Drogenskandal in Köln: Polizei riegelt Kiosk in der Innenstadt ab

Drogenskandal in Köln: Polizei riegelt Kiosk in der Innenstadt ab/Foto-Quelle: Flickr. Credit: György Soponyai

Bei einer Razzia in der Kölner Innenstadt haben Einsatzkräfte einen Kiosk am Hansaring schlagartig geschlossen. Was eigentlich als eine Routinekontrolle im Rahmen des Jugendschutzes begann, endete mit der Sicherstellung eines beachtlichen Drogenlagers und der sofortigen Versiegelung des Ladenlokals.

Die Beamt*innen des Kölner Ordnungsamtes und der Polizei stießen am Donnerstagnachmittag hinter der Ladentheke auf ein professionell geführtes Drogendepot. Der Zugriff erfolgte präzise. Während der Betreiber alleine im Laden war, durchkämmten die Einsatzkräfte den Thekenbereich. Die Bilanz der Durchsuchung ergab einen Fund von 300 Gramm Cannabis, 13 Gramm Kokain und 49 Tabletten des starken Opioids Tilidin. Zudem fanden die Beamt*innen unterhalb der Kasse eine Feinwaage sowie ein Messer, an dessen Klinge noch deutliche Kokainreste zu sehen waren. Ein klares Zeichen dafür, dass hier nicht nur die Drogen gelagert wurden, sondern sie für den Straßenverkauf gedacht waren.

Doch das aktuelle Ereignis ist kein Einzelfall. Die Stadt Köln veröffentlichte parallel Zahlen einer großangelegten Kontrollwelle, die seit Oktober 2024 läuft. Die Ergebnisse zeigen, dass innerhalb von Kontrollen immer häufiger illegale Substanzen wie „Snus“ (Oraltabak), hoch dosierte Vapes oder sogenannte „Legal Highs“ (LSD-Derivate und synthetische Cannabinoide) gefunden werden, die auf ein junges Publikum abzielen.

Der betroffene Kiosk wurde umgehend amtlich versiegelt und ein Gewerbeuntersagungsverfahren wurde eingeleitet. Die Kölner Behörden kündigen zudem an, den Kontrolldruck in der Innenstadt und den angrenzenden Vierteln massiv hochzuhalten.

Quelle: EXPRESS

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