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In Kooperation mit Desperados präsentieren wir jeden Monat den „Rookie des Monats“. Wir stellen Nachwuchs-DJs vor, die gerade Fuß fassen, sich etablieren und auch als Resident in einen Club spielen. Diesen Monat haben wir zwei Acts am Start, Harry Ken und das Duo HAW aus der Lola in Aalen.

Harry Ken: 

Warum bist du DJ geworden?

Als ich gerade mal 15 Jahre alt war, hatte ein Freund von mir die stabile Idee, sich Turntables zu kaufen und als ich das erste Mal daran stand und damit rumexperimentiert hatte, war mir klar, dass das etwas ist, was ich nicht mehr missen möchte! Schlussendlich hab ich sie ihm abgekauft und von Woche zu Woche kamen neue Platten in meine Sammlung dazu, sodass schnell klar war, dass ich ans Auflegen mein Herz und meine Seele verloren hatte. Das Gefühl, Musik zu machen und andere Menschen damit zum Tanzen, Lachen und Träumen zu bringen, war derart faszinierend für mich und ist es bis zum heutigen Tag absolut geblieben! Der Rest kam dann von „selbst“, wie das mit der Musik ja dann immer „von selbst“ geht (lacht).

Welcher aktueller Künstler inspiriert dich am meisten?

Puh, da gibt es einige Künstler, die mich stark beeinflusst haben und immer noch beeinflussen. Zum Beispiel Oliver Koletzki mit seinen verschiedenen Spielarten und seiner Art, mit den Menschen durch seine Musik zu kommunizieren. Oder Dominik Eulberg mit seiner verträumten, verspielten aber gleichsam auch treibenden Art, Musik zu zelebrieren. Aber auch ein Papa Väth und DJ Hell, die ich in meinen Anfangsjahren öfter erleben durfte, Pan-Pot sowie Kölsch hinterlassen immer wieder bleibende Spuren. Die Liste ließe sich aber auch mühelos und nahezu endlos erweitern, da andere Künstler, vor allem auch viele Freunde und Locals, mit denen ich die Decks teilen darf, nie aufhören, mich auf die eine oder andere Art zu beeinflussen. Man lernt immer dazu und ich bin da auch nicht absolut Genre-gebunden – was in meinen Ohren gut klingt, beeinflusst mich.

Erinnerst du dich an deinen ersten DJ-Gig?

Als wäre es gestern gewesen. Als ganz junger Rookie, der dachte, er könne schon alles, in einem Hip-Hop-Club in meiner damaligen Heimatstadt. Ich war nervös ohne Ende, sollte ursprünglich nur eine Stunde spielen, aber es waren dann schlussendlich zweieinhalb Stunden. Der Laden war voll und ich hab meinen ersten Übergang gleich mal richtig in den Sand gesetzt (lacht). Danach hab ich die Nervosität aber in den Griff bekommen und der damalige Resident im Club hat mich unterstützt, sodass es ein unfassbares Erlebnis für mich geworden ist und ich die Energie und den Vibe in einem Club „anders“ gespürt habe als wenn ich Gast wäre.

Dein kuriosestes Nightlife-Erlebnis?

Haha …auch hier ist die Liste lang. Drei Jungs haben mal eine riesige Palme auf einem Rollwagen in einen Club geschoben, auf dem Dancefloor platziert, sich darunter gestellt, getanzt und gemeint, sie feiern gerne „unter Palmen“ (lacht). War echt der Knaller und einfach geil. Ich frag mich zwar bis heute, wie sie das mit den Türstehern klar gemacht haben, aber anscheinend lief es.

Ein anderes gutes Erlebnis war sicherlich, als ein paar kräftige und mit Lederkutten bekleidete Jungs, die etwas im Club „zu regeln“ hatten, mal den Dancefloor um 1:30 Uhr nachts gestürmt haben und den Vibe dann auf sehr humorlose Art zu Nichte gemacht haben. Ich wollte dann spaßeshalber den passenden Soundtrack zu dieser Einlage liefern, fanden sie aber nicht so lustig und getanzt haben sie irgendwie auch nicht. Ich bin mir aber sehr sicher, dass da noch einiges Kurioses dazu kommen wird (grinst).

Seit wann legst du in der Lola auf?

Seit fast drei Jahren und es kommen hoffentlich noch viele weitere dazu.

Was macht die Lola für dich aus?

Ich verdanke der Lola unfassbar viel! Die Lola ist ein mein Zuhause, mein Happy-Place und ich spüre dort die Unterstützung von allen Seiten – auch wenn es einem mal nicht so gut geht –, die man als DJ und Mensch braucht! Die Lola teilt die Vision, die ich von einer gelungenen Partynacht habe, ist bereit auch mal neue Wege zu gehen und hat mit einem klasse Team und einer mehr als stabilen Anlage alles, was das DJ-Herz höher schlagen lässt. Der Club ist aber auch ein Ort, an dem die Menschen ihren Gefühlen freien Lauf lassen und sich in der Party, der Musik und der Nacht komplett verlieren können – und auch sollen. Ich habe einfach unbeschreibliche Nächte in der Lola erlebt! Das Wort Danke, das ja häufig mal so dahingesagt wird, ist hier nicht genug!

Was gehört für dich zu einer perfekten Partynacht?

Der Vibe muss stimmen! Ich glaube, daran lässt sich nicht rütteln. Der Laden muss nicht immer brechend voll sein, was natürlich gut ist, aber auch mit weniger Menschen, die Lust haben sich in der Musik zu verlieren, kann ein Abend sensationell werden. Klar müssen die Parameter wie gute Anlage, Licht, funktionierende Bar, etc. gegeben sein, aber unvergesslich wird die Nacht durch die Menschen, die sie mit dir teilen und in der Musik ihren Gleichklang finden. Das ist der Vibe für mich, an dem Nichts vorbeiführt und eine Partynacht perfekt macht.

Dein Lieblingsklassiker, der immer geht:

Foals – Late Night (Solomun Remix)
Für mich zeitlos und gerne als Closing-Track von mir verwendet!

Deine aktuellen Top 5 Tracks:

DJ Hell – Wir reiten durch die Nacht (Coyu Remix)
Rafael Cerato & Artbat – Uplift (Original Mix)
Ronnie Spiteri – Revenge (Original Mix)
Mark Alow – White Tusk (Original Mix)
Oliver Koletzki & Niko Schwind – Subati (Original Mix)

 

HAW

Warum seid ihr DJs geworden?

Musik war schon immer ein wichtiger Bestandteil in unserem Leben, um aus dem Alltag zu flüchten und unserer Kreativität freien Lauf zu lassen. Das wollten wir nicht länger für uns behalten und andere Menschen daran teilhaben lassen. Für uns ist es eins der schönsten Gefühle, Menschen mit unserer Musik zu erreichen. Aus diesem Grund haben wir HAW ins Leben gerufen.

Welcher aktueller Künstler inspiriert euch am meisten?

Es gibt unwahrscheinlich viele Künstler, die uns inspirieren, aber um es kurz zu fassen: Den größten Einfluss auf uns hatten Chris Liebing, Dax J und Linus Quick.

Erinnerst ihr euch an euren ersten DJ-Gig?

Ja, der liegt noch nicht so lange zurück, da wir HAW erst 2015 gegründet haben. Vor diesem Gig waren wir sehr aufgeregt weil es unser erstes Live-Set mit neuem Setup vor Publikum war.

Euer kuriosestes Nightlife-Erlebnis?

Da könnten wir Bücher schreiben, da es bei fast jedem Gig eine kleine Kuriosität gibt. Das wohl abgefahrenste Erlebnis war in einem Frankfurter Club, als ein Pärchen sich unserer Musik auf ganz besondere Weise hingab, indem sie vor unseren und den Augen anderer Sex hatten und unser Equipment fast vom Tisch zogen.

Seit wann spielt ihr in der Lola auf?

Unsere Residency in der Lola startete 2015.

Was macht die Lola für euch aus?

Die Lola ist unser zweites Zuhause, durch die wir viele Kontakte zu anderen Artists schließen konnten, woraus auch neue Freundschaften entstanden sind. Alle Mitarbeiter bis hin zur Chefetage arbeiten auf höchst professionellem Level und kümmern sich bestens um ihre Künstler. Immer ein tolles Publikum, fette Anlage, fette Location – das Gesamtkonzept ist top. Wir sind glücklich, ein Teil davon zu sein.

Was gehört für euch zu einer perfekten Partynacht?

Für uns ist es eine perfekte Partynacht, wenn wir im Club die Menschen mit unserem Sound erreichen können und wir auf diesem Wege zu einer Einheit werden. Wenn die Musik die Leute dazu bewegt, den Alltag hinter sich zu lassen, dann war es für uns die perfekte Partynacht.

Euer Lieblingsklassiker, der immer geht:

Jeff Mils – The Bells

Eure aktuellen Top 5 Tracks:

HAW – Roadrunner
Linus Quick – Weeping Birds
Roentgen Limiter – Dangerous Impulses
Tiga – Woke (Amine Edge & Dance Remix)
T78 – Mosquitor

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