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Ich hätte ja nicht gedacht, dass irgendjemand mal auf die Idee kommen würde, Remixe zu Kosis geradezu übermenschlichem Album „Wo die Rammelwolle fliegt“ zu machen (okay, erwartet hätte ich es vielleicht noch von „Zuviel Zeit“), aber dass gerade der „Grundton“ für Michael Mayers Remix-Wahn herhalten musste, überrascht mich dann doch. Aber umso besser, Mayer hält sich angenehm frei an das Original, verwurstet einzelne Sprach- und Gesangversuchs-Fetzen und bastelt einen seltsamen und geräuschgeschwängerten Minimal-Schleifer, der interessanterweise sogar den Hörspielcharakter der Vorlage behält. Robag Wruhme geht seine Aufgabe schon klassischer an und zaubert einen wunderschön schwebenden und harmonischen Minimaltrack aufs Parkett, der im Vergleich zu Seite A deutlich leichter zu konsumieren ist. Als Bonus gibts noch einen relaxten Track von Koze und dem Hamburger Handicap-Projekt Station 17, der auch noch mal sehr schick ist und das Paket ist geschnürt. 9/10 Sanomat