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Labelgründer, Veranstalter, Clubbetreiber, Journalist, Verleger, Produzent und DJ. Thomas Koch aka DJ T. hinterlässt seit etlichen Jahren seine Spuren auf den Pfaden der elektronischen Musik. Der Pfad des Discjockeys feiert nun seinen 25. Geburtstag, und das wird mit einer Jubiläums-Compilation gekrönt, die für jedes Jahr einen Track präsentiert und auf Get Physical erscheint, dem Label, das Koch einst gemeinsam mit M.A.N.D.Y. und Booka Shade gründete.


Wer oder was ist schuld, dass du DJ geworden bist?
Niemand außer mir selbst. Obwohl: Eine Teilschuld trägt vielleicht dieser DJ des Beachresorts auf Ibiza, in dem ich – neunjährig – 1978 mit meiner Mutter Urlaub machte. Er sah meine grenzenlose Begeisterung auf der Tanzfläche und holte mich zu sich hinter das DJ-Pult. Das waren Zeiten, in denen DJs noch nicht mixten sondern jede neue Platte mit dem Mikrofon ansagten. Zur Belustigung der Gäste ließ er mich das dann für ein paar der Platten in meinem gebrochenen Kinder-Englisch machen. Möglicherweise hat er da einen Samen gepflanzt der später aufgegangen ist.

Mein erster Plattenspieler …
Für die ersten Jahre war das der Plattenspieler der Kompaktanlage meiner Eltern und Plattenspieler von Freunden. Mein erster eigener Plattenspieler: Natürlich ein Technics SL-1200 MK2. Das muss 1988 gewesen sein.

Meine erste Gage …
50 D-Mark. Auch 1988.

Davon habe ich mir gekauft …
… Vinyl!

Der Track, der die längste Zeitspanne in meinem Set zu finden war/ist?
Unmöglich, da einen einzelnen so über alle anderen zu erheben. Alle Chicago House-Hymnen auf Labels wie Trax, DJ International, NuGroove etc., die zwischen 1985 und 1988 veröffentlicht wurden und seitdem zu meinem Standard-Repertoire gehören.

Mein längstes Set …
Alle Sets während meiner Residency im kleinen Club des Dorian Gray in Frankfurt Ende der 90er. Meine Schicht startete stets um 6 Uhr morgens und ging mindestens bis 13 Uhr, nicht selten aber auch bis 15 Uhr.

Mein kürzestes Set …
Ich weiß noch, dass es gerade mal für drei bis vier Platten reichte. Aber mir mag der Anlass einfach nicht mehr einfallen.

Einer meiner schönsten Momente hinter dem DJ Pult …

Alle meine Sets in der Panorama Bar in den letzten zehn Jahren. Da kommt nichts anderes auch nur entfernt ran.

Ende der 80er Jahre war …
Aufbruchstimmung. Zu dieser Zeit war Frankfurt der richtige Ort für mich. In Clubs wie dem Omen, dem Dorian Gray und dem XS war die Energie so intensiv, dass man sie mit Händen greifen konnte. Mir und vielen anderen war damals intuitiv klar, dass wir uns da zur Stunde Null etwas bewegten, das größer werden würde, als wir uns das überhaupt vorstellen konnten.

In 25 Jahren …
… werde ich eine völlig anderes Leben haben als heute, aber immer noch ab und zu auflegen und auf eine Tanzfläche gehen. Schon in meiner frühen Jugend waren Tanz und Musik mein Lebensinhalt. Ich habe mir geschworen, dass ich das nie ganz verlieren werde.

www.getphysicalmusic.com

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