Foto: Arne Müseler


Matthias Roeingh, auch besser bekannt als Dr. Motte fordert für die Neuauflage der Loveparade die Markenrechte von McFit-Chef Rainer Schaller zurück. Der Berliner DJ und die Multimediakünstlerin Danielle de Picciotto hatten 1989 die erste Loveparade initiiert.

Kurz vor dem zehnten Jahrestag des Unglücks bei der Loveparade in Duisburg lud der 60-jährige Dr. Motte im Gespräch mit der „Rheinischen Post“ dazu ein, dass Schaller die Marke zurückgeben solle.

Offenbar bereut Roeingh, 2005 die Veranstaltung in andere Hände gegeben zu haben. „Die Loveparade war immer eine für alle offene Kulturveranstaltung und sollte kein Marketinginstrument für eine einzelne Fitnesskette werden.“

Schaller, der auch die Loveparade 2010 organisierte, wollte nicht mit Dr. Motte zusammenarbeiten. Das Loveparade-Verfahren endete im Juli ohne Urteil und viele Nebenkläger sind auf ihren Kosten sitzen geblieben. „21 Menschen sind gestorben und niemand wird verurteilt, wie kann das passieren, bei der best dokumentierten Katastrophe der deutschen Nachkriegszeit?“

Dr. Motte will die Loveparade im kommenden Jahr nach Berlin zurückbringen. Dafür habe er sogar auch den Segen der Hinterbliebenen der Opfer von Duisburg. Seit dem Unglück soll er mit diesen in Kontakt stehen. Sie sind der Meinung: Wenn es jemand machen soll, dann Dr. Motte.

Wir sind gespannt und freuen uns bereits jetzt auf den 10. Juli. Da soll nämlich die Loveparade zurückkehren. Bisher aber unter dem Namen „Rave The Planet“, vielleicht bekommen sie ja den originalen Namen wieder zurück.

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