Die Hauptunterschiede zwischen den Unternehmenskonzepten B2B und B2C


Die Hauptunterschiede zwischen den Unternehmenskonzepten B2B und B2C

Zwei Abkürzungen, denen man als Unternehmen zwangsläufig früher oder später begegnet: B2B und B2C. Abkürzungen, die verschiedene Unternehmenskonzepte beschreiben, zwei unterschiedliche Ausrichtungen einer Firma.

 

Egal, ob Großunternehmen oder Ein-Personen-Betrieb, auch Sie sollten genau wissen, in welche Sparte Ihr Unternehmen fällt, welche Auswirkungen das für Sie hat und in welchen Bereichen diese Auswirkungen am stärksten zu spüren sind. Denn nur so können Sie die ideale Unternehmensstrategie und die dazugehörigen operativen Umsetzungen finden.

 

Die Grundideen B2B und B2C

Bevor wir uns mit den spezifischen Unterschieden und deren Auswirkungen auf Ihr Geschäftsleben befassen, hier ein kurzer Überblick über die beiden Grundkonzepte B2B und B2C.

 

B2B steht für Business-to-Business, B2C für Business-to-Consumer. Es geht somit um die Beziehungsebene, auf der sich das Unternehmen bewegt. Jede Firma steht in Beziehung zu unzähligen anderen Entitäten: Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, um nur einige wenige zu nennen. Die Konzepte B2B und B2C beziehen sich dabei auf die Beziehungsebene im Kundenbereich:

 

  • Ist der Kunde, an den Sie Ihre Produkte oder Dienstleistungen verkaufen, selbst ein Unternehmen, also ein Business, ist Ihr Unternehmen Teil des B2B-Sektors.
  • Ist der Kunde, an den Sie Ihre Produkte oder Dienstleistungen verkaufen, hingegen eine Privatperson und somit ein Endkunde (der Konsument, engl. Consumer), ist Ihr Unternehmen Teil des B2C-Sektors.

 

Die Bedeutung von B2B vs. B2C

Warum sich jedes Unternehmen mit den Unterschieden in den Konzepten B2B und B2C beschäftigen sollte, ist klar. Nur wer seine Kunden kennt, weiß auch, an welchen Bedürfnissen der Kunden man sich ausrichten sollte. Und wer die Einflüsse der Beziehungsebene auf die verschiedenen Aspekte des eigenen Unternehmertums kennt, kann sich ideal positionieren.

 

Einer der Hauptaspekte, der häufig im Vordergrund steht, geht es um die Frage B2B vs. B2C, ist die Marketingstrategie. Ein Bereich, in dem sehr einfach deutlich wird, dass unterschiedliche Kunden auch immense Auswirkungen auf die eigene Geschäftstätigkeit haben.

 

Marketing, das sich an Privatpersonen richtet, sieht selbstredend völlig anders aus als Marketing, das auf Unternehmen ausgerichtet ist. Doch Werbestrategie und Ansprache der Kundschaft ist nur einer der Bereiche, in denen die Unterscheidung zwischen B2B und B2C eine Rolle spielt.

 

Marketing in B2B und B2C

Bevor wir uns mit den anderen Bereichen befassen wollen, die von den beiden Kundenarten beeinflusst werden, wenden wir uns im ersten Schritt dem Marketing zu. Essentiell für den Unternehmenserfolg und Fokus vieler Firmen, die in Branchen mit großer Konkurrenz agieren – die richtige Werbestrategie.

 

Unternehmenskunden und Marketing im B2C-Sektor

Die Zielgruppe ist der offensichtliche Unterscheidungspunkt zwischen den beiden Unternehmenskonzepten. Sind Privatkunden der Zielsektor, setzt Marketing auf eine breitflächige Ansprache. Die genutzten Medien inkludieren neben der für jedes Marketing immer wichtiger werdenden online Welt vor allem TV, Radio und Printwerbung.

 

Erfolgreich ist Marketing auf emotionaler Ebene. Auch kurzfristige Versprechen und Vorteile bergen ein großes Marketingpotential. Ein perfektes Beispiel dafür sind Bonusaktionen und Gutscheine, insbesondere persönlich über E-Mail oder Coupons ausgegebene Vorteile. Dabei fühlt sich der Kunde wertgeschätzt und der Vorteil aus der Interaktion mit dem Unternehmen ist sofort ersichtlich.

 

Klarheit und Einfachheit sind bei solchen Aktionen essentiell. Wer beispielsweise im Casino 20 Euro Startguthaben bekommt, weiß sofort, um welchen Vorteil es sich handelt und wie viel dieser Bonus auch tatsächlich Wert ist. Das genügt in der Regel bereits, um die Aufmerksamkeit des Kunden zu erregen und zu einer Interaktion zu führen.

 

Privatkunden und Marketing im B2B-Sektor

Wer hingegen sein Produkt anderen Unternehmen anbietet, der kommt mit emotionaler Werbung und kurzfristigen Vorteilen garantiert nicht gut beim Kunden an. Marketing muss im B2B-Sektor feinfühliger und wesentlich faktenorientierter aussehen.

 

Das Unternehmen wird dabei als Kunde von einer Person repräsentiert, die Investitionen sind in der Regel auf wesentlich größere Summen ausgerichtet und der Entscheidungsträger steht selbst in einer Verantwortung gegenüber dem eigenen Arbeitgeber. Sachliche Fakten sind somit im direkten Marketing ebenso wichtig wie ein allgemein sicheres, verlässliches und seriöses Unternehmens- und Markenbild.

 

Unterschiede zwischen B2B und B2C in anderen Bereichen

Wir haben es bereits erwähnt: Das Unternehmenskonzept hat große Auswirkungen auf die Marketingstrategie, ist aber auch in vielen weiteren Bereichen für eine herausragende Unternehmensperformance überaus relevant. Mit zwei dieser wichtigen Bereiche wollen wir uns genau deshalb im Folgenden beschäftigen.

 

Vertrieb und Verkauf

Wie auch im Marketing ist im Vertrieb und Verkauf die Zielgruppe ein maßgebender Faktor. Vertrieb in B2C-Unternehmen basiert auf einer möglichst großen Anzahl an Interaktionen. Der Verkauf erfolgt in der Regel sehr schnell, einen persönlichen Kontakt gibt es in den wenigsten Fällen. Das Produkt, das der Kunde erwirbt, wird in der Regel keiner allzu großen Prüfung unterzogen und auch Sie als verkaufendes Unternehmen werden nur oberflächlich betrachtet und kaum in die Kaufentscheidung einbezogen.

 

Möchte man hingegen als B2B-Unternehmen sein Produkt oder seine Services an andere Firmen verkaufen, so ist der Aufbau einer persönlichen Beziehung zum Ansprechpartner des Kundenunternehmens essentiell. Ein Prozess, der sehr langwierig sein kann und bei dem das aufgebaute Vertrauen eine große Rolle spielt. Abgesehen davon werden das Produkt und das Unternehmen dahinter wesentlich genauer durchleuchtet und die Entscheidung hängt von wesentlich mehr Faktoren und häufig auch mehreren Personen mit unterschiedlichen Interessen im Kundenunternehmen ab.

 

Kundenservice

Egal, ob Ihr Kunde eine Privatperson oder ein Unternehmen ist, Serviceleistungen haben einen hohen Stellenwert. Wie dieser Service allerdings aussehen sollte, darin unterscheiden sich die beiden Unternehmenskonzepte erneut sehr deutlich. Wie immer geht es auch hier um die Zielgruppen und die Unterschiede in den selbigen. Die Definition von gutem Service hängt nämlich hauptsächlich von den Bedürfnissen des Empfängers einer Leistung ab.

 

Kennen Sie die Bedürfnisse Ihrer Kunden! Das ist der simple Schlüssel auf dem Weg zum Erfolg, möchten Sie einen herausragend guten Kundenservice bieten.

 

  • Wie stark spielt der Zeitfaktor eine Rolle und welche Antwortzeiten werden bei Serviceanfragen akzeptiert und als herausragend gut bewertet?
  • Geht es bei der Serviceinteraktion vor allem um Fachwissen oder um simple Lösungen für einfache Probleme und Fragen, die sofort erwartet werden?

 

Und diese Fragen sind dabei erst der Anfang – Die selbsternannten „B2B-Versteher“ von Phocus DC haben beispielsweise 9 Unterschiede im Bereich B2B vs. B2C Kundenservice ausfindig gemacht. Mindestens ebenso viele Diversitäten gibt es im Marketing, im Vertrieb und in allen anderen Unternehmensteilbereichen.

 

B2B und B2C – Konzepte, mit denen sich wirklich jede Firma auseinandersetzen sollte. Mit einem tiefen Verständnis dieser Konzepte können Sie nämlich nicht nur für eine verbesserte Kommunikation mit Ihren Kunden sorgen, sondern außerdem auch zu einem größeren Erfolg für Ihr Unternehmen gelangen.