Die 57-jährige Csilla L. war mit ihrem Citroën DS5 unterwegs und wirkte total unauffällig. Doch wenn sie auf einen Knopf in der Mittelkonsole ihres Wagens drückte, sprang ein Geheimfach auf, in dem sich kiloweise Kokain und Zehntausende Euro befanden.

Im Februar diesen Jahres wurde die Ungarin mit über sieben Kilogramm Kokain und knapp 30.000 Euro Bargeld in München bei einer Übergabe erwischt. Ihr Liefergebiet soll sich aber über das ganze Bundesgebiet erstreckt haben.

Es dauerte mehrere Stunden, bis die Beamten das Geheimfach im Auto der 57-Jährigen entdeckten. Mit einem magnetischen Mechanismus, der durch einen Knopf in der Mittelkonsole ausgelöst wurde, klappte die Konsole hoch. Das Ganze soll höchstprofessionell und hochwertig verbaut worden sein.

Die 30.000 Euro befanden in einem Kuvert und einem Gummihandschuh im Geheimversteck. Daneben lagen die knapp 5,8 Kilogramm Kokain mit einem Wirkstoffgehalt von 86 Prozent. Gut 1,25 Kilogramm hatte sie bei der Festnahme in einem Münchner Café an einen Komplizen übergeben.

Die Anschuldigungen an die mehrfache Großmutter wurden bestätigt. Sie soll 750 Euro für die Kurierfahrt bekommen haben. Auch der festgenommene Komplize gestand, mit Drogen gedealt zu haben. Ein weiterer Komplize, stritt alle Anschuldigungen ab.

Die Drogen-Oma war bisher noch nicht mit dem Gesetz in Berührung getreten. Es ist unklar, warum und wie sie zu diesem etwas unkonventionellen Zubrot kam. Ihr droht eine mehrjährige Haftstrafe.

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