
Deutschland ist international vor allem für Bier, Brezeln und die Autos bekannt. Das Oktoberfest gilt ebenfalls als fester Bestandteil des deutschen Images im Ausland. Doch wie viele wissen, ist auch Techno ein wichtiger Teil der deutschen Kultur. In Seoul ist dieses Bild jedoch bisher kaum angekommen. Deshalb setzt sich der deutsche Botschafter David Berger dafür ein, diesen Teil der deutschen Kultur in Südkorea sichtbarer zu machen.
Vielen internationalen Besucher:innen erscheint Deutschland nach wie vor traditionell und eher „altmodisch“. Brezeln, Bier und Currywurst gehören für viele zum klassischen Deutschland-Erlebnis. Dieses Bild spiegelt jedoch längst nicht die kulturelle Realität wider. Die Technoszene in Deutschland – geprägt durch legendäre Berliner Clubs wie Berghain und Tresor sowie Veranstaltungen wie die Loveparade (heute „Rave The Planet“) – bildet einen wesentlichen und weltweit einflussreichen Teil der elektronischen Musikkultur.
Unter dem Motto „Techno Diplomacy“ möchte der Botschafter diese Facette Deutschlands hervorheben. Besucher:innen der Botschaft sollen – je nach Kontext – auch mit der elektronischen Subkultur Deutschlands in Berührung kommen. Gleichzeitig soll das Projekt eine Vorbildfunktion für DJs und Kulturschaffende im asiatischen Raum übernehmen.
Die „Techno Diplomacy“-Reise verfolgte dabei nicht nur das Ziel, kulturelle Zugänge zu schaffen, sondern auch DJs aus Ländern wie China, Japan, Südkorea, Kambodscha und Vietnam Erfahrungen mitzugeben, die sie in ihre eigenen Szenen zurücktragen können.
Mit der wachsenden Technoszene in Asien soll auch ein Raum für Freiheit entstehen. In vielen Ländern der Region fehlt queeren oder generell liberal denkenden Menschen ein sicherer Ort der Entfaltung. Die Förderung von Clubkultur kann somit auch das Entstehen solcher Safe Spaces unterstützen – Orte, an denen Menschen sich ausdrücken können, ohne Angst vor Ausgrenzung oder Verfolgung.
Quelle: NOZ
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