Das sind unsere 20 Lieblings-Dance-Tracks aller Zeiten

Das sind unsere 20 Lieblings-Dance-Tracks aller Zeiten


Wir hören viel Musik und einige von uns sind schon sehr lange dabei. Raveline, Frontpage, Cut, Network Press, Loop, Disco 3000 – wir haben schon viele Magazine und doppelt so viele Künstler im Laufe der Jahre kommen und gehen sehen.  Jeden Monat hören wir mehrere 100 neue Releases und im Nachhinein gibt es nur wenige Tracks, die auch heute noch wirklich Emotionen bei uns hervorrufen. Abgestumpft könnte man sagen. Aber natürlich gibt es genügend Stücke, die wir immer noch feiern und immer wieder gerne hören.

Wir haben 20 Stücke herausgesucht, die wir immer wieder gerne hören. Wir sind uns sicher, dass Ihr nicht alle kennt. Und einige bekannte Stücke werden euch fehlen. Aber solche eine Auswahl kann nichts anderes als subjektiv sein. Also viel Spaß beim Hören, Erinnern und Neuentdecken.

  • Außer Konkurrenz – Gloria Gaynor „I Will Survive“ (Polydor – 1978)
    Disco, der Vorreiter von House. Ohne Disco hätte es unzählige DJ-Karrieren und House-Klassiker nicht gegeben. Und Gloria Gaynor hat zahlreiche Disco-Perlen aufzuweisen. Auch wenn diese Nummer hier jetzt ein wenig an Abi-Party erinnert. Düsseldorfer werden sich gern an die Zeiten der Bhagwan-Disco erinnern, als zu dieser Nummer auf den Boxen getanzt wurde.

Rhythim Is Rhythim ‎“Strings Of Life“ (Transmat 1987)
Mit keinem anderen Track kann man diese Liste beginnen. Derrick ‚Mayday‘ May mit dem Blueprint für alle House- und Techno-Liebhaber. Die Piano-Sequenz stammt von Michael James.

 

 

Tyree „Acid Over“ (Underground – 1987)
Tyree Cooper aus Chicago im Zusammenspiel mit Rocky Jones und Joe ‚Promised Land‘ Smooth. So viel Seele kann Säure haben. Alle vier Mixes sind großartig.

 

Brandon Cooke Feat. Roxanne Shante „Sharp As A Knife“ (Club Tracks – 1988)
Acid House meets Rap. Auch heute, 20 Jahre nach dem Release immer noch voller Energie und einfach nur ein Klassiker. Das Original war sehr lahm, aber der Acid-Attack-Remix ist eine Bombe.

Frankie Knuckles Feat. Satoshi Tomiie „Tears“ (ffrr – 1989)
Der ‚Godfather Of House‘ mit einer so gefühlvollen House-Nummer, an der sich alle soulful House-Tracks messen lassen mussten. It’s a heavy road without Frankie Knuckles.

 

SNAP! „The Power“ (Logic – 1989)
Ist das der größte Hit, der jemals aus einer deutschen Feder entstammte? Wahrscheinlich. Heutzutage klingt das Ding eher nach Euro-Dance mit dem Jocelyn-Brown-Sample. Zur Zeit der Veröffentlichung lief es sogar im Ratinger Hof; wie alle Tracks aus dem ersten Album. Auch die Walk-On-Musik von Phil ‚The Power‘ Taylor.

 

Moby „Go“ (Outer Rhythm – 1991)
Twin Peaks meets Techno. Der ’native New Yorker‘ ist nicht nur ein großartiger Produzent sondern auch ein stets querdenkender, politisch-interessierter Zeitgenosse, der kein Blatt vor den Mund nimmt. „Go“ ist ein Klassiker, wie es nur wenige gibt.

Energy 52 „Cafe Del Mar“ (Eye-Q – 1993)
Auf dem Label von Sven Väth erschien 1993 die wahrscheinlich am meisten geremixte Dance-Produktion aller Zeiten. Damals war es Trance, was Cosmic Baby  (Harald Blüchel) und DJ Kid Paul (Paul Schmitz-Moormann) zusammen auf die Beine gestellt haben. Heute ist ein Klassiker und eine Liebeserklärung an eure Lieblingsurlaubinsel (nein – nicht Borkum).

 

Underworld „Born Slippy“ (Junior Boys Own – 1995)
Ein Soundtrack für eine ganze Generation und für einen einflussreichen Spielfilm – „Trainspotting“. So gut waren Underworld danach nie mehr.

 

Josh Wink „Higher State Of Consciousness“ (Strictly Rhythm – 1995)
Der Dreadlock aus Philly mit dem unglaublichsten Breakbeat-Acid-Track aller Zeiten. So konnte man seine Eltern aus der Wohnung jagen. Auch „Don’t Laugh“ und „I’m Ready“ sind große Klassiker des Ovum-Inhabers.

 

Faithless „Insomnia“ (Intercord – 1996)
Die britische Band um Rollo, Sister Bliss und Maxi Jazz hat mit ihren Hits wie „God Is A DJ“ und eben „Insomnia“ eine ganze Dekade geprägt. Dance und Trance mit Rap-Vocals garniert. Klasse.

 

 

The Horrorist „One Night In New York City“ (Things To Come – 1996)
Oliver Chesler, der ursprünglich für härteren Techno bekannt ist, hat mit seiner auf Skandal angelegten Drogen-Geschichte einen eher konventionellen Techno-Stomper produziert, der sich im Lauf der Jahre immer größerer Beliebtheit erfreute. Sorgt immer wieder für ein Grinsen auf den Gesichtern im Club.


The Prodigy „Firestarter“ (XL – 1996)
Mehr Energie gab es wohl nie in einem Video. Die britische Rave-Combo mit ihrem furchteinflößenden Klassiker.

 


Nalin & Kane „Beachball“ (Kosmo – 1997)

Was für ein Klassiker. Unfassbar schön und treibend. Einfach perfekt. Ibiza oder Sylt, dieser Track passt in jeden Sommer. Andry Nalin und Ralf Beck haben sich hiermit unsterblich gemacht.

 

 

Members of Mayday „Sonic Empire“ (Low Spirit – 1997)
Was wäre die deutsche Techno-Szene ohne die MAYDAY? Nichts. Das hier war die erfolgreichste Hymne zum erfolgreichsten Hallen-Rave aller Zeiten. Produziert von WestBam und Klaus Jankuhn.

 

Rolando – The Aztec Mystic „Knights Of The Jaguar“ (Underground Resistance – 1999)
DIE Konsens-Nummer für alle Genre-Freunde stammt tatsächlich aus Detroit. Wahrscheinlich waren Mad Mike und seine Homies am meisten überrascht von diesem weltweiten Erfolg, dass sie mal vergessen haben, Rolando die Lizenzen auszuzahlen. Wir hatten hier darüber berichtet.

 

Elektrochemie LK „Schall“ (Confused / Fuel / Leaded – 1999)
Das Original, das bereits 1996 erschien, wurde vom Bremer Thomas Schumacher 1999 geremixt und dann vom Major-Label eastwest / Warner zum Hit gemacht. Auch heute noch ist die Nummer ein Garant zum Durchdrehen in jedem Club.

 

 

Daft Punk „One More Time“ (Virgin – 2000)
Die beiden Lieblingsfranzosen Thomas und Guy-Manuel haben mehr Klassiker auf dem Konto als die meisten anderen Produzenten aus dem elektronischen Genre: „Around The World“, „Da Funk“, „Revolution 909“ etc. Diese Single hier war der Hit des Jahres; in Clubs und im Radio.

 

 

Green Velvet „LaLa Land“ (Relief – 2001)
Curtis Jones mit der absoluten Drogen-Techno-Hymne, die zu einem geflügelten Begriff innerhalb der Szene geworden ist. Auch andere Stücke des Chicagoer Künstlers sind Klassiker wie z.B. „Flash“ oder „Destination Unknown“.

Oxia „Domino“ (Speicher / Kompakt – 2006)
Französischer Techno mit Melodien, typisch für das Kölner Kultlabel Kompakt. Unzählige Male kopiert und eben so oft geremixt.

 


Andhim „Boy Boy Boy“ (Terminal M – 2013)

Gesungene Vocals waren noch cool, als Tobi und Simon diesen immer noch großartigen Vocal-Neo-Future-House-Disco-Stomper veröffentlicht haben. Wir lieben diesen Song. Gerade morgens.

Solomun „Something We All Adore / Bootleg“ (Supernature / Unreleased 2011)
Das Original, 2011 auf dem spanischen Label Supernature als MP3-File erschienen, ist eine solide, deepe House-Nummer, die durch die Vocals von Robert Smith von The Cure MAGISCH wird. Das vielleicht schönste House-Mash-Up aller Zeiten.

Gus Gus „Crossfade / Maceo Plex Remix “ (Kompakt – 2014)
Zu einer Zeit, als das Label von Adam Beyer schon angesagt aber noch nicht so gehypt wie heutzutage war, erschien Ende 2014 „Conjure Dreams“ von Eric Estornel aka Maceo Plex und setzte den unaufhaltsamen Erfolg von Drumcode in Gang. Das klappte aber nur deshalb, weil sich der US-Amerikaner in diesem Jahr in absoluter Höchstform präsentierte. Und das hier war sein Masterpiece.

 

 

Außer Konkurrenz und Lieblingstrack des Herausgebers:

Tom Novy „Take It“ (Kosmo – 2005)