
Es ist ein ewiger Streitpunkt: Welches Soundsystem ist das beste – und welcher Club besitzt die beeindruckendste Anlage? Diese Frage taucht immer wieder in Gesprächen innerhalb der elektronischen Musikszene auf. Eine mögliche Antwort liefert Kelly Projects, eine audiophile Content Creatorin, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, eine persönliche Liste jener Clubs zu erstellen, deren Sound sie als herausragend empfindet.
Dabei geht es ihr nicht darum, wie viel Wumms eine Anlage erzeugt. Entscheidend ist für sie vielmehr, dass man selbst neben den Speakern noch eine Konversation führen kann und die Ohren am nächsten Tag nicht darunter leiden. Der Sound soll immersiv und beinahe „heilend“ wirken, gleichzeitig aber beim Tanzen umhüllen. Auch die Lautstärkepegel spielen eine Rolle – sie sollen kraftvoll sein, ohne unangenehm zu werden. Im Großen und Ganzen soll der Klang ein Gefühl von Wohlbefinden erzeugen.
In ihrer Liste finden sich bewusst keine der ganz großen, international bekannten Clubinstitutionen. Wer also ein Berghain oder Tresor erwartet, wird hier nicht fündig. Wichtig ist außerdem: Es handelt sich um ihre persönliche Einschätzung – eine Einzelmeinung, die jedoch viele in der Szene teilen dürften.
Zu den genannten Clubs zählen unter anderem das Shelter in Amsterdam, Chiave in London, FVTVR in Paris, das Guesthouse in Bukarest, Closer in Kyjiw, PRST in Wien, die Hoppetosse in Berlin, Lion & Lamb in London, K41 in Kyjiw sowie das FOMO in Baku.
Im Shelter Amsterdam sorgt die eingelassene DJ-Booth mit ihrem präzisen Funktion-One-System für ein intensives, hochauflösendes Klangerlebnis.
Das Chiave in London verbindet intime Basement-Atmosphäre mit kraftvollem, ausgewogenem Sound.
Und im FVTVR in Paris treffen rohe Ästhetik und druckvolle Bässe aufeinander – ein umhüllendes Klangfeld für lange Nächte.
Das Guesthouse in Bukarest setzt auf ein Soundsystem von Danley Sound Labs mit zwölf TH118-Bässen und acht SH50-Lautsprechern – druckvoll, klar und präzise.
Dies sind nicht alle Clubs, die sie erwähnt hat. Den vollständigen Überblick findet ihr in ihrem Instagram-Beitrag, wo ihr euch selbst ein Bild machen und eine eigene Meinung bilden könnt.
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