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In Kooperation mit Desperados präsentieren wir jeden Monat den „Rookie des Monats“. Wir stellen Nachwuchs-DJs vor, die gerade Fuß fassen, sich etablieren und auch als Resident in einen Club spielen. Diesen Monat haben wir zwei Acts am Start, Salvatore Bruno und Dennis Allen aus der Nacht in Mönchengladbach.

Salvatore Bruno

Warum bist du DJ geworden?

Meine Eltern sind Tribehouse-Gänger der ersten Stunde! Als 16-jähriger hat man mich mit reingeschmuggelt, ab diesem Zeitpunkt wusste ich, dass diese Musik eine besondere Rolle in meinem Leben spielen wird.

Welcher aktueller Künstler inspiriert dich am meisten?

Es gibt so viele besondere und außergewöhnliche Künstler, mit viel Energie und einem speziellen Groove. Es ist nicht einfach, einen rauszupicken.
Auf einer Seite haben sich viele Künstler als Produzenten einen Namen gemacht, auf der anderen Seite gibt es die besseren DJs. Beides im Einklang ist natürlich perfekt – wie z. B. bei Dennis Cruz oder Guti, aber ich kann mich da nicht wirklich festlegen.

Erinnerst du dich an deinen ersten DJ-Gig?

Mein erster ernstzunehmender Gig war 2013 nach Sven Tasnadi. Ich habe meine eigenen Billig-Player mitgenommen und hatte totale Panik, weil die Pioneer CDJs für mich Neuland waren. (lacht)

Dein kuriosestes Nightlife-Erlebnis?

Dafür sollten wir lieber ein zweites Interview führen. (lacht)

Seit wann legst du in der Nacht auf?

In der Nacht spiele ich seit 5 Jahren.

Was macht die Nacht für dich aus?

Ich kann da tun und lassen was ich will. Man sagt nicht ohne Grund: Freunde der Nacht.
Die Nacht ist einfach ein sehr authentischer Club, der seit fast zwei Jahrzehnten seinen festen Platz in der elektronischen Musiklandschaft gefunden hat und dass mitten im Herzen von Mönchengladbach. Einfach ein cooler Mikroclub mit stets guten Bookings für Kenner! Für mich eine Herzensangelegenheit mit einzigartigem Vibe.

Was gehört für dich zu einer perfekten Partynacht?

Authentizität und weniger Social Media. Für mich steht der Sound immer im Vordergrund, gepaart mit einer Crowd, die Bock hat.

Dein Lieblingsklassiker, der immer geht:

„Larrys Exotic Blend“ von Zappe im Original Mix.

Deine aktuellen Top 5 Tracks:

Meine aktuellen Top 5 wechseln ständig und in kürzester Zeit. Als DJ & Produzent bist du stets auf der Suche nach deinem innovativen Sound, kreierst und verfeinerst deine eigenen Sachen, und lässt dich von Künstlern aus der ganzen Welt und aus diversen Musikgenres inspirieren. Man entwickelt sich immer weiter, man bleibt nie stehen!
Und selbst wenn ich jetzt meine Top 5 hätte, würde ich sie euch sicherlich nicht verraten. (lacht)

 

Dennis Allen

Warum bist du DJ geworden?

Weil ich etwas zu sagen habe, das man mit Worten nur schwer vermitteln kann. Musik ist eine universelle Sprache, die so gut wie jeder versteht und die für mich das geeignete Transportmittel ist, um mich auszudrücken und letztendlich selbst zu verwirklichen. Dies versuche ich sowohl in meinen Sets als auch in meinen eigenen Produktionen zu erreichen. Ich mag es, dass man als DJ Menschen zusammenbringt. Wir kommen seit jeher zusammen, um zu repetitiven Rhythmen und Klängen zu tanzen; früher ums Feuer herum, heute in Clubs und zu Tausenden auf Mega-Raves. Ich fühle dabei eine Magie und das erfüllt mich total.

Welcher aktuelle Künstler inspiriert dich am meisten?

Es gibt viele talentierte Künstler in allen Genres, deren Schaffen ich sehr schätze und die ich gerne anhöre. Es sind aber eher bestimmte Musikstile, die mich inspirieren. So hab ich einen Faible für den alten Synth-Sound der 80er-Jahre und alles, was irgendwie dubby klingt. Außerdem liebe ich westafrikanische Musik. Es ist bemerkenswert, welch geniales Gefühl die Leute dort für Rhythmik, Sounds und Gesang haben.

Erinnerst du dich an deinen ersten DJ-Gig?

Ja, zum Großteil! (lacht)
Ein Bekannter veranstaltete mal eine Party in Oberhausen und da er wusste, dass ich Musik produziere, fragte er mich, ob ich nicht auf einem kleinen Floor Musik machen wolle. Ich hatte zu dem Zeitpunkt noch nie aufgelegt und ehrlich gesagt auch kaum Ahnung davon, sagte aber trotzdem zu, im Glauben, dass ich das schon irgendwie hinbekäme. Ich kannte mich zwar schon relativ gut mit Ableton aus, hatte aber noch keinen Laptop, sondern einen dieser miesen Desktop-Tower-PCs, der schon halb auseinander fiel. Ich hab‘ dann einfach was am Computer arrangiert und das komplette Ding mit Monitor und allem Drum und Dran im Club aufgebaut. Die Sache ist schon viele Jahre her, aber der Anblick, als ich morgens total fertig von der Nacht am Oberhausener Hauptbahnhof mit PC unterm Arm saß, weil ich meine Mitfahrgelegenheit verpasste, war sicherlich sehr amüsant.

Dein kuriosestes Nightlife-Erlebnis?

Ich wünschte, ich könnte hier ’ne Top-Story für euch raushauen, aber außer den üblichen Klassikern ist mir bisher nichts richtig Kurioses passiert.

Seit wann legst du in der Nacht auf?

Seit Ende 2015 – also gut drei Jahre. Ich fing dort damals an der Tür an und an meinem ersten Tag fiel der DJ aus, der das Warm-up spielen sollte. Der Besitzer des Clubs wusste, dass ich auch auflege und bat mich kurzfristig einzuspringen. Ich hab dann eine ganze Zeit lang fast jeden Freitag und Samstag inkognito das Vorprogramm gemacht, bis ich dann irgendwann offiziell Resident wurde.

Was macht die Nacht für dich aus?

Ich mag die Nähe zu den Gästen. Die Nacht ist ein Mikroclub, kaum größer als ein Wohnzimmer, aber mit einer großen Menge Energie. Jeder kennt jeden und die Leute wollen genau das, worum es geht: feiern! Zudem ist das gesamte Team wie eine Familie, mit der man auch neben den Wochenenden mal abhängt und guten Kontakt pflegt. Ich fühle mich dort sehr wohl, als Artist wie auch als Gast.

Was gehört für dich zu einer perfekten Partynacht?

Wenn das Licht angeht und alles irgendwie einen Sinn gemacht hat.
Für mich ist das so ein emotionales Ding, dass ich nur schwer beschreiben kann, aber wenn ich eine Verbindung zu den Leuten herstellen kann und in deren Gesichter sehe, wie sich das Weltliche für einen Moment aufzulösen scheint, dann ist es eine gelungene Nacht für mich.

Dein Lieblingsklassiker, der immer geht:

„Fahrenheit 1989“ von Umo Detic.

Deine aktuellen Top 5 Tracks:

T. Raumschmiere – Augen Zu (Kompakt)
Kasper Bjørke feat. Tobias Buch – Rush/Brynjolfur & Heygum Remix (Hafendisko)
Fango – Sikhote (Urano 1/3) (Degustibus)
Rebolledo – Life Is Strange/Red Axes In The Moment Remix (Hippie Dance)
Autarkic – Powerhouse/Evil Version (Life And Death)

 

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Fotos Salvatore: www.ioannis.de