Source: Alison Wonderland - Facebook

Source: Alison Wonderland – Facebook


Nach dem tragischen Todesfall von Tim Bergling alias Avicii, der Suizid beging, gehen immer mehr Künstler mit erschreckenden Details aus ihrem Leben in der Musikbranche an die Öffentlichkeit. Erst vor einigen Tagen postete DJ und Produzent Luciano ein Statement über Depressionen und Drogenmissbrauch und sagte auch, dass der Tod von Tim Bergling ihn zum Nachdenken brachte.

Scheinbar geht das auch anderen Künstlern so, denn auch Alex Shuller alias Alison Wonderland, australische EDM-Erfolgs-She-DJ, geht nun ebenfalls mit dem Tabu-Thema an die Öffentlichkeit. In einem Interview mit Viceland sprach sie nun über ihre psychische Gesundheit und offenbarte, dass auch sie schwierige Zeiten durchgemacht hat. Auch auf ihrem kürzlich erschienenen Album „Awake“ verarbeitet die Australierin ihre Erlebnisse und bindet sie musikalisch ein.

Ursprünglich wollte die Künstlerin professionelle Cellistin werden und war sogar im Sydney Youth Orchestra. Dank ihrer Umorientierung ist sie heute eine der bestbezahltesten und erfolgreichesten She-DJs in der elektronischen Musikbranche. Im besagten Interview sieht man Alex Sholler an, dass es ihr schwer fällt über das Tabu-Thema zu reden, denn sie hält krampfhaft ihre Tränen zurück. Sie spricht von einer schweren Zeit, verursacht durch eine Beziehung und weil sie berufsbedingt alleine mit ihren Gedanken war, viele Menschen mit Abhängigkeitsproblemen gesehen hat, kaum Zuhause war und unter großem Druck stand. All das führte zu einer schlechten psychischen Gesundheit und dazu, dass sie kaum aß und nicht mit anderen Menschen redete, was sie laut eigenen Angaben buchstäblich zerstörte. Die so erfolgreiche Künstlerin wusste nicht mehr was Gutes an ihr war und warum sie jemand mögen sollte und stellte sich die Frage warum sie überhaupt noch lebte. Das brachte sie zu ihrem Tiefpunkt, an dem sie versuchte sich umzubringen, gesteht sie.

Die Musik hat ihr letztendlich geholfen das Problem zu erkennen und es zu verarbeiten und so kam die Australierin aus dem tiefen Loch wieder heraus. Doch nicht jeder Mensch schafft es Depressionen und Ängste zu bekämpfen und dem ganzen Druck der Musikindustrie Stand zu halten. Mit diesem weiteren öffentlichen Statement wird wieder einmal klar, dass Erfolg nicht alles im Leben ist und die Welt dem Thema offener entgegentreten sollte. Auch Künstler sind nur Menschen.

 

 

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