Der „King of Madness“: Regensburgs verrücktester DJ und Producer im Interview

Eine gesunde Portion Verrücktheit hat bekanntlich noch niemandem geschadet. Diese Ansicht teilt auch der Regensburger DJ und Producer DJ Sriqq, der sich selbst als „King of Madness” beschreibt und danach strebt, die verrückteste und härteste Musik zu spielen – meist in Form einer Mischung aus Electro House, Hardstyle und Dubstep. Wir haben DJ Sriqq zu seiner Person und seinem neuen Release „Swipe“ (zusammen mit Pierre Van Hooven) befragt.

Du selbst bezeichnest dich als „King of Madness” und strebst danach, die verrückteste und härteste Musik zu spielen. Woher kommt diese Vorliebe?

Ich glaube, mein eigener persönlicher Charakter spiegelt sich einfach perfekt in meinem Sound wider. Im Privaten bin ich gerne etwas durchgeknallt. Gefühlt habe ich einen kleinen Dachschaden und ich liebe es so verrückt zu sein. Ich finde außerdem, dass man sich als Künstler, mit dem was man macht, identifizieren sollte und mit der Musik eine kleine Geschichte erzählen können muss.

Dein Sound ist ein Mix aus Electro House, Hardstyle und Dubstep. Woher stammen deine jeweiligen Einflüsse und Inspirationen?

Ursprünglich begann meine Karriere mit Dubstep. Ich habe mit zwölf Jahren zum ersten mal Dubstep gehört und es so sehr geliebt, dass ich auch so einen coolen Sound produzieren wollte. Ein paar Jahre später bin ich dann wegen Künstlern wie Hardwell und KSHMR auf die House-Schiene gelangt. Deren Songs fand ich einfach mega! Eines Tages durfte ich schließlich Le Shuuk kennenlernen, der mich dazu inspiriert hat, alles Mögliche was mir gefällt, miteinander zu vermischen. Und voilà: DJ Sriqq war geboren.

Erzähl uns etwas über dein neues Release – „SWIPE”. Wie lief die Zusammenarbeit mit Pierre Van Hooven?

Die meisten Künstler bleiben relativ konstant in ihrem eigenen Sound. Ich bin ein Fan von Diversität und probiere mich gerne mal im Studio aus. Mein guter Freund und Kollege Pierre Van Hooven ist da recht ähnlich gestrickt. Wir hatten schon zuvor einige gemeinsame Releases, diesmal wollten wir allerdings etwas für die breitere Masse machen: „Swipe“. Mit dem Track wollten wir zum Ende der Coronazeit einen Song veröffentlichen, der gute Laune unter den Menschen verbreitet und ihnen zeigt, wie wichtig die Nähe zu anderen Menschen ist. Leider gab es anfangs Probleme mit der Veröffentlichung, weswegen der Song erst jetzt erschienen ist.

Was waren deine bisherigen Höhepunkte deiner Karriere? Du hast ja bereits Support von Größen wie Hardwell und Timmy Trumpet erhalten. Warst du dabei, als sie deine Tracks gespielt haben?

Meine persönlichen Highlights in den vergangen Jahren waren meine Festivalauftritte, wie zum Beispiel auf dem Farbgefühle Festival, sowie Club-Touren und meine Spotify-Erfolge. Mein größtes Highlight war, als ich privat auf einem Festival als Gast war und Timmy Trumpet einen Track von mir spielte. Bei Hardwell war ich leider nicht live dabei, aber ich durfte zumindest verfolgen, wie ich bei Spotify in eine Playlist von ihm gerutscht bin. Ein Adrenalinrausch pur, wenn so eine Benachrichtigung mittendrin auf dem eigenen Handy aufpoppt.

Welche langfristigen Ziele verfolgst du?

Hauptziel: Tomorrowland Mainstage. Vermutlich träumt da jeder davon, aber ich möchte meinen Traum wahr werden lassen, deswegen hänge ich mich auch so sehr rein. Am Ende ist es mir aber nur wichtig, dass ich überhaupt auf Festivals spielen kann und die Leute im Nachgang sagen „Hey, habt ihr den verrückten DJ gesehen? Der ist live der Hammer“. Es gibt nichts Schöneres, wenn fremde Leute auf dich zukommen und deine Arbeit wertschätzen!

Welche Highlights erwarten dich im Jahr 2024? Du spielst sicher wieder auf einigen Events, oder?

Für dieses Jahr ist tatsächlich schon einiges geplant an neuen Projekten, Songs, Auftritten und Co. Ob und wann ich auf welchen Festivals spielen werde, darf ich leider erst dann sagen, wenn es offiziell bekannt gegeben wird. Sollte man sich auf dem ein oder anderen Festival wiedersehen, hoffe ich, dass ich als der durchgeknallte DJ bei den Leuten in Erinnerung bleiben werde.

Hört mal in „Swipe” rein:

Hier könnt ihr den Track kaufen.