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Drogenhändler werden immer jünger – 15-Jähriger festgenommen – Bildquelle: Kripo Coburg


Drogenhändler werden immer jünger – 15-Jähriger festgenommen

Die Kripo Coburg hat kürzlich einen Drogenhändlerring gesprengt. Der Jüngste der Bande war gerade einmal 15 Jahre alt. Insgesamt wurden sechs Leute im Alter von 15 bis 22 Jahren festgenommen. Obendrein führte die Spur auch zu einem Großdealer aus den Niederlanden, der hauptsächlich über das Darknet agierte.

Angefangen haben die Ermittlungen mit dem 15-Jährigen, der seine illegalen Geschäfte mit Marihuana vorwiegend im Raum Neustadt bei Coburg abwickelte. Er bot größere Mengen an Gras zum Kauf an. Durch ihn kamen die Beamten den Hintermännern auf die Schliche.

Als sich dann Ende Oktober ein größeres Geschäft abzeichnete, schlugen die Ermittler zu und nahmen die sechs Verdächtigen fest. Unter ihnen auch der 18-jährige Kopf der Bande. Die starke Vernetzung der jungen Männer zeichnete sich erst bei den intensiven Vernehmungen ab.

Bei der Drogeübergabe wurden rund 2,2 Kilogramm Marihuana sichergestellt. Des Weiteren konnten Computer, Laptops und eine Vielzahl von Handys sichergestellt werden, die für sie für die „Arbeit“ der Dealer genutzt wurden. Ein Mitglied der Bande offenbarte schließlich den gemeinsamen Bunker und es konnten weitere 4,8 Kilogramm Marihuana beschlagnahmt werden.

In einem nahegelegenen Waldstück fanden die Polizisten in mehreren Erdbunkern dann auch Plastik-Container, in denen Bargeld, Computer und auch weiteres Rauschgift gefunden wurde. Man wurde auch auf eine 17-jährige Komplizin aufmerksam, die der Bande bei der Abwicklung der Geschäfte behilflich war. Sie war sozusagen die „Sekretärin“ des Rings. Sie erledigte Telefongeschäfte oder Verpackungstätigkeiten und soll auch die Vertretung des 18-jährigen „Chefs“ gewesen sein.

Auch Bankschließfächer bei umliegenden Bankinstituten, in denen sich mehrere Tausend Euro an offensichtlichem Drogengeld befanden, hat die Bande angelegt. Die Kriminalbeamten konnten diese aber ausfindig machen und das Drogengeld beschlagnahmen.

Es wurde noch ein weiterer 18-Jähriger festgenommen, der als Computerspezialist der IT-Fachmann der Bande gewesen ist. Er war für die Nutzung des „Darknets“ zuständig. Durch die Bande aus Coburg und Umgebung kamen die Beamten dann auf die Spur des Hintermanns aus den Niederlanden. Der Großhändler schickte sich selbst Pakete nach Deutschland und nahm diese als Hotelgast in und um Coburg entgegen. Insgesamt soll er so seit August 2016 mehr als 27 Kilogramm Marihuana in die Bundesrepublik eingeführt haben. Er ist im Gegensatz zu den Coburgern schon 28 Jahre alt.

Obwohl alle Bandenmitglieder noch so jung waren, wirkten sie sehr strukturiert, arbeitsteilig und zeugten von einer hohen kriminellen Energie. Selbst die erfahrenen Rauschgiftfahnder bezeichneten das junge Alter des Täterkreises als erschreckend.

Die Jugend von heute…

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