Ein schottischer Nachtclub erprobt eine neue Technologie, bei der die von den Tanzenden auf der Tanzfläche erzeugte Wärme zur Energieversorgung des Lokals und damit zur Verringerung der Emissionen genutzt wird.

Genutzt wird dieses sogenannte BODYHEAT-System offenbar erstmals vom SWG3 Club in Glasgow. Im Rahmen der Klimakonferenz COP26 soll das Projekt am 31. Oktober eingeführt werden. Am 7. November wird es außerdem eine Einweihungsparty mit Honey Dijon geben.

„BODYHEAT nutzt Wärmepumpen und Flüssigkeiten, um die unglaublichen Mengen an Körperwärme, die von den Zuschauern des SWG3 erzeugt werden, aufzufangen und ihre kombinierte Energie in zwölf 150 m tiefe Bohrlöcher zu leiten, die unter dem Veranstaltungsort gebohrt wurden“, erklärten die Verantwortlichen des Clubs auf ihrer Homepage. Anschließend könne die Energie im gesamten Club in Echtzeit genutzt, für mehrere Monate gespeichert und sogar zu einem späterem Zeitpunkt verwendet werden. 70 Tonnen CO2 sollen so eingespart werden.

„Es besteht kein Zweifel, dass die COVID-19-Pandemie die Veranstaltungsbranche weltweit vor enorme Herausforderungen gestellt hat, aber sie hat auch einen seismischen Ruck verursacht, der durch die Unternehmen geht – was deutlich macht, wie wichtig eine stabile und nachhaltige Zukunft ist“, so Andrew Fleming Brown, Geschäftsführer von SWG3. Er fuhrt fort: „BODYHEAT ist unser innovativer Beitrag zu einem globalen Thema und wird uns dabei helfen, unseren Energieverbrauch drastisch zu senken – was uns einen Schritt näher daran bringt, in nicht allzu ferner Zukunft ein klimaneutraler Veranstaltungsort zu werden.“

 

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Quelle: SWG3, DJ Mag