Zum 16. Mal fand in diesem Jahr das Free Your Mind Festival in Arnheim in den Niederlanden statt. Und wir waren mit von der Partie. Was 2004 als kleine Festivität mit ein paar DJs und einer Hand voll kleinen Ständen begann, hat sich mittlerweile zu einem riesigen Festival mit rund 16.000 Besuchern und internationalem Line-up gemausert.

Free Your Mind ist eine der ersten und größten Dance Organisationen der Niederlande. Regelmäßig veranstaltet das Team schweißtreibende Events mit gefragten Künstlern der Techno-Szene. Das Festival in Arnheim ist jedoch das jährliche Highlight von Free Your Mind.

Die Party-Location befindet sich direkt am Nederrijn, einem kurzen Abschnitt des Rheins nach der Rheinteilung kurz nach der deutsch-niederländischen Grenze. Zwar ist das Gelände teilweise etwas staubig, aber es gibt auch die ein oder andere grüne Aue, auf denen die ausgefallene Dekoration zum Verweilen einlädt. Ebenfalls gab es viele Sitzgelegenheiten und sogar Hängematten, falls man mal eine Tanzpause einlegen wollte.

Das Line-up hatte mich von Anfang an überzeugt. Bei einer Veranstaltung mit Boris Brejcha, Amelie Lens, Chris Liebing, Henrik Schwarz, Kölsch und vielen anderen Szenegrößen bleiben schließlich keine Wünsche offen. Es fiel einem allerdings zeitweise schwer, sich bei den überlappenden Playtimes entscheiden zu müssen. Dann kamen ja auch noch die zahlreichen weniger bekannten Acts dazu, die mit der gleichen Hingabe hinter den Decks stehen und nicht weniger interessant sind. Also musikalisch war das Free Your Mind jedenfalls kaum zu toppen.

Getränke und Speisen waren recht erschwinglich und konnten mit der Festival-eigenen Währung bezahlt werden. Ich persönlich liebe die niederländischen Pommes, aber es gab ein reichhaltiges Angebot an verschiedenen Snacks. Auf Flüssigkeit konnte man am vergangenen Samstag bei der Affenhitze auch wirklich nicht verzichten. Gut 30 Grad im Schatten und keine Wolke am Himmel. Umso später es wurde, desto heftiger tanzten die Leute. Dies lag nicht nur am immer knackiger werdenden Sound, sondern auch an den abkühlenden Temperaturen.

Raver aus allen Gesellschaftsschichten, von jung bis alt, tanzten und feierten zusammen bis in die Nacht hinein. Ich war sehr erstaunt, welch großes und einzigartiges Festival eine überschaubare Stadt wie Arnheim zu bieten hat. Allein die Mainstage in diesem gigantischen Zelt mit den rauschenden Nebelmaschinen und dem aufwendigen Lichtdesign erinnerte an ein eigenständiges Event in einer Halle. Hier war natürlich auch durchgehend am allermeisten los. Gar nicht so einfach da rein oder raus zu kommen. Vor allem, als der Boris spielte. Wer ein sogenanntes Privium-Ticket hatte, konnte dem Mann mit der Joker-Maske und natürlich allen anderen DJs auf der Mainstage sogar über die Schulter schauen. Aber den richtigen Vibe gibt es natürlich nur in der tobenden Menge.

Auf einer anderen der insgesamt sechs Stages stachen mir vor allem die atemberaubenden Gas-Flamer ins Auge, die riesige Feuerbälle und Feuersäulen in den Nachthimmel schossen. Dort erteilten sich Rodhad, Chris Liebing und Amelie Lens die Ehre. Die Bühne stand unmittelbar vor der John Frost Brücke, was dem Sound, insbesondere dem Bass, einen unglaublichen Druck verlieh. Generell schienen mir die Soundanlagen auf dem Free Your Mind Festival erste Sahne zu sein. Denn auch auf den kleineren Stages ging es ordentlich zur Sache. Dort waren die Acts zwar eher unbekannt, dies tat der Stimmung auf den Dancefloors aber keinen Abbruch. Überall wurde ausgelassen abgefeiert.

Also, ich würde jederzeit wiederkommen, um erneut in den Genuss der niederländischen Gastfreundschaft zu kommen. Free your mind, the rest is bound to follow…

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