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hochdosiertes XTC & LSD im Umlauf


Wir können verstehen, wenn ihr an diesem Wochenende mal wieder so richtig feiern wollt und die schlimmen Nachrichten der vergangenen Wochen mit Erdbeben, Terroranschlägen und anderem vergessen wollt. Aber dennoch bitten wir euch, vom Drogenkonsum abzusehen. Denn eine Lösung ist es nicht. Für alle Unbelehrbaren haben wir hier zwei brandheiße Warnungen für euch.

Drogenwarnung zur After: hochdosiertes XTC & LSD im Umlauf

LSD

Gerade kursiert ein grüner Filz mit dem Namen „Hofmann“ in der Größe 6.5 x 6.5 mm. Als Inhaltsstoffe haben unsere Freunde von Saferparty.ch 186.1 µg LSD getestet.

Zum Verständnis:

Über 150ug LSD können zu viel sein, durchschnittlich enthielten die 2014 analysierten LSD-Filze 70.4 µg LSD. Hohe Dosen erhöhen das Risiko selbst für erfahrene Konsumenten. Es können höchst intensive psychedelische Erlebnisse hervorgerufen werden, welche verstörend und angsteinflössend sein können. Auch paranoide Vorstellungen können vorkommen. Des Weiteren kann eine sogenannte Übersensibilität auftreten. Musik, Licht und andere Reize können dabei als extrem unangenehm empfunden werden. Auch eine Körper-Geist-Trennung kann auftreten.

Infos zu LSD

Dosierung: 20 bis 75µg werden als leicht, 75 bis 150µg werden als stark und über 150µg werden als sehr stark bezeichnet.

Wirkungseintritt und –Dauer: nach ca. 20 Min. / 6 bis 11 Std.

Wirkung: Die LSD-Wirkung ist sehr stark von Dosis, Set und Setting abhängig. Als Halluzinogen intensiviert und verfremdet LSD deine Sinneswahrnehmungen, das Raum-Zeit-Empfinden verändert sich stark. Deine Stimmung und deine Gefühle können sich abrupt verändern, von himmel-hoch-jauchzend bis hin zu tod-traurig. Dabei können „kreative Gedanken“, neue Ideen oder spirituelle Erfahrungen entstehen. Bei hohen Dosierungen kann eine Loslösung vom eigenen Körper stattfinden.

Nebenwirkungen: Besonders in der Anfangsphase des Trips können leichte Atembeschwerden, Herzrasen, Schweissausbrüche, veränderter Blutdruck und Übelkeit auftreten. Es kommt zu einer starken Produktion von Speichel und Schleim. Die Körpertemperatur erhöht sich leicht, die Pupillen werden erweitert und die optische Fokussierung erschwert. Gähnen ohne Müdigkeit setzt ein. Die Risiken im psychischen Bereich sind von der Persönlichkeitsstruktur des Users/der Userin abhängig. Die Wahrnehmungsveränderungen können so intensiv sein, dass UserInnen sich von der Flut von Eindrücken überfordert fühlen. Vor allem bei Nichtbeachtung der Regeln betreffend Set und Setting kann es zu Fehlreaktionen, Orientierungsverlust, Panik, Paranoia und „Horrortrips“ kommen.

Langzeitrisiken: Es besteht – auch bei einmaligem Konsum – die Gefahr, dass latente (verborgene) psychische Störungen ausgelöst werden können.

Safer Use Regeln

. Falls du keine Möglichkeit hast, Substanzen analysieren zu lassen, teste einen halben Filz an, warte nach der Einnahme zwei Stunden und erfahre die Wirkung.
. Nachlegen ist aufgrund der langen Wirkungszeit nicht zu empfehlen. Die Dosis sollte, wenn überhaupt, erst bei der nächsten Einnahme erhöht werden.
. Denk daran: Trink alkoholfreie Getränke (5dl/Stunde), mach von Zeit zu Zeit Pausen an der frischen Luft und vergiss nicht:
jede Party, jeder Trip hat einmal ein Ende.

 

XTC

Aktuelle kursiert eine extrem hochdosierte XTC-Pille in der Farbe hellgrün und dem Motiv Transformers. Die Pille weist ein Gewicht von 400 mg, eine Dicke von 5.4 mm und keine Bruchrille auf. Sie beinhaltet 250 mg MDMA*HCl.

Zum Verständnis:

Über 120 mg MDMA*HCl können zu viel sein. Nebenwirkungen wie „Kiefer mahlen“, Augen- und Nervenzucken, bis hin zu Krampfanfällen können auftreten. Bei Überdosierungen steigt die Körpertemperatur an, es besteht eine erhöhte Gefahr der Überhitzung und infolge starken Schwitzens auch des Austrocknens (Dehydration). Bei hohen Dosen MDMA können auch Halluzinationen auftreten. An Folgetagen, nach der Einnahme hoher Dosen MDMA, treten vermehrt depressive Verstimmungen, Konzentrationsschwächen, Schlafstörungen und Appetitlosigkeit auf. Die regelmäßige Einnahme grosser Mengen MDMA ist neurotoxisch und vergrößert die Wahrscheinlichkeit irreparabler Hirnschäden.

Infos zu MDMA*HCl

Substanz: 3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin

Dosierung: max. 1.5 mg MDMA pro kg Körpergewicht für Männer, max. 1.3 mg pro kg Körpergewicht für Frauen. Wirkungseintritt und –Dauer: nach ca. 30 Min. / 4-6 Std.

Wirkung: MDMA bewirkt hauptsächlich eine vermehrte Freisetzung des körpereigenen Botenstoffs Serotonin. Diese Ausschüttung löst ein Gefühl der Euphorie, Leichtigkeit und der Unbeschwertheit aus. Seh- und Hörvermögen verändern sich, Berührungen und Musik werden intensiver empfunden, Hemmungen werden abgebaut und das Kontaktbedürfnis wird gesteigert. Hunger- und Durstgefühl sowie Müdigkeit werden reduziert, die Aufmerksamkeit wird erhöht. Auch die Körpertemperatur und der Blutdruck steigen an. Nebenwirkungen: Kiefermahlen, Muskelzittern, Übelkeit / Brechreiz und erhöhter Blutdruck. Herz, Leber und Nieren werden besonders stark belastet. Es besteht die Gefahr
des Austrocknens oder gar des Hitzeschlags, da die Körpertemperatur, in Relation zur Dosis, ansteigt.

Was passieren kann, wenn man einfach immer das ’neueste Zeug‘ nimmt, mussten einige Engländer, die ‚zu wilden Tieren mutiert sind‘. Wir hatten hier darüber berichtet.

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