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So gut wie alle deutschen Metropolen stellen sich gerne als Ort da, indem das Nachtleben blüht und zahlreiche Clubs existieren. Auch die Politik versuchte schon oft, sich z.B. mit den Berliner Clubs zu schmücken und ihre Stadt so besonders attraktiv erscheinen zu lassen. Trotzdem müssen wir hier jeden Monat über Clubschließungen berichten, was deutlich zeigt, dass die Verantwortlichen dieser Städte noch lange nicht den Wert eines reichhaltigen Clubangebots erkannt haben. Diese Idee könnte in nächster Zeit einiges an dieser Situation ändern:

Der „Creative Footprint“ soll ermitteln, wie ein Club die Lebensqualität der Stadtbewohner verbessert. Dazu setzt sich ein Gremium aus über 20 „Experten“ zusammen und diskutiert über folgende Punkte: Raum, Inhalt und Rahmenbedingungen. Viele Facetten wie z.B. „Wie viele Clubs gibt es pro Einwohner?“ oder „Wie werden Ausschanks- und Öffnungslizenzen reguliert?“ ohne Probleme beantwortet werden können, gibt es auch herausfordernde Sachlagen:

Wie kreativ und vielfältig nutzt ein Club seine Flächen? Wie sehr wirbt er mit seinem Programm, statt mit Flatrate-Angeboten und „Ladies Nights“? Performen die Künstler*innen (und DJs) hier vor allem eigene Produktionen und sind sie eher lokale Newcomer oder große internationale Acts?
Bei der Diskussion werden alle Szenarien durchdacht und dann Punkte vergeben für das Clubleben einer Stadt. In einem ersten Durchlauf hat Berlin 8,02 von 10 Punkten errungen, allerdings stehen offizielle Untersuchungen seitens der Stadt noch aus. Amsterdam, Los Angeles, New York und Sao Paulo wurden bereits mit „Creative Footprints“ bewertet, sodass die Clubs nun nachweislich mehr Druck auf die Politik ausüben können, da der Wert des Nachtlebens nun schwarz auf weiß feststeht.
Wir sind sehr gespannt …

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Quelle: Thump