem ist die Fahrtüchtigkeit erheblich beeinträchtigt. Wer sich trotzdem ans Steuer setzt riskiert nicht nur den Führerschein, sondern geht auch ein hohes Unfallrisiko ein.

Beim Abklingen der Wirkung und am „Tag danach“ muss mit katerähnlichen Nachwirkungen gerechnet werden. Hierzu zählen:

Depression und Ängstlichkeit
Erschöpfung und Lethargie
Schlafstörungen
Kopfschmerzen und Gedächtnisstörungen
Gefahr, die Katerstimmung mit weiterem Speedkonsum zu „lindern“, was auch die Gefahr einer Abhängigkeitsentwicklung mit sich bringt

Risiken bei häufigem Speedkonsum

Wer Speed öfter konsumiert wird feststellen, dass sich der gesundheitliche Zustand zunehmend verschlechtert. Denn: Speed führt dem Körper keine Energie zu, sondern putscht den Organismus hoch und verbraucht damit seine Kraftreserven. Es hat eben seinen Sinn, dass wir müde werden. Der Körper braucht Erholung, um zu funktionieren. Wer sich nicht daran hält, wird folgendes erleben:

Der Körper entwickelt schnell eine Toleranz, d. h. es muss immer mehr konsumiert werden, um dieselbe psychische Wirkung zu erzielen.
Amphetamine haben ein hohes Abhängigkeitspotential, wobei es zu einer starken psychischen Abhängigkeit kommen kann, die häufig psychotherapeutisch behandelt werden muss.
Die ständige „Peitsche“ für den Körper belastet das Herz. Ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall ist die Folge.
Amphetamine schädigen die Nervenzellen des Gehirns, wobei Methamphetamin die giftigste Wirkung hat.
Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen treten auf.
Das Immunsystem wird geschwächt, wodurch der Körper anfälliger wird gegenüber Infektionen.
Durch das verminderte Hungergefühl leiden die KonsumentInnen unter Mangelernährung und Abmagerung.
Durch Sniefen werden die Nasenscheidewand und Nasenschleimhäute stark beschädigt.
Bei Frauen kann der Monatszyklus beeinträchtigt werden.
Das Verhalten ändert sich, geprägt durch stereotype, d. h. sich ständig wiederholende Handlungen und Gedanken (z. B. Mümmelbewegungen im Mundbereich, ständiges Öffnen immer derselben Schublade).
Es kommt häufig zu aggressivem Verhalten.
Die Abbauprodukte belasten den Körper noch länger als das Speed wirkt. Sichtbare Folge sind Speedpickel.
Psychotische Symptome wie Halluzinationen und Wahnvorstellungen verfolgen Dauerkonsumentinnen und -konsumenten. Auch nach Absetzen des Konsums können diese anhalten.

Allgemeines über Speed

Amphetamin – auch bekannt als „Speed“ oder „Pep“ -gehört in Deutschland zu den Betäubungsmitteln, deren Anwendung stark kontrolliert wird. Doch das war nicht immer so. In den 1930er Jahren wurde die künstlich hergestellte Droge erstmals als Medikament gegen Asthma vermarktet. Es sollte ein Ersatz sein für das natürliche Ephedrin, das aus der seltenen Ephedra-Pflanze gewonnen wird. Als nicht verschreibungspflichtiges Medikament war Amphetamin unter dem Markennamen „Benzedrin“ so leicht zugänglich wie Aspirin. Auch das später synthetisierte noch stärker wirkende Methamphetamin war als „Pervitin“ frei erhältlich. Heute wird für Methamphetamin auch der Slangname „Crystal“ verwendet. Im zweiten Weltkrieg wurden große Mengen von Amphetaminen hergestellt und vorwiegend von Soldaten konsumiert, um länger wach bleiben zu können. Erst als offensichtlich wurde, dass Amphetamine ein hohes Abhängigkeitspotential besitzen, wurden Verkauf und Verordnung von Amphetaminen weltweit beschränkt.

Verschiedene Abwandlungen von Amphetamin werden derzeit noch als Medikament verschrieben, beispielsweise Ritalin mit dem Wirkstoff Methylphenidat. Dieses Medikament wird zur Behandlung des Aufmerksamkeitsdefizits-und Hyperaktivitätssyndroms (ADHS) und bei der Narkolepsie eingesetzt. Der Konsum von Amphetaminen ohne medizinische Indikation ist illegal. In der Regel werden „Speed“ oder „Crystal“ gesnieft, es kann aber auch geschluckt werden. Zu den selteneren Konsumformen zählen das Spritzen und das Rauchen.

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