Deborah De Luca kritisiert Sexismus gegenüber weiblichen DJs

Die italienische DJ und Produzentin Deborah De Luca hat sich öffentlich gegen sexistische Kommentare in der elektronischen Musikszene ausgesprochen. In einem Social-Media-Statement kritisiert sie, dass Frauen hinter den Decks auch nach Jahren erfolgreicher Karriere noch immer über ihr Aussehen, ihre Kleidung oder ihre Weiblichkeit bewertet würden.

De Luca, die seit rund 18 Jahren in der Szene aktiv ist, verweist dabei auf Kommentare wie „Bist du Model oder DJ?“ oder abwertende Begriffe wie „Fake DJ“ und „OnlyFans DJ“. Solche Zuschreibungen würden vor allem weibliche Acts treffen, während männliche DJs für ihr Auftreten auf der Bühne deutlich seltener in dieser Form angegriffen würden.

„Ich finde das alles auf peinliche Weise misogyn und sexistisch. Willkommen im 19. Jahrhundert“, schrieb De Luca in ihrem Statement. Die Künstlerin macht damit auf ein strukturelles Problem aufmerksam, das in der Club- und Festivalbranche seit Jahren diskutiert wird: Noch immer werden weibliche DJs häufig nicht allein an ihrer musikalischen Leistung gemessen, sondern zusätzlich an Äußerlichkeiten und Rollenbildern.

Ihr Beitrag erhielt breite Unterstützung aus der Szene. Unter anderem reagierten Künstlerinnen wie Sara Landry und Charlotte de Witte zustimmend auf ihre Aussagen.

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