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Die Meldungen häufen sich. Andreas Henneberg von The Glitz, Bebetta und Sven Wittekind beispielsweise haben schon davon berichtet, dass ihnen Falschgeld ausgezahlt wurde. In den meisten Fällen geschieht das natürlich unabsichtlich, da die Clubs das Geld, das sie eingenommen haben, wieder auszahlen. Die Bundesbank hat im ersten Halbjahr 2015 rund 50.500 falsche Euro-Banknoten im Nennwert von 2,2 Millionen Euro registriert. Die Zahl der Fälschungen stieg gegenüber dem zweiten Halbjahr 2014 um 31 %. Rein rechnerisch entfielen damit auf Jahresbasis zwölf falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner. Aber welche Gefahren birgt die Annahme und die Weitergabe von Falschgeld? Wir haben recherchiert.

Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Falschgeldkriminalität mit einem Anteil von fast 90 % noch stärker auf Banknoten der Stückelungen 20 und 50 Euro konzentriert.  Jede Fälschung moderner Banknoten, zu denen natürlich auch der Euro gehört, ist grundsätzlich ohne Verwendung besonderer Hilfsmittel erkennbar. Grobe Abweichungen bei Format, Farbe oder Bildelementen gibt es aber meistens nicht. Erst die nähere Betrachtung, die Überprüfung an Hand der Sicherheitsmerkmale, macht eine Unterscheidung möglich. Die Deutsche Bundesbank bietet kostenlose Schulungen zur Erkennung gefälschter Euro-Banknoten an. Aber wer hat dafür Zeit?

Tipps zur Falschgelderkennung

Schaut euch das Geld genau an! Achtet dabei nicht nur auf den Gesamteindruck, sondern konzentriert euch ganz bewusst auf bestimmte Sicherheitsmerkmale, die man sich allerdings vorher eingeprägt haben sollte. Verlasst euch bei der Prüfung nicht allein auf ein Sicherheitsmerkmal. Geht nach dem Prinzip „Fühlen-Sehen-Kippen“ die bekannten Sicherheitsmerkmale der Reihe nach durch und zieht, falls vorhanden, ein Banknotenprüfgerät in die Überprüfung mit ein. Das ist natürlich nicht ohne Weiteres möglich. Darum: Besorgt euch eine Vergleichsnote. Bestehen weiterhin Zweifel, lasst die Note(n) und/oder Münze(n) bei eurer Hausbank oder einer der Filialen der Deutschen Bundesbank (nur Euro) überprüfen.

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Was tun, wenn Geld als falsch erkannt wurde?

Grundsätzlich gilt: Benachrichtigt, wenn ihr Falschgeld (Banknoten) erhalten habt bitte sofort die Polizei. Falsche sowie als falsch verdächtige Münzen sind bei der zuständigen Filiale der Bundesbank einzureichen. Bei der Weiter- oder Rückgabe von Falschgeld könnt ihr euch genau wie bei der Herstellung von Falschgeld strafbar machen. Für Falschgeld gibt es keinen Ersatz! Daher solltet ihr auch die Ware nicht vor Bezahlung mit gültigem Geld herausgeben. Die Deutsche Bundesbank, Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute sind gemäß §36 Bundesbankgesetz zur Anhaltung von falschem bzw. falsch verdächtigem Geld verpflichtet. Falsches Geld ist dabei an die Polizei, falsch verdächtiges Geld an die Deutsche Bundesbank zu übergeben. Verstöße gegen die Anhalte- bzw. Meldepflicht können mit einer Geldbuße bis zu 100.000 Euro geahndet werden.

Mehr Infos gibt es unter www.bundesbank.de

 

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