Defected-Gründer hadert mit langweiligen Festival-Line-ups und lobt Keinemusik

Defected-Gründer hadert mit langweiligen Festival-Line-ups und lobt Keinemusik

Simon Dunmore, bekannt als einflussreicher Gründer von Defected Records, hat sich über die Schablonenhaftigkeit der heutigen elektronischen Musikfestivals geäußert.

Dunmore, der im Juli 2022 sein Label an den ehemaligen CEO Wez Saunders verkaufte, sprach in Threads über die Dringlichkeit neuer Künstler, die „das Monopol der etablierten Hierarchie herausfordern“.

„Die Festival Line-Ups stagnieren seit vier Jahren, mit denselben 50 Acts, die sich immer wiederholen“, schrieb Dunmore. „Neue Talente brauchen 2 Durchbrüche, um das Monopol der etablierten Hierarchie herauszufordern“.

Anschließend lobte er Keinemusik und ANOTR, zwei brandaktuelle House-Acts, als Vorreiter, die den Trend aufbrechen. Letztere schafften gerade gemeinsam mit Adam Port sogar den Sprung in die Top Ten der deutschen Charts (FAZEmag berichtete).

Auch sein Nachfolger bei Defected, Wez Saunders, erhielt Lob. „Defected 2.0 ist jetzt sehr stark Wez‘ Vision“, so Dunmore. „Es ist schön zu hören, dass Defected in neuen Gewässern marodiert und neue musikalische Schätze entdeckt.“

Muss die Festivalszene also umdenken? Veränderung wird sie so oder so brauchen, denn die aktuelle Krise lässt ein „weiter so“ einfach nicht zu. Ob die Art und Weise der Bookings dabei aber eine tragende Rolle spielt, steht auf einem anderen Blatt.

Immer wieder dieselben Künstler zu buchen, sorgt für eine verlässliche Anziehungskraft und befriedigt langjährige Fans, die sich darauf freuen, ihre Lieblinge zu sehen. Was dabei wegfällt ist der Überraschungseffekt: die Entdeckung und die Innovation.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen von Buchungstrends sind komplex. Da sich die Lineups ständig weiterentwickeln, bleibt es eine große Herausforderung für Festivalveranstalter, ein Gleichgewicht zwischen etablierten Publikumslieblingen und neuen Talenten zu finden.

Quelle: edm.com

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