
Die Tage werden länger, die Nächte spürbar wärmer und der unverkennbare Geruch von Nebelmaschine und kühler Sonnencreme liegt wieder in der Luft. Die Open-Air-Saison läuft auf absoluten Hochtouren und die Festival-Kalender von Berlin bis Ibiza platzen aus allen Nähten. Doch während das Line-up für das galaktische Wochenende meistens schnell steht wirft eine ganz andere Frage regelmäßig mittelschwere existenzielle Krisen auf. Was zieht man an wenn man am selben Tag erst im staubigen Open-Air-Garten herumhüpft und nachts im dunklen Techno-Club verschwindet?
Wer auf FazeMag nach den besten Events sucht der weiß ganz genau dass der richtige Look ein integraler Bestandteil der gesamten Clubkultur ist. Kleidung ist im elektronischen Kosmos schließlich kein bloßes Textil sondern pure Lebenseinstellung, Ausdruck von Freiheit und die glitzernde Eintrittskarte in eine völlig andere Dimension.
Vom Sonnenschein ins Blitzlichtgewitter der neonfarbenen Club-Nacht
Die modischen Anforderungen an ein perfektes Party-Outfit sind in diesem Sommer so vielseitig wie ein fünfstündiges Set von Solomun. Es muss der extremen Hitze des Tages trotzen den kühlen Windbrisen der frühen Morgenstunden standhalten und vor allem jede noch so wilde Tanzbewegung klaglos mitmachen. Die Zeiten in denen man sich auf Raves ausschließlich in tiefes, monolithisches Schwarz gehüllt hat sind zwar nicht vorbei aber der Sommer bringt eine herrlich spielerische, fast schon alberne Leichtigkeit in die Garderobe. Gefragt ist eine treffsichere Symbiose aus absoluter Weltraum-Funktionalität und ästhetischem Anspruch. Speziell designte atmungsaktive und herrlich schimmernde Partyoberteile bilden in dieser Saison das unschlagbare Fundament für jedes gelungene Club-Outfit. Sie lassen sich mühelos stylen reflektieren das Scheinwerferlicht auf der Tanzfläche auf magische Weise und überstehen selbst die schweißtreibendsten Peak-Time-Momente ohne optische Einbußen.
Wer den perfekten Sommer-Rave schadlos überstehen möchte muss die Kunst des Schichtens, auch bekannt als modisches Zwiebelprinzip perfekt beherrschen. Ein typischer Party-Marathon beginnt oft schon am frühen Samstagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein auf einem verstaubten Industriegelände. Hier sind leichte fließende Stoffe der absolute Königsweg. Eine weite extrem luftige Hose aus einem Viskose-Mix kombiniert mit einem stylischen Top hält die Hitze ab und sorgt für maximale Beinfreiheit beim ausgiebigen Raven.
Sobald die Sonne hinter den fetten Bassboxen versinkt und die Reise in den Indoor-Club weitergeht transformiert sich der Look durch ein paar gezielte Handgriffe. Eine lässige übergroße Vintage-Trainingsjacke oder ein derber Oversize-Denim-Blazer schützt nicht nur vor der nächtlichen Kälte sondern gibt dem gesamten Outfit sofort einen rauen, urbanen Touch. Der Kontrast zwischen feinen eleganten Stoffen direkt auf der Haut und einer robusten Jacke darüber ist das absolute Erfolgsgeheimnis moderner Streetstyles. So bricht man die klassische Eleganz radikal auf und verpasst dem Look die nötige Portion Underground-Glaubwürdigkeit die man an der strengen Clubtür dringend braucht.
Die ewige Suche nach dem perfekten Schuhwerk für die staubige Tanzfläche
Es ist die wohl älteste Weisheit der elektronischen Musikszene dass ein Outfit nur so gut ist wie die Schuhe die es tragen. Wer sich mit High Heels oder brandneuen schneeweißen Luxus-Sneakern auf ein staubiges Festivalgelände wagt hat die absolute Kontrolle über sein Party-Leben komplett verloren. Die Tanzflächen dieser Welt fordern ihren Tribut und verlangen nach rücksichtsloser Funktionalität.
Der absolute Favorit der Stunde sind gut eingetragene klobige Chunky Sneaker oder robuste Running-Schuhe mit einer exzellenten Dämpfung. Sie federn jeden harten Kickbass sanft ab und schonen die Gelenke wenn das Set mal wieder bis weit in den nächsten Nachmittag hineinreicht. Wer es etwas düsterer und klassischer mag greift zu leichten, atmungsaktiven Biker-Boots. Diese schützen die Füße in der dichten Menge perfekt vor unvorsichtigen Mittänzern und verleihen jedem noch so verspielten Sommerlook sofort eine angenehm unangepasste, leicht rockige Note. Dreck und Staub gehören hier einfach zum guten Ton und erzählen am nächsten Tag die absolut beste Geschichte der Nacht.
Accessoires als visuelles Statement unter dem unbarmherzigen Stroboskop
In einer Welt in der die Musik primär im Dunkeln stattfindet setzen die richtigen Accessoires die entscheidenden Akzente. Das unangefochtene Must-have eines jeden Sommers ist und bleibt die Sonnenbrille. Sie schützt die Augen nicht nur tagsüber vor der blendenden Sonne sondern dient in den frühen Morgenstunden im Club als Schutzschild gegen das gleißende Stroboskoplicht und die ersten, unbarmherzigen Sonnenstrahlen beim Verlassen der Location. Aktuell hoch im Kurs stehen futuristische schmale Modelle im schnellen Matrix-Stil oder sportliche Brillen die direkt aus dem Radrennsport importiert wurden.
Dazu gesellt sich die unverzichtbare Bauchtasche die heute lässig quer über die Brust getragen wird. Sie hält die Hände frei für die wesentlichen Dinge des Lebens und bewahrt Smartphone Gehörschutz und Fächer absolut sicher auf. Wer modisch noch eine gewaltige Schippe drauflegen möchte greift zu minimalistischem Silberschmuck oder auffälligen Chokern die im UV-Licht des Clubs geheimnisvoll leuchten und dem Look eine feine Rave-Nostalgie verpassen.
Mut zur Farbe bricht die monochrome Monotonie endgültig auf
Obwohl die Techno-Kultur historisch tief im matten Schwarz verwurzelt ist erlebt dieser Sommer eine regelrechte Farb-Explosion auf den Open-Airs. Neon-Akzente in grellem Grün leuchtendem Orange oder elektrisierendem Pink blitzen überall in der tanzenden Menge auf. Diese Farben harmonieren perfekt mit den flackernden LED-Wänden der großen Bühnen und versprühen eine unbändige positive Energie.
Wer nicht direkt als wandelnder Textmarker auffallen möchte setzt auf gezielte Farbtupfer. Ein komplett schwarzes oder graues Outfit wird durch eine neonfarbene Tasche oder leuchtende Socken sofort auf ein ganz neues modernes Level gehoben. Auch metallische Stoffe in Silber oder Hologramm-Optik sind absolute Gewinner der Saison weil sie das Licht der Scheinwerfer reflektieren wie eine lebendige Discokugel. Am Ende des Tages gilt in der elektronischen Musikszene ohnehin die goldene Regel dass erlaubt ist was gefällt und worin man sich absolut wohlfühlt. Die Musik ist tolerant die Community ist offen und der perfekte Look ist der, der die eigene Persönlichkeit im Takt des Basses am besten zum Ausdruck bringt.