
Das Defected Croatia Festival im idyllischen Tisno zählt zu den Highlights des europäischen Festival-Sommers. Sonne, House-Musik und ein internationales Publikum machen die Veranstaltung zu einem Pflichttermin für Liebhaber elektronischer Musik. Doch bei aller Euphorie sollten Besucher*innen sich einer wichtigen Tatsache bewusst sein: In Kroatien sind Freizeitdrogen illegal – und das wird von den Behörden auch sehr ernst genommen.
Obwohl das Festival selbst keine offizielle Drogenpolitik veröffentlicht hat, gilt: Die Gesetze des Landes enden nicht an den Festivalgrenzen. Laut kroatischem Recht ist der Besitz und Konsum von Drogen grundsätzlich verboten. Wird man mit einer geringen Menge für den Eigenbedarf erwischt, drohen Bußgelder zwischen 133 und 2.654 Euro – so berichtet die Plattform Expat. Bei größeren Mengen oder dem Verdacht auf Handel kann es schnell zu gerichtlichen Verfahren kommen. Wer glaubt, auf einem Festival ginge das unter dem Radar durch, irrt gewaltig.
Tripsitter vor Ort in Tisno
Trotz der strengen Gesetzeslage gibt es vor Ort Initiativen, die sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema einsetzen. Tripsitters Croatia ist eine Gruppe, die sich der Schadensminimierung verschrieben hat. Sie leisten Aufklärungsarbeit, geben praktische Tipps für den Ernstfall und unterstützen Menschen, die sich in einer schwierigen Situation befinden. Ihr Ansatz: Hilfe statt Stigmatisierung.
Darüber hinaus ist auch das Festival selbst bemüht, einen sicheren Raum für alle zu schaffen: Das Welfare-Team steht bereit, wenn sich etwas nicht richtig anfühlt, du jemanden zum Reden brauchst oder einfach eine kurze Pause brauchst. Du findest sie direkt neben der Olive Grove Stage.
Für alle, die nach Tisno pilgern, gilt daher: Die Musik mag grenzenlos sein – das Gesetz ist es nicht. Wer sicher feiern will, sollte sich vorher gut informieren, Risiken minimieren und im Zweifel lieber auf Nummer sicher gehen. Es gibt viele Wege, ein Festival in vollen Zügen zu genießen – ganz ohne juristische Nebenwirkungen.
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