DJ Top 100: Guetta, de Witte, Landry & van Buuren Weltspitze

Die DJ Mag Top 100 zeigen in diesem Jahr allerdings auch: Techno-Deutschland schneidet insgesamt schwach ab. 

David Guetta eroberte nach 14 Jahren erneut den Spitzenplatz und feiert damit seinen fünften Gesamtsieg. Mit Veröffentlichungen wie „Lucky“ mit MORTEN, einer neuen Single mit Sia und über einem Dutzend weiteren Kollaborationen bewies der Franzose, dass er weiterhin ein zentraler Innovator der Szene ist. „Ich fühle mich sehr geehrt“, erklärte er und machte deutlich, dass ihm die Reaktionen seines Publikums noch immer das größte Glück bereiten.

Auch Charlotte de Witte sorgte für Schlagzeilen: Zum fünften Mal in Folge wurde sie zur weltweit besten Techno-DJ gekürt und sicherte sich erstmals einen Platz in den Top 10, wo sie auf Rang 9 einstieg. Ihr spektakuläres Jahr kulminierte im Tomorrowland-Auftritt, bei dem sie nach einem Brand die Hauptbühne am selben Tag eröffnete und schloss – ein historisches Ereignis. Zusätzlich kündigte sie ihr Debütalbum für November an und begeisterte mit Pop-up-Events von New York bis Gent.

Sara Landry setzte ebenfalls ein Ausrufezeichen: Die US-amerikanische Künstlerin wurde erneut mit dem Highest Hard Award ausgezeichnet und in der Umfrage zur besten Hard-DJ der Welt gewählt. Nach ihrer ETERNALISM-Tour mit Stopps in legendären Venues stieg sie auf Platz 62 der Gesamtwertung. Ihre Live-Show, die Hard-Techno mit von Gigers Kunst inspirierten Visuals verbindet, wird Ende September erstmals auf Ibiza präsentiert. „ETERNALISM ist das bisher ehrgeizigste Projekt meiner Karriere“, sagte Landry.

Armin van Buuren erhielt 2025 den Titel als bester Trance-DJ und zeigte zugleich seine Vielseitigkeit. Mit Adam Beyer produzierte er eine Neuinterpretation des Klassikers „Techno Trance“ von D-Shake. „Vor allem zeigt dieser Track die Synergie zwischen unseren beiden Genres“, betonte van Buuren. Zudem erschien sein neuntes Album „Breathe“, begleitet von der Compilation „A State Of Trance Ibiza 2025“. Für seine Verdienste wurde er zusätzlich mit dem Outstanding Contribution Award geehrt.

Die Preisverleihung am 30. September im [UNVRS] Ibiza vereinte die Größen der Szene. Neben dem Headline-Set von David Guetta traten auch Armin van Buuren, Boris Brejcha, Indira Paganotto, Jazzy und Miss Monique auf. Damit bestätigte die Gala nicht nur die Dominanz von Guetta, de Witte, Landry und van Buuren, sondern zeigte zugleich die Vielfalt und Innovationskraft der elektronischen Musik im Jahr 2025.

Obwohl Deutschland seit Jahrzehnten als eine der Heimatstätten für elektronische Musik gilt, sieht es in den Top 100 eher mau aus. Zwar sind es immerhin zehn Vertreter, die Solo, als Teil eines Projektes oder mit doppelter Staatsangehörigkeit aufgeführt werden. Es scheint jedoch an echtem Nachwuchs zu fehlen, denn mit wenigen Ausnahmen geistern viele der Namen seit nunmehr Jahrzehnten in den Top 100. Dabei sind u. a.: Keinemusik (20), Claptone (30), Paul van Dyk (39), Zedd (44), Boris Brejcha (49), Lilly Palmer (57), ATB (59), Plastik Funk (86), Topic (99) und Marlon Hoffstadt (100).

Quelle: DJ Mag

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